Volkswagen: „Elektroautos sind einfach besser“

Martin Sander, Marketingchef bei Volkswagen, glaubt, dass es kein Verbot für die alten Verbrenner benötigt. Die „Elektroautos sind einfach besser“, wie er bei Auto Express betont, die Menschen wechselten damals auch vom Pferd zum Auto.

Doch der Vergleich hinkt, denn der technische Sprung zwischen Pferd und Auto war groß und die Art des Reisens komplett anders, in diesem Fall macht ein Antrieb keinen so gewaltigen Unterschied. Und es gab damals keine Klimakatastrophe.

Man müsse aber statt Verboten die Hürden für Elektroautos entfernen, wo ich Martin Sander komplett zustimme. Das passiert nicht mit Verboten und nicht mit einer Kaufprämie, man muss im Hintergrund die Infrastruktur komplett umbauen.

Hier hapert es aber seit Jahren in Deutschland und die aktuelle Regierung geht es auch nicht an, wenn sich dieser Parameter also nicht bessert, wird es früher oder später nur über Verbote gehen. Und klare Regeln waren im Straßenverkehr schon immer eine gute Option, sonst würden wir heute noch ohne Sicherheitsgurte fahren.


mobiFlip zuerst in deinen Google News – jetzt als Quelle setzen Haken setzen ↗

Fehler melden 13 Kommentare

   

Durch Kommentieren stimmst du unserer Netiquette und Datenschutzerklärung zu.

  1. Philipp 🔆

    Mit dem Unterschied, dass niemand Pferde Vorboten hat.
    Das Auto hat durch seine Vorteile die Menschen überzeugt und jeder durfte wechseln wann immer er dazu bereit war und wie auch immer die Bereitschaft zum wechseln zustande kam.
    Sowohl beim wechseln vom Pferd zum Auto als auch bei dem immer wieder gern herangezogen wechseln von Handy zum Smartphone war die Motivation zum Wechsel eine intrinsische.
    Beim Wechsel weg vom Verbrenner kommt die Motivation bei viele noch von außen. Die Gründe der fehlenden intrinsischen Motivation können vielfältig sein. Als Hauptgrund sehe ich eine künstlich verkürzte Übergangszeit. Ein weitere, nicht zu vernachlässigender Grund, sind die fehlenden Rahmenbedingungen die bei der Elektromobilität einfach noch nicht so selbstverständlich sind wie die Menschen es vom Verbrenner gewohnt sind, was wiederum von der kurzen Übergangszeit her rührt.

    1. Der Unterschied bei diesen Vergleichen ist, dass es damals keine Klimakrise gab und wir die Revolution des Automobils mit angetrieben haben. Jetzt kommt viel Technik in den Autos aus China, wenn man das also nicht künstlich pusht (mal davon ab, auch der Verbrenner wurde schon immer künstlich unterstützt und wird es bis heute, wenn auch nicht mehr so stark), dann verliert man in Zukunft. Nicht nur bei der Umwelt, sondern vor allem gegen eine Dominanz aus China.

      Das haben wir bei den Smartphones übrigens schön gesehen. In Zukunft könnte es also einen großen US-Player geben, wie Apple es heute bei Smartphones ist, die Software kommt auch aus den USA, Android Automotive von Google ist auch schon sehr präsent, und die Technik und Produktion wandern nach China.

      1. Philipp 🔆

        Ich hab doch gar nicht gesagt, dass ein wandeln nicht sinnvoll wäre. Aber ein Auto wechselt man nicht mal so einfach wie ein Handy. Selbst das teuerste Apple Smartphone ist keine Investition im Vergleich zu einem Auto.

        Ich bin sogar davon überzeugt, dass das lange zögern der deutschen Automobilindustrie zu dem jetzigen Rückstand geführt hat und je länger wir warten desto größer wird der Vorsprung anderer Nationen.

        Als Kunde kann ich mich im Zweifel aber weder um die deutsche Automobilindustrie kümmern noch im die Klimakatastrophe wenn ich nicht zufällig ein neues Auto geschenkt bekomme oder plötzlich mehr Geld verdiene.

