Volkswagen kündigt großen Neustart der Marke an

Volkswagen hat in den letzten Jahren sein Image verloren, davon ist man auch bei Volkswagen selbst überzeugt. Daher hat man im Juli 2022 intern die Frage „Was macht einen Volkswagen wirklich aus?“ gestellt. Und kam auch zu einer Antwort.
Im Kern steht VW für „eine breite Produktpalette, einen hohen Qualitätsanspruch, eine hohe technische Kompetenz sowie ein zeitloses, klares Design und ein intuitives Bedienkonzept“. Und davon ist laut VW doch einiges verloren gegangen.
Wichtig seien auch „ein hoher Wiedererkennungswert im Design und etablierte Modellnamen wie Polo, Golf oder Passat“, die eine „emotionale Bindung“ bei den Kunden erzeugen sollen. Daher bekommen die Elektroautos jetzt auch Namen.
Großer Neustart mit „True Volkswagen“
Diese Neuausrichtung nennt Volkswagen ab sofort „True Volkswagen“ und den Anfang machen in diesem Monat der VW ID.3 Neo und VW ID Polo. Dann folgt das restliche Portfolio, wie später in diesem Jahr der erste VW ID Tiguan für 2027.
Und auch wenn man beim ID.3 noch nicht mutig genug war, um die Zahl aus dem Namen zu streichen, so beendet man das GTX-Branding, denn auch die neuen Elektroautos haben jetzt den Zusatz GTI. Das kennen die Kunden von Volkswagen.
Gleichzeitig möchte man wieder ein „starkes Preis-Leistungsverhältnis“ bieten, der VW ID Polo startet beispielsweise bei 24.995 Euro. Ob das ein attraktiver Preis für einen Kleinwagen ist, darüber kann man streiten. Mit ein paar Extras und mehr Akku ist man schnell bei über 30.000 Euro, was vor kurzer Zeit noch Golf-Liga war.
Doch auch VW kann sich der aktuellen Preisentwicklung nicht entziehen.
Mal schauen, wie sich die neuen Modelle im Alltag schlagen werden, bisher finde ich die Änderungen auf dem Papier nicht schlecht. Das Design gefällt mir wieder besser, es gibt eine gute Software mit Android als Basis und Apps, es gibt wichtige Funktionen wie One Pedal Driving, die bisher fehlten, VW ist auf dem richtigen Weg.
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Fast vier Jahre hat man also für die Beantwortung dieser Frage gebraucht? Und kommt dann zu einem Ergebnis, dass wohl jeder Automobilhersteller für sich in Anspruch nehmen würde….
„…einen hohen Qualitätsanspruch…“? Meine Erfahrung zum Thema Qualität mit einem ID.4 6,5 Monate alt: Seit 3 Monaten warte ich auf ein Ersatzteil für das HUD und sehr wahrscheinlich ist ein oder sind beide Radlager defekt – nach weniger als 10 tkm. Das ist der Qualitätsanspruch für ein Fahrzeug, welches einen nicht verhandelbaren Listenpreis von 65.000 EUR hat… Dann übernehmen die chinesischen Hersteller bald den Markt.
Das ist ja ein Fall des alten Volkswagen – der Artikel sagt, dass VW das als eins der Schwachstellen erkannt hat und durch die Neuausrichtung in Zukunft besser machen will.
Man darf bei der Diskussion „E-Kleinwagen sind ja aktuell so teuer wie früher Kompaktwagen“ einen Punkt nicht vergessen (also abgesehen davon, dass natürlich am Ende immer nicht die Listenpreise relevant sind inkl. Rabatten und Forderungen, und dass die laufenden Kosten geringer sein dürften – und dass dann beim Einstiegspreis oft ein relativ nackter Verbrenner verglichen wird, der schlechter ausgestattet ist und sich unkomfortabler fährt als jedes E-Auto in Sachen Automatik vs. Schaltgetriebe, Vibrationen und Geräusche, Beschleunigung und Funktionen wie One-Pedal-Driving, Vorwärmen aus der Ferne etc.):
Ein E-Auto mit guter Plattform macht mehr aus dem Platz.
Ja, der I.D. Polo ist 17cm kürzer als ein Golf, aber der Radstand ist nur 2cm kürzer. Der Platz innen dürfte also sehr nah dran sein bzw. hier und da sich sogar luftiger anfühlen – auch ist er höher, was hinten mehr Kopffreiheit bedeuten könnte.
Und der ID.Polo hat mit 440 l mehr Kofferraumvolumen als der Golf mit 380 l.
Bringt mir halt alles nichts wenn es keine günstigen Autos mehr gibt. Nehmen wir mal an, dass stimmt so alles was du sagst, dann entsteht trotzdem eine Lücke die aktuell nicht geschlossen wird.
Der Polo also jetzt also der neue Golf. Aber was ist der neue Polo?
Wer sucht, der wird vermutlich finden, ich habe aber jetzt nicht die Zeit, mich durch Angebote zu wühlen, da ich nicht auf der Suche bin.
Ein absoluter Basis-Polo hat einen Listenpreis von etwas über 20.000. Auch da gilt – wer weniger ausgeben will, schaut sich nach anderen Marken oder Modellen um – oder schaut auf dem Gebrauchtmarkt.
