• Amazon erobert jetzt mit Alexa das Gesundheitswesen

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    Könnt ihr euch noch an das Patent von Amazon erinnern, welches Ende 2018 die Runde machte und in dem es darum ging, wie Alexa erkennen sollte, ob ein Nutzer krank ist? Nun geht man öffentlich in diese Richtung, und zwar gibt es die ersten Healthcare-Skills für Amazon Alexa in den USA.

    Für uns in Deutschland ist das noch recht uninteressant, doch wer sich für die Skills interessiert (Amazon hat 6 Unternehmen ins Boot geholt), der kann im Entwicklerbereich für Alexa vorbeischauen. Nutzer können mit dem Skill von Livongo zum Beispiel bei Alexa ihren letzten Blutzuckerspiegel erfragen.

    Der Schritt zum Gesundheitswesen wirft natürlich umso mehr die Frage auf: Wie sieht es mit der Privatsphäre der Nutzer aus? Amazon ist immerhin (noch) kein Unternehmen im Gesundheitswesen und darf daher nicht auf die Daten der Nutzer zugreifen (man hält sich laut eigenen Angaben an die HIPAA-Richtlinie).

    The Verge hat bei den 6 Unternehmen und Amazon nachgefragt, doch nur Livongo gab an, dass die Daten geschützt sind. Die anderen haben die Anfrage bisher nicht beantwortet. Doch die Richtlinien für die Daten sind schwammig und es könnte die Wahrscheinlichkeit bestehen, dass Amazon die Daten durchaus zum Trainieren von Alexa nutzt. Das dürfte wohl auch das Ziel sein.

    In den letzten Jahren sind Technik für normale Konsumenten und die Daten für die Gesundheit immer mehr miteinander verschmolzen, die EKG-Funktion der Apple Watch ist das jüngste Beispiel. Doch das birgt auch Risiken.

    Während der Arzt (im besten Fall) nämlich nur das Wohl der Patienten im Blick hat, haben Unternehmen auch andere Interessen. Amazon sorgt sich sicher um eure Gesundheit, doch noch viel wichtiger ist es Dinge zu verkaufen. Und welches Ziel wird Alexa im Zweifel als Erstes verfolgen?

    Der Health-Markt ist in den letzten Jahren stark gewachsen und nach Dingen wie Schritten und dem Puls werden wir in den kommenden Jahren glaube ich noch viel mehr und noch viel spezifischere Funktionen sehen. Wer hätte schon mit einer EKG-Funktion bei einer Smartwatch gerechnet?

    Doch während es mir bei Dingen wie Serien oder meinem Klamottengeschmack noch relativ egal ist, ob das nun Unternehmen wissen oder nicht, ist das bei der Gesundheit ein anderes Thema. Und ich muss gestehen, dass Amazon hier nicht unbedingt mein Vertrauen im Umgang mit den Daten genießen würde.

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