Volkswagen reagiert auf die China-Krise
Viele Automarken aus Europa haben sich in den letzten Jahren abhängig von China gemacht und vor allem das starke Wachstum mitgenommen. Doch die Konkurrenz vor Ort hat aufgeholt, ist oftmals besser und greift vor allem bei den Preisen an.
Die Zeiten der hohen Gewinnmargen ohne viel lokale Konkurrenz sind vorbei und bei vielen Marken sorgt vor allem der asiatische Raum für den negativen Trend.
Volkswagen will die Werke vor Ort aber nicht schließen, im Gegenteil, sie sollen ausgelastet sein, man will in Zukunft einfach mehr Autos exportieren. So kann man attraktivere Autos in Regionen wie Südamerika anbieten. Und was ist mir Europa?
Europa dürfte folgen, aber später
Das wird, wie wir seit diesem Jahr wissen, ebenfalls diskutiert. In den ca. 300.000 Exporten, die Volkswagen bis 2030 anpeilt, ist Europa aber noch nicht als Markt für Autos aus China vorgesehen. Wobei es schon erste Testläufe gibt, der Tavascan von Cupra ist zum Beispiel ein Exportauto aus China, was man auch hier verkauft.
Doch diese Strategie hat den Nachteil, dass sie, sofern erfolgreich, eine Gefahr für die lokalen Werke darstellt. Und in Europa gibt es noch hohe Importzölle, die beim Tavascan übrigens ein Problem waren, bis dieser eine Ausnahmeregelung bekam.
Die sinkende Nachfrage nach Autos aus dem VW-Konzern bleibt jedenfalls sehr spannend und das Management versucht mit verschiedenen Ansätzen darauf zu reagieren. Es würde mich nicht wundern, wenn wir in einem Jahrzehnt auf einen durchaus großen Anteil an Autos „aus China“ blicken, die dort entwickelt wurden.
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