Tim Cook bestätigt: Apple-Produkte werden teurer
Apple kann die stark gestiegenen Kosten für RAM und Speicher nicht länger „absorbieren“, so Tim Cook im Wall Street Journal. Man wird daher die Preise für Apple-Produkte erhöhen. Der Apple-Chef sagte aber nicht, welche Produkte jetzt oder in Zukunft teurer werden. Man wolle schauen, dass es im Rahmen bleibt.
Vor allem die Hersteller von RAM und Speicher haben die Preise in letzter Zeit, weil die Nachfrage so groß ist, erhöht, auch Apple muss mehr Zahlen, so Tim Cook. Man hat das eine Weile ausgeglichen, aber das hat ein Ende. Wobei man aus einem „kann“ ein „will“ machen sollten, denn Apple hätte theoretisch genug Geld dafür.
Bei Aktienunternehmen kommen aber die Anleger vor den Kunden.
Interessant ist jedoch, dass Apple bei vielen Produkten, wie dem iPhone, die Preise ausgereizt hat und sie teilweise schon wieder senkte. Man muss also wirklich sehr behutsam vorgehen. Vermutlich wird man es über den Wegfall der Basisversionen machen, das ist ein beliebter Weg bei Herstellern, wenn eine Knappheit herrscht.
Beim iPhone gibt es zum Beispiel keine 128 GB mehr, beim Mac Mini keine Version mit 32 GB RAM und so weiter. Apple zahlt für 256 GB Speicher beim iPhone aber nicht so viel, wie man beim Endkunden mehr verlangt, so steigern man den Gewinn. Eine Taktik, die wir in diesem Jahr also vermutlich noch häufiger bei Apple sehen.
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Ich möchte eigentlich keine neue Diskussion eröffnen, aber solche Nachrichten lösen bei mir trotzdem Reaktionen aus.
Wenn Apple seine Preise erhöht, akzeptieren das viele Fans erstaunlich schnell und finden dafür sogar passende Begründungen. Die Abhängigkeit innerhalb des Apple-Ökosystems – etwa durch iCloud, die Apple-ID oder gekaufte digitale Inhalte – ist bei manchen Nutzern so stark, dass sie nahezu jede Preisanpassung mittragen müssen.
Was mich dabei besonders stört, ist der unterschiedliche Maßstab, der an verschiedene Unternehmen angelegt wird. Als Beispiel: Wenn Microsoft gelegentlich die Preise für Microsoft 365 anpasst, wird das oft deutlich kritischer gesehen, obwohl der Dienst regelmäßig um neue Funktionen und Produkte erweitert wird.
Falls dieser Beitrag eine Diskussion auslöst, ist das nicht meine Absicht. Ich möchte keinen Glaubenskrieg zwischen Apple, Microsoft oder anderen Herstellern anstoßen.
Mein Punkt ist lediglich: Apple scheint sich einiges herauszunehmen, und die Community verteidigt das Unternehmen teilweise fast reflexartig – bis hin zu einem Verhalten, das für mich zumindest ansatzweise an eine Art „Stockholm-Syndrom“-ähnliche Dynamik erinnert.
So ist es. Verfolge mal die Kommentarspalten bezüglich Siri AI und der EU, da verhält es sich genauso. Es gibt wohl kaum eine Kundengruppe, die derart loyal einem Großkonzern gegenüber ist. Stockholm Syndrom klingt da schon fast passend.
Totale Zustimmung – obwohl, ICYMI, das vielzitierte „Stockholm Syndrom“ ist eine urban legend, die nichts mit der Realität des damaligen Banküberfalls zu tun hat.
Aber hier passt der Mythos wirklich gut.
Doch, gibt es. Ist bei Microsoft, Google und Samsung genauso. Bei Samsung gefühlt sogar noch mehr. Bezüglich Siri AI, gibt es deutlich gespaltene Meinungen.