        Wenn heute mein Verbrenner die Hufe streckt kauf ich mir morgen wieder ein Verbrenner. Nicht weil ich glaube, dass es die Technologie der Zukunft ist sondern weil ich es mit einfach nicht leisten kann. Überhaupt ein Auto zu finden wäre schön schwierig genug und eines welches meine bisherigen Anforderungen erfüllt fast unmöglich, und wenn dann nur zum vierfachen das Preises. Und in der Situation soll ich mich um das Klima kümmern oder noch besser den Verbleib der deutschen Wirtschaft deren Manager selbst nicht weiter denken wie zu ihren nächsten Boni.

        Ich lach mich ja tot wenn selbst der Marketingchef ein Verbot will weil die Leute seinen Scheiss nicht kaufen. Dann hast du vielleicht deinen Job nicht richtig gemacht Herr Sander. Wenn das Produkt doch so viel besser ist, zukunftssicher, umweltfreundlicher, günstiger aber nichtmal der Marketingchef eines der größten Autobauers der Welt bekommt es verkauft ohne die alte Technik zu verbieten dann stimmt doch was nicht.
        Und es sich jetzt so einfach zu machen, ein Verbot zu vorderen und die einfachen Leute die Zeche zahlen zu lassen für eine Rechnung die die Industrie und die Politik seit Jahren verschlafen haben ist nicht der richtige Weg. Nein man will nicht nur die Kosten und die Verantwortung abwälzen man hämmert den Menschen die am wenigsten dafür können und es sich am wenigsten leisten können auch noch ein schlechtes Gewissen ein.
        Es ist eine Frechheit was Herr Sander von sich gibt und die Einordnung in diesem Beitrag ist traurig.

        1. Welches Auto würdest du denn benötigen? Denn preislich nähern sich Verbrenner und Elektroautos gerade sehr schnell an, da Verbrenner deutlich teurer werden. Abgesehen von der Auswahl, wenn man beispielsweise einen günstigen Kombi sucht, was es bei Elektroautos selten bis gar nicht gibt, ist es gar nicht mehr so unterschiedlich.

          Und das Verbot dient dazu, um die Kosten der Umweltverschmutzung zu reduzieren, Wenn du heute schon überlegst, ob du dir ein Elektroauto leisten kannst, dann wird das bei den externen Kosten für Umweltkatastrophen eine ganz andere Hausnummer für ein soziales System, wie wir es in Deutschland haben.

          Mit einem Verbot kann man also, wie beim Sicherheitsgurt, manchmal auch Schlimmeres verhindern.

    2. MM 🌟

      Beim Wechsel vom Verbrenner zu Elektro, geht es aber nicht um „Pferd“ oder „Auto“, sondern um den Wechsel der Antriebsart. Das ist in sich als Vorschrift der Ausstattung zu verstehen und da gibt es letztlich einige Vorgaben, die (annähernd weltweit) staatlich vorgegeben sind: Katalysatoren beispielsweise (über Abgasgrenzwerte), Karosseriesteifigkeiten, Sicherheitsgurte und Airbags (über entsprechende Sicherheitsvorgaben) und so weiter und so weiter. Im übrigen „verbietet“ die Politik keine Antriebsart. Auch vor dem Verbrenner-Aus-Aus der EU, gab es lediglich Vorgaben hinsichtlich von CO2-Grezwerten und nicht die Vorgabe „Ihr müsst Verbrenner durch Vollelektrische Fahrzeuge ersetzen“. Das Elektroauto ist lediglich das einzige Fahrzeug, das nach aktuellem Stand diese Vorgabe umsetzen kann. Dabei ließe sich zu lokalen Energiegewinnung allenfalls noch ein Wasserstoffantrieb als Primärenergiequelle dazunutzen. Aber auch dort ist der Elektromotor der Hauptantrieb, der sich aus einer Sekundärenergiequelle (Batterie) speist,

    3. Neuhier 🔆

      Wo war denn deine „intrinsische Motivation“ bei z.B. verbleitem Benzin, Asbest Dämmung, FCKW?… und ganz aktuell Lachgas und Einweg-E-Zigaretten?

      1. Philipp 🔆

        Ich hab nicht argumentiert, dass ein Wandel zu Elektromobilität nicht sindvoll wäre. Ich habe lediglich dargelegt, dass ein wandeln in so einem alltäglich wichtigen und mit hohen Kosten verbundenen Bereich für viele Menschen eine Herausforderung ist, vor allem wenn es die Politik nicht schafft geeignet Rahmenbedingungen zu schaffen.
        Dein Vergleich hinkt auf beiden Beinen aber ich glaube das weißt du eigentlich selbst.
        Wieder der typische Beißreflex halt.

