Tesla baut „heimlich“ Hunderte Jobs ab

Der US-Autobauer Tesla hat die Belegschaft in seinem deutschen Werk in Grünheide deutlich reduziert.
Nach Recherchen des „Handelsblatts“ arbeiten aktuell 10.703 Menschen in der deutschen Gigafabrik von Tesla. Bei der letzten Betriebsratswahl vor zwei Jahren lag die Zahl noch bei 12.415 Beschäftigten. Damit entspricht der Rückgang laut Betriebsratsdaten einem Minus von rund 13,8 Prozent.
Die aktuellen Zahlen stammen aus einer Einladung des Wahlvorstands zur Betriebsratswahl im März. Demnach sind derzeit 1683 Frauen, 9006 Männer und 14 nicht-binäre Personen beschäftigt. Eine Erklärung für den deutlichen Personalabbau ließ die Werksleitung laut Handelsblatt unbeantwortet.
Stellenabbau trotz öffentlicher Zusagen
Konzernchef Elon Musk hatte im April 2024 angekündigt, die weltweite Belegschaft um mehr als zehn Prozent zu reduzieren. Für Grünheide hatte die Werksleitung damals erklärt, es werde keine Massenentlassungen oder betriebsbedingten Kündigungen geben. Der Abbau sollte vor allem über Leiharbeit und freiwillige Programme erfolgen.
Politik und Öffentlichkeit gingen daher von vergleichsweise geringen Einschnitten aus. Gleichzeitig betonte die Werksleitung wiederholt einen positiven Ausblick für Produktion und Beschäftigung, auch noch im Verlauf des Jahres 2025.
Nach internen Angaben waren jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt zahlreiche Stellen entfallen. Parallel gingen die Neuzulassungen von Tesla in Deutschland deutlich zurück, insbesondere beim Model Y.
Meiner Meinung nach zeigt die Entwicklung in Grünheide, wie groß die Diskrepanz zwischen öffentlicher Kommunikation und tatsächlicher Personalentwicklung sein kann.
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