Bei Renault steigt der Umsatz wieder, aber die Marge sinkt und der Druck bleibt, das Unternehmen aus Frankreich hat aber einen Plan für die Zukunft. Der neue und vollelektrische Twingo zeigt, wohin die Reise jetzt geht, so François Provost.

Der Chef von Renault hat im Gespräch mit Investoren diese Woche betont, dass der neue Twingo ein „Konzeptnachweis“ für die Zukunft der Marke sei. Er wurde in China entwickelt, und das in nur zwei Jahren, so schnell war Renault noch nie.

Man möchte bei Renault aber nicht nur die Entwicklungszeit drastisch kürzen, um mit den Marken aus China mithalten zu können, auch die Kosten müssen runter. Es sei realistisch, dass Renault die Kosten um 40 Prozent reduzieren kann, so der CEO.

Wissen aus China nach Europa bringen

Im nächsten Schritt geht es jetzt darum, dass man das Wissen aus China (schneller und günstiger Autos entwickeln) nach Europa bringt, um auch hier wieder besser aufgestellt zu sein. Doch dieses Ziel von Renault steht vor einer Herausforderung.

Man setzt bei Renault sehr stark auf China, nicht nur beim Wissen, sondern auch bei den Zulieferern. Und dagegen geht die EU immer mehr vor. Aber das könnte am Ende, wenn sich wirklich so viel einsparen lässt, dennoch der lukrative Weg sein.

Die europäische Automobilbranche muss aufpassen, dass man jetzt nicht den Anschluss verpasst und man zu einem Standort für die Produktion wird, das Wissen und die Entwicklung aber woanders stattfinden. Bei Renault kommt viel Technik aus China und die Software von Google aus den USA, man wird damit austauschbar.


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