In der Volkswagen AG ist man sich einig, denn Vorstand und Aufsichtsrat sehen das Geschäftsmodell des Konzerns als „nicht mehr zukunftsfähig“. Das berichten dpa und die Automobilwoche übereinstimmend über die aktuelle Aufsichtsratssitzung.

Volkswagen: „So kann es nicht weitergehen“

Am Montag habe es noch keine formalen Beschlüsse gegeben, aber „so wie bisher kann es nicht weitergehen“. Das Modell (Autos in Deutschland entwickeln und exportieren oder minimal für andere Märkte anpassen) geht bei VW nicht mehr auf.

In den nächsten Wochen und Monaten möchte Volkswagen nach Lösungen suchen und im Sommer eine Strategie präsentieren, die konkrete Maßnahmen zeigt. Dabei dürfte es vor allem auch um härtere Sparmaßnahmen bei allen VW-Marken gehen.

Volkswagen: „Wir verdienen nicht genug Geld“

Volkswagen müsse sich „grundlegend verändern“ und vor allem „nachhaltige Verbesserungen“ erzielen. Oliver Blume betonte zwar, dass die „Volkswagen Group eine starke Substanz habe“, aber man verdient derzeit nicht genug Geld mit Autos.

Es geht um Werksschließungen, um einen Rettungsplan für Porsche, um eine neue Vision für Audi und allgemein um ein Konzept, wie alle Konzernmarken diese Krise meistern. Das dürfte also ein sehr hitziger Sommer für Volkswagen werden.


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  1. Julian II. 🌟

    es gibt so viele Dinge die nicht mehr aufgehen.
    Angefangen bei der Vielmarken Strategie, zu Preisentwicklung, über Wasserkopf und Entwicklungszyklen.

    Wenn ich Freunde und Bekannte höre die im zweitgrößten Audi Werk in Deutschland arbeiten und selbst sagen das locker bis zu 1000 Personen zu viel in der Produktion sind, da diese nur herum stehen, weil zu wenig produziert wird, ist das kaum tragbar.

    Und ja das Argument mit den Leben die dahinter hängen – ist das einzige was ich zählen lassen kann. Die Frage die man sich immer stellen muss ist, ob man aufgrund von Trägheit die Transformation/Anpassungen nicht schafft und somit gesamtheitlich „untergeht“ bzw. an Relevanz verliert. Dann verlieren noch viel mehr ihre Jobs.

    Es gibt so viele Branchen in denen wir es nur schwer schaffen umzudenken und uns neu auszurichten.

    ich finde das Beispiel des Wagenlenkers immer ganz spannend. Es geht nicht darum, dass jemand Arbeitslos wird, es geht darum den Wandel frühzeitig zu erkennen (oder gezeigt zu bekommen) und sich dann entsprechend anzupassen. Wenn man kein Lokführer mehr sein kann, kann man alle verteufeln oder man bekommt das frühzeitig mit und macht entweder eine andere Ausbildung oder schult entsprechend um.

    Back to Article: In Zeiten von Elektromobilität, wo die Ingenieursleistung nicht mehr im Motor steckt, sondern in der Elektronik und Software, muss sich ein Autohersteller anpassen und kann nicht versuchen 8 (VW PKW) oder sogar 14 (Stellantis) Marken aufrechtzuhalten.
    Wenn die Verarbeitungsqualität und Materialien eine Rolle spielen, kann man versuchen, Einsteig/Basic, Mittelklasse und Premium oder Luxus zu etablieren.

    das aber selbst in den marken diese Kategorieren abgedeckt werden sollen… ich wiederhole mich.

    Die gesamte Branche in Deutschland muss sich krass verändern.

  2. ChrisH 👋

    Da hat man wohl jetzt schon erkannt, dass das Weltauto nicht mehr funktioniert 🤣. So traurig wie es ist, Werksschliesungen hätte man bei den Verhandlungen vor 2 Jahren schon beschließen müssen, stattdessen hat man Modelle aus den bereits unausgelastetesten Werk in Zwickau über Deutschland verteilt was ich da schon nicht verstanden habe. Überkapazitäten die nie wieder abgebaut werden könnnen, muss man einfach loswerden. Sei es durch Werksschliesungen oder durch neue Nutzung.
    Und diese neue Idee, im Markt für den Markt gibt es ja schon länger, so wurde der Entwicklungsstandort in China stark aufgebaut und erste Ergebnisse sieht man ja bereits. Was jetzt aber folgt und die Manager für neue Renditen sicher wollen ist, auch Entwicklungsleistung für Europa nach China zu verlagern oder auch europäische Modelle dort zu produzieren um weitere Ressourcen in Europa abzubauen. Dies ist jedoch viel zu kurzfristig gedacht, denn der nächste Konflikt um Taiwan droht unausweichlich in der asiatischen Region und die Vergangenheit hat gezeigt wie der internationale Markt und die Handelsrouten darauf reagieren. Eigentlich sollte man aus den letzten 10 Jahren gelernt haben, essentielle Kompetenzen im Heimatmarkt zu stärken, Manager von aktiennotierten Unternehmen haben allerdings Leiter vor allem kurzfristige Ziele und damit den eigenen Profil im Auge. Und wenn es schief geht? Nimmt man die millionenschwere Abfindung und versucht es beim nächsten Unternehmen.
    Fazit, die Überkapazitäten müssen zwingend runder aber man sollte hier nicht seine Kompetenzen aufgeben.

  3. Dom 🌀

    Gibt ja schon die Modelle aus China für China. Weiß nur nicht, warum es jetzt plötzlich scheinbar keine gute Idee mehr sein soll, Synergien zu nutzen

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