Yota Devices: Russischer Smartphone-Hersteller ist offenbar insolvent

Das russische Unternehmen Yota Devices hat Insolvenz angemeldet. Bekannt wurde die Marke mit ihren Android-Smartphones, die ein zweites E-Ink-Display auf der Rückseite besaßen.

Das Yota Phone stand im Jahr 2013 für eine vollkommen neuartige Idee: Im Gegensatz zu allen anderen Smartphones am Markt besaß es gleich zwei Displays – eines davon auf der Rückseite. Dabei handelte es sich um ein energiesparendes E-Ink-Panel, welches beispielsweise beim Navigieren oder zum Lesen von eBooks eingesetzt werden konnte.

So richtig wollte die Idee dann allerdings doch nicht fruchten. Zwar erschien nach dem ersten Yota Phone im Jahr 2015 dann noch das Yota Phone 2, die dritte Generation kam dann allerdings gar nicht mehr in Europa, sondern nur noch in China auf den Markt.

Yota Devices soll 126 Millionen US-Dollar zahlen

Die dadurch bedingten schlechten Verkaufszahlen haben nun Konsequenzen für den russischen Hersteller. Wie die Webseite iGuides berichtet, musste das Unternehmen Insolvenz anmelden, da es die Forderung eines ehemaligen Display-Zulieferers nicht erfüllen konnte. Dieser hatte rund 126 Millionen US-Dollar von Yota Devices gefordert, da der Hersteller seine Mindestabnahmemenge unterschritten hatte. Zwar wurden dafür bereits 17 Millionen US-Dollar als Kompensation gezahlt, doch das war dem Zulieferer anscheinend nicht genug.

Wie es mit Yota Devices weitergehen wird, ist zurzeit erst einmal nicht bekannt. Persönlich halte ich es allerdings für unwahrscheinlich, dass das angeschlagene Unternehmen noch einmal aus eigener Kraft in die Gewinnzone zurückkehren wird. Schlimmstenfalls wird die interessante Idee der Marke begraben und der Markt ist um eine Innovation ärmer.

Quelle: iGuides via: AndroidPolice

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