VW ID.3 Neo vorgestellt: Volkswagen startet in eine neue Ära

Volkswagen hat an einem Neustart der Elektroautos gearbeitet und der VW ID.3 macht mit einem großen Upgrade den Anfang. Mit diesem bekommt er den Zusatz „Neo“ spendiert, was eine Anlehnung an das erste Konzept der ID-Reihe ist.

Doch nicht nur das, Volkswagen will wieder auf Namen setzen, wie Golf, Polo oder Tiguan, man traut sich hier aber noch nicht die Zahl zu streichen. Ich hätte es ja ehrlich gesagt begrüßt, wenn aus dem VW ID.3 direkt der VW ID Neo wird.

Im Fokus des Upgrades stehen vor allem zwei Dinge, das Design, welches wieder mehr nach „Volkswagen“ aussehen soll und eine bessere Anmutung und Haptik, wie auch physische Tasten auf dem Lenkrad und unter dem großen Touchscreen.

Außerdem hat Volkswagen endlich auch mal das Fahrerdisplay optimiert, welches in den letzten Jahren viel zu klein war. Das war von Anfang an ein Kritikpunkt, damit hat man sich sehr viel Zeit gelassen. So sieht jetzt also der neue Innenraum aus.

Zum Start wird es drei Versionen geben, einmal 125 kW (170 PS) mit 50 kWh, dann 140 kW (190 PS) mit 58 kWh und schließlich noch 170 kW (231 PS) mit 79 kWh, die beste Version kommt dann auch auf 630 km Reichweite, also ein bisschen weiter.

Die kleinen Akkus laden leider nur mit 105 kW, der große Akku kommt immerhin auf 183 kW, was aber auch keine Glanzleistung ist. An der Wallbox gibt es nur 11 kW und 22 kW gibt es auch wieder nicht als Option, was ich persönlich schade finde.

Neu ist außerdem auch der Connected Travel Assist, der besser als die alte Version ist, der aber zusätzlich kostet. Im Innenraum gibt es nicht nur eine neue Haptik und Anmutung, die Software setzt jetzt auf Android Automotive und kommt mit Apps.

Weitere Details? Der VW ID.3 Neo nutzt den neuen Elektromotor APP350, Basis ist die Plattform MEB+, eine Weiterentwicklung von MEB, einen Frunk, der damit jetzt endlich möglich wäre, fehlt weiterhin, es gibt jetzt echtes One Pedal Driving und die Passanten hören hier einen neuen E-Sound beim Fahren (inklusive Sportsound).

Dinge wie ein AR-Head-up-Display oder das ID. Light bleiben, neu ist ein digitaler Autoschlüssel, der mit den Standards der Branche (wie Apple CarKey) kompatibel ist und es gibt drei Ausstattungslinien („Trend“, „Life“ und „Style“) zum Marktstart.

VW ID.3 Neo wird ab Juli ausgeliefert

Apropos, der VW ID.3 Neo wird ab Juli ausgeliefert, so Volkswagen, und er kann ab April bestellt werden. Die Basis startet bei 33.995 Euro und bis Ende Juni gibt es laut VW noch die eigene Kaufprämie in Höhe von 4.000 Euro dazu. Der VW ID.3 GTI, der bereits offiziell ist, wurde heute nicht gezeigt, dieser folgt im September.

Grundsätzlich ein gelungenes Upgrade, was man sich aber schon hätte denken können, denn Cupra und Skoda haben ihre Neuauflagen bereit gezeigt und das ist am Ende immer die gleiche Technik. Optisch finde ich den VW ID.3 jetzt ein Stück ansprechender, aber ein neues Heck wäre nach so langer Zeit schön gewesen.

Es ist nicht so, dass es mir nicht gefällt, die Front war von Anfang an der größere Schwachpunkt, aber schade, dass sich da gar nichts tut. Das hier ist immerhin eine neue Generation mit neuer Plattform, und der VW ID.3 ist jetzt über fünf Jahre alt.

Doch das hebt man sich vermutlich für den VW ID Golf auf, der in den 2030ern mit der SSP-Plattform kommt. Apropos Golf, neben einem VW ID Polo und VW ID Tiguan hätte ich es mutig gefunden, wenn man aus dem VW ID.3 den VW ID Neo (in Anlehnung an das erste Konzept von 2019) und nicht den VW ID.3 Neo gemacht hätte.

Jetzt mobiFlip kostenlos auf WhatsApp folgen und informiert bleiben!

Weitere Themen
Hinterlasse deine Meinung

4 Kommentare aufrufen

Die mobile Version verlassen