Volkswagen spart (schon wieder) bei der Software

Software und Volkswagen, das ist ein Thema mit einer mittlerweile langen und nicht unbedingt positiven Geschichte. Ich weiß gar nicht, wie oft man die Strategie jetzt schon neu ausgerichtet hat, aber im Rahmen des neuen „Zukunftsplan 2030“ gibt es mal wieder eine Planänderung. Und eine davon war bereits vorab bekannt.

Volkswagen hat sich von Bosch als Partner beim autonomen Fahren getrennt und sucht jetzt einen neuen Partner, mit dem die Entwicklung günstiger wird. Man will bis Ende des Jahres eine Entscheidung treffen, so die WiWo. Aber auch bei Cariad, der Software-Sparte im Konzern, muss man den Gürtel wohl bald enger schnallen.

Rolle von Cariad wird von VW geprüft

Der VW-Konzern prüft jetzt die „künftige Rolle der Cariad“, sie soll also bald „neu ausgerichtet“ werden. Das Team rund um VW und Rivian rückt bei Software noch stärker in den Fokus, bei Cariad ändern sich die „Anforderungen an die Rolle und den Leistungsumfang (…) im Konzernverbund“. Heißt also sicher Stellenabbau.

Cariad war einst die Vision einer großen Software-Sparte bei Volkswagen, Herbert Diess träumte sogar mal von einer Software, die andere Unternehmen nutzen, also sowas wie Android für Autos. Das lieferte dann aber Google besser und schneller und mittlerweile kommt Android Automotive selbst bei VW-Marken zum Einsatz.

Wollte man einst unabhängiger bei Software werden, so erkannte man mit der Zeit, dass sowas teuer und zeitintensiv ist. Da Volkswagen aktuell an jeder Ecke spart, ist man wohl intern davon überzeugt, dass man auch bei Software sparen muss. Mal schauen, ob das in ein paar Jahren nicht auch als Fehlentscheidung gesehen wird.

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