Ich glaube das hat auch viel damit zu tun, weil die Produkte so teuer sind. Und jede Kritik dagegen würde den teuren Kauf weniger rechtfertigen. Daher kommt es reflexartig zur Verteidigung, weil es sonst doof aussehen würde, dass mal so viel Geld in die Hand genommen um für das Produkt zu bezahlen.
Ich habe es vor allem gemerkt, als ich mich selbst noch in diesem Apple Cosmos befand und als Student war es mega viel Geld Apple Produkte zu kaufen.
Und obwohl ich hier und da Macken und Unzufriedenheit darin sah, habe ich die ignoriert oder war verblendet vom Marketing „It just works“
Von außen betrachtet sieht man das ganz anders und versteht den religiösen Kult um die Produkte nicht mehr.
Sie machen gute Produkte, keine Frage. Wie funktionieren tadellos und verzahnt zueinander. Sie sind nur kein Heilsbringer vergisst leicht auch Fehlprojekte wir die Butterfly Tastatur, Apple Vision pro, Ping oder you just hold it wrong. Man sollte auch seine Augen öffnen können und nicht alles was Gold ist, glänzt auch.
Ersetze Apple mit Samsung, und es passt genauso gut. Genau wie bei Microsoft. Samsu erhöht jedes Jahr deutlich die Preise und niemandem juckt es. Es wird einfach so hingenommen und die Fanboys verteidigen das Unternehmen sogar mit Beleidigungen. Ich will hier nichts verharmlosen oder gutheißen, aber es ist schon ein Unterschied, ob jedes Jahr der Preis für ein Galaxy teurer wird oder nach Jahren Preisstabilität beim iPhone das erste Mal ein iPhone teurer wird.
„Bei Aktienunternehmen kommen aber die Anleger vor den Kunden.“
Wir leben (zum Glück) im Kapitalismus, also ist das völlig klar und der Kommentar mE absolut absolet. Jedes Unternehmen will Geld verdienen und seine Mitarbeiter bezahlen. Auch Apple entwickelt keine iPhones aus Altruismus. :)
Apple vermarktet es aber eben so, daher darf man das ruhig auch immer mal wieder erwähnen. Immerhin sind sie oft das wertvollste Unternehmen der Welt und haben die meisten Barreserven der Branche, viele glauben Dinge wie „nicht mehr können“ eben, da kann man ruhig betonen, dass es „nicht mehr wollen“ bedeutet. Apple steigert seit Jahren massiv den Gewinn, wenn es um die Bezahlung der Mitarbeiter gehen würde, müsste man die Preise nicht anheben :)
Insbesondere, dass man heute als „einfacher Mann/Frau“ auch am Unternehmen beteiligen kann.
Oh da täuschst du dich leider. Man bezahlt die Mitarbeiter, weil es nicht anders geht. Wenn man könnte… darun gibt es outsourcing, Entlassungen etc.
Gleichzeitig aber will man Kunden, die die eigenen Produkte kaufen. Wo die ihr geld her haben sollen, interessiert nicht. Sollen halt andere die löhne zahlen. Man selbst will nur den Gewinn.
Das ist eine recht pervertierte Welt in der wir leben.
Irre
mir ist irgendwie unklar, weshalb jemand überhaupt ein aktuelles iPhone kaufen sollte. Es sollte doch kein Problem sein, die Zeit auszusetzen, da Apple lange genug Updates liefert und an alternativen im Android Sektor mangelt es auch nicht.
Anderen wird unklar sein, wieso wir hier in den Industrieländern überhaupt neue Smartphones kaufen, immerhin tut es in anderen Regionen auch ein altes HTC, was 10 Jahre alt ist. Am Ende ist es immer eine Frage der Kaufbereitschaft und des Geldbeutels. Technik wird selten nach reiner Vernunft gekauft.
Ein Faktor ist aber auch, dass nicht wenige Geräte mit Vertrag gekauft werden – in der EU so knapp 50 Prozent, in den USA sogar über 80 Prozent.
Jupp, die wenigsten Nutzer legen über 1000€ auf den Tisch.