        1. Neuhier 🔆

          Ich hab nicht argumentiert, dass ein Wandel zu Elektromobilität nicht sindvoll wäre.

          Hab ich dir das iwo vorgeworfen?

          Sowohl beim wechseln vom Pferd zum Auto als auch bei dem immer wieder gern herangezogen wechseln von Handy zum Smartphone war die Motivation zum Wechsel eine intrinsische.
          Beim Wechsel weg vom Verbrenner kommt die Motivation bei viele noch von außen.

          Ok, ich darf also nicht auf dieses Argument von dir eingehen?

          Dein Vergleich hinkt auf beiden Beinen aber ich glaube das weißt du eigentlich selbst.

          Äh, nein… eigentlich nicht. Wo „hinkt“ er denn deiner Meinung nach?

          Wieder der typische Beißreflex halt.

          Weil ich Beispiele bringe, wo die Politik aktiv einen Wechsel von einer umwelt- und gesundheitsschädlichen Technologie eigeleitet hat/einleiten willl, die von der Bevölkerung gar nicht gefordert wurde/wird?

          Du, das ist ja alles nachvollziehbar was Du schreibst und dennoch…. es kann doch nicht sein, dass Dinge nur angestoßen werden, wenn eine inrinsische Motivation vorliegt. Dass das wünschenswert, weil besser ist… ohne Frage!

          1. Philipp 🔆

            Der Unterschied ist, das der Wechsel der von dir angesprochenen Themen nicht auf den Kunden abgewälzt wurden zumindest nicht in Form von kosten einer durchaus teuren Anschaffung. Es hat für mich als Kunde quasi keinen unterschied gemacht ob ich den Bremsenreiniger jetzt mit FCKW kaufe oder einem andern Treibgas.
            Es ist einfach unschön immer den potenziellen Kunden die Zeche zahlen zu lassen für etwas was die Industrie selbst seit Jahrzehnten mir der Politik als steigbügelhalten verschlafen hat.

            1. Neuhier 🔆

              Es ist einfach unschön immer den potenziellen Kunden die Zeche zahlen zu lassen für etwas was die Industrie selbst seit Jahrzehnten mir der Politik als steigbügelhalten verschlafen hat.

              Ahhh… na da nähern wir uns doch des Pudels Kern…

              „Immer“ ist einfach falsch von dir. Noch nie war Fliegen so günstig wie jetzt (ok, vor 10
              Jahren evtl. noch billiger) Computer, Fernseher, Smartphones, Jacken, Schuhe, Hosen, T-Shirts… alles billig! Selbst Kraftstoff ist kaufkraftbereinigt günstiger als früher. Alle shoppen „Like a Billionare“. Und auch früher gab es schon Verbote… Euro 1 Diesel in Umweltzone, was ggfs auch ein neues Auto bedeutet hat. Ja, es sind natürlich einige Dinge teurer geworden aber dafür auch super viele Dinge super billig.

              Für mich ist das halt Rosinenpickerei!

  2. VW-fan 🏅

    E-Autos sind schlicht und ergreifend alternativlos alleine schon weil das Öl ausgeht. Die Frage ist nur wie lange man noch auf Kosten folgender Generationen diese fahrenden, klimaschädlichen Heizungen fahren lässt. Ich mache dabei den früheren Generationen auch keinen Vorwurf, da war das Problem noch nicht so akut und das Wissen über Kipppunkte deutlich kleiner. Aber heutzutage wissentlich den Klimawandel zu befeuern obwohl es längst eine bessere, viel effizienter Technik gibt ist ein Verbrechen an den Kindern und zukünftigen Generationen.

    1. rot 🌟

      Selbst wenn sie nicht alternativlos wären, sind es die besseren Autos was die Antriebstechnoligie, Ruhe und Bequemlichkeit angeht.

      1. Neuhier 🔆

        Ehrlich gesagt ist das ja nun mal Ansichtssache. Sonst würde wirklich niemand einen AMG kaufen, oder sein Mofa mit einer bekloppten Acrapovic versehen.

        Es kann doch aber nicht sein, dass wir uns weiterhin abhängig machen wollen von irgendwelchen Zitrusfrüchten im Weißen Haus und/oder Möchtegern-Napoleons… wir müssen endlich maximal unabhängig werden.

Du bist hier:
mobiFlip / Mobilität / Volkswagen: „Elektroautos sind einfach besser“