Je nachdem, wie viel Förderung man bekommt (ist ja u. a. vom Einkommen abhängig) und wie auf allen Seiten die Rabatte aussehen, könnte auch der ID.Polo für um 20k kaufbar sein. Anderswo gibt es derweil Angebote für etwa unter 20k – also für E-Kleinwagen.
Lücken in unteren Preisregionen wird es im Laufe der Zeit immer mehr geben, aufgrund der Inflation. Ich bekomme heute auch keine Kugel Eis mehr für 80 Cent.
Der Einstiegs-Polo vor 10 Jahren lag übrigens bei 12k.
Natürlich gibt es immer Lösungen. Aber deiner rechtfertigen vom ersten Beitrag hinkt dadurch nicht weniger nur weil man sich halt irgendeine Notlösung erfindet. Auch die Inflation ist keine Ausrede für alles. Die Elektromobilität lässt Lücken entstehen die so zahlreich und groß sind wir zuvor lange nicht mehr. Natürlich ist die Technik an sich nicht schuld sondern der Wandel. Allerdings ist dadurch der Umgang mit dem Wandel besonders wichtig. Die Probleme und Herausforderungen für viele Menschen zu ignorieren oder runterzuspielen hilft in dieser Lage allerdings niemandem. Weder den Menschen die damit zu kämpfen haben noch der neuen Technik die dadurch mit der Akzeptanz zu kämpfen hat. Eher im Gegenteil.
Den ID Polo für 20 000 darfst du mir gerne mal zeigen, Vermutungen und Vermutungen und Mutmaßungen die hier eintreffen werden kennen wir von der Elektromobilität seit Jahren. Auch andere E Kleinewagen wir unter 20 000 die einem entsprechenden Verbrenner gleichwertig sind darfst du mit gerne zeigen.
Ich schaue auch immer mal wieder nach BEV die meinen Verbrenner erstezzen könnten. Es gibt genau gar keinen, weder gebraucht noch neu und vom Preis will ich gar nicht erst anfangen.
Und wieder hinkt dein Vergleich sonders gleich. Eine Kugel Eis brauch ich nämlich nicht um zur Arbeit zu kommen und mein Lebensunterhalt dadurch zu verdienen.
Deine Haltung und das Unvermögen zu versteh, dass der zu schnelle Wandel zu Elektromobilität eine Hürde für viele Menschen ist die sie noch so einfach überwinden können schade dem wandeln mehr als das er ihm hilft. Du siehst nicht einen Nachteil, nur Vorteile und drehst die alles schon so hin wie es dir gerade passt so abstrus und an den Haaren herbeigezogen deine Argumente auch sind, Hauptsache du musst nicht eingestehen, dass es vielleicht noch doch auch ein paar Nachteile gibt die einige Menschen im Moment sehr zu schaffen machen.
Und genau diese Einstellung ist für die Akzeptanz vollelektronischer Mobilität alles andere als zuträglich.
Wo spiele ich denn etwas herunter? Man kann doch die Kirche auch mal im Dorf lassen. Ja, Dinge verändern sich und Menschen passen sich daran an. Und manche Veränderungen sind für manche Gruppen härter als für andere (und natürlich sind keineswegs alle selbstverschuldet, vor allem nicht von dem Betroffenen) – daran kann ich nur leider nichts ändern.
Wenn ich ein Problem habe, muss ich mich nach einer Lösung umschauen – und ich finde auch nicht, dass alles Notlösungen sind.
Ich habe nun mal keinen rechtlich verbrieften Anspruch darauf, dass ich mir einen Neuwagen einer bestimmten Klasse für unter 20.000 Euro kaufen kann. Wieso brauche ich überhaupt einen Neuwagen, um damit zur Arbeit zu kommen? Wenn ich mit den nicht leisten kann, muss ich wohl etwas Günstigeres nehmen. Und das kann auch ein Gebrauchter für 5.000 sein, der mich von A nach B bringt.
Es geht ja nicht einfach um Veränderungen es geht um finanzielle Belastung die manche Menschen einfach nicht vermögen einfach so zusätzlich zu stämmen. Natürlich hat man keinen rechtlichen Anspruch auf individuelle Mobilität aber wenn man darauf angewiesen ist um zu Arbeit zu kommen um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten ist das eben was anders als wenn man sich nicht das neuste Smartphone oder eine Kugel Eis leisten kann. Es wohnt nicht jeder in der Stadt in der er arbeite oder von der aus es um 15 Minuten Takt mit dem ÖPNV in die nächste Stadt kommt.
Natürlich soll sich nicht jeder eine Neuwagen leisten können aber günstige Neuwagen ergeben natürlich auch günstigerer gebrauchte.
Zeig mit doch mal die ganzen gebrauchten BEV für 5000 Euro.
Man muss sich so ein Meeting mal vorstellen. Die Top Manager eines Weltkonzerns setzen sich zusammen weil die Hütte brennt.
Die Erkenntnisse:
Unserer Auto sind zu hässlich, lass die mal wieder wie früher machen.
Unsere Autos haben doofe Namen, lass die mal wieder wir früher nenne.
Unsere Autos sind zu teuer geworden, lass die mal wieder günstiger machen.
Erkenntnis und Entscheidung die einen Meilenstein der Automobilgeschichte markieren.
Wenn man sich dafür nicht mal wieder ein paar Milliönchen an Boni gönnen kann weiß ich aber auch nicht.