Die Xbox befand sich in den letzten Jahren schon im Abwärtstrend, aber man hat diesen mit der neuen Strategie (Xbox-Spiele für andere Konsolen) bei Microsoft rasant beschleunigt. In den Geschäftszahlen ist der Einbruch sehr klar zu sehen.

Doch nicht nur dort steuert die aktuelle Xbox-Generation auf ihr Ende zu, auch bei Entwicklern ist die Konsole zunehmend unbeliebt, was die aktuelle „State of the Game“-Umfrage der Game Developers Conference diese Woche ganz klar zeigte.

Xbox wird bei Entwicklern unbeliebter

Während 80 Prozent der befragten Entwickler ihr Spiel für den PC entwickeln wollen und das die dominante Plattform der Branche bleibt, so liegen die PS5 und Switch 2, wie übrigens auch das Steam Deck, mit 40 Prozent auf dem zweiten Platz.

Danach kommt erst die Xbox, aber sie liegt nur noch bei 20 Prozent, was kein gutes Zeichen ist, denn 40 Prozent der befragten Entwickler haben ihr Spiel vorher für die Xbox entwickelt. Sie liegt damit nur noch knapp vor mobilen Plattformen wie Android und iOS, die bei Entwicklern von großen Spielen eigentlich unbeliebt sind.

Dort dominieren immerhin die Casual-Clash-Royale-Candy-Crush-Spiele.

PC ist als Plattform nur bedingt lukrativ

Diese Umfrage ist also auf der einen Seite ein gutes Signal für Microsoft, die den Fokus mittlerweile auf Windows und den PC bei Gaming gelegt haben, aber auch ein schlechtes Signal, denn da bietet man nur die Plattform an. Bei den Stores gibt es mit Steam und Epic deutlich beliebtere Optionen für die Spieler da draußen.

Der Umsatz der Gamingsparte ist im letzten Quartal eingebrochen, weil die neuen Spiele nicht so gut ankamen. Sowas kann bei Sony und Nintendo der eigene Store abfangen, da man eine große Plattform mit einem exklusiven Store besitzt. Das hat Microsoft bei Konsolen nicht mehr und die Xbox wird mittlerweile lieblos behandelt.

Ich bin gespannt, wie Microsoft dieses Schiff mit der neuen Generation wenden will, denn die aktuelle Xbox fährt man gerade an die Wand. Mit Blick auf die Konkurrenz bleibt zu hoffen, dass man jetzt ein gutes Konzept für die nächste Xbox parat hat.

Sonst war es das vermutlich mit der Ära der Xbox als klassische Konsole.


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  1. Kurt 🔅

    go woke go broke. und damit meine ich nicht nur die Spiele von Microsoft die nur so davor triefen. es haben auch die falschen Personen (warum auch immer) dort ihren Job in Entscheiderpositionen bekommen.

  2. Marko 🏅

    Die kommende Generation löst das Problem, sollten sich die Gerüchte bewahrheiten und Steam etc auf der Xbox funktionieren.
    Auch wenn es am Ende nur eine Verschönerung der Statistik ist, kann es den Gamern ja egal sein.

  3. Stefan K. 🔅

    Es ist wirklich unbegreiflich, wie Microsoft weiter an dieser jetzt durch zahlreiche Umfragen und Statistiken bestätigt stümperhaften Strategie bleiben kann, die Xbox als Einnahmequelle zu zerstören – und das mit Ansage.

    Nicht falsch verstehen, ich mag meine Series X sehr und benutze die auch weiterhin, aber die Xbox als Konsole ist sowas von tot. Da kann die nächste Generation, die laut bisherigen Gerüchten ja nix weiter als ein verkappter Gaming-PC sein soll, die Trendwende auch nicht mehr einleiten. Sollte ich mich damit irren, dann umso besser, aber darauf wetten würde ich auf keinen Fall.
    Einfach nur schade, was die Gier nach kurzfristigen Gewinnen, um Anleger und (Groß)Investoren zufrieden zu stellen, auslösen kann. 😞

  4. Peter 👋

    Microsoft macht aktuell wirklich alles falsch, was man nur falsch machen kann, was Games angeht.
    Das Windows Betriebsystem wird weier verschlimmbessert mit jeglicher KI Integration in allen Bereichen.
    Und auch da erwarte ich in den nächsten Jahren eine Trendwende, wenn gerade die die Gamer immer mehr zu Linux Distrobutionen wechselt und mehr PC-Hersteller Linux PCs bei Kauf schon anbieten.
    Steam und Gog gehen schon länger in Richtung Linux.

    1. Spiritogre 🎖

      Anders als in Technikforen, wo KI-Hass der überwältigende Tenor ist, wenn ich es so im normalen Leben beobachte ist eher das Gegenteil der Fall. Einige Leute ignorieren Copilot und Co einfach, stört ja auch nicht, die anderen lieben es.

      Und Linux ist und bleibt eine winzige Nische, es wandern mehr Leute zu Apple ab als zu Linux. Aber das war die letzten 15 Jahre schon so, wurde aber irgendwie immer ausgeblendet.
      Der Grund warum Firmen jetzt auch Linux bedenken ist also ein anderer, nämlich dass die Windows Zahlen schrumpfen, weil Nutzer auf Apple oder Smart-Geräte wechseln und sie irgendwo hoffen noch ein paar Kunden mehr zu kriegen, da bietet sich Linux an, weil Apple sie nicht auf ihre Plattform lässt.

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