Digitaler Euro: Handel verlangt Bruch mit Kartensystemen

Der Handelsverband Deutschland fordert eine praxistaugliche und kosteneffiziente Ausgestaltung des digitalen Euro.
Der Handelsverband Deutschland unterstützt die Einführung des digitalen Euro grundsätzlich, warnt jedoch vor einer aus seiner Sicht zu komplexen Umsetzung. Laut HDE könne das Projekt sein Potenzial verlieren, wenn es sich zu stark an bestehenden Kartenmodellen orientiere.
Der deutsche Einzelhandel wickelt nach Verbandsangaben rund 20 Milliarden Transaktionen pro Jahr ab und sieht sich steigenden Kosten durch internationale Zahlungssysteme ausgesetzt.
Besonders im Onlinehandel und bei grenzüberschreitenden Zahlungen fehlten europäische Alternativen. Der digitale Euro könne hier ein staatlich garantiertes, neutrales Zahlungsmittel darstellen.
Kostenmodell und Akzeptanzpflicht beim digitalen Euro im Fokus
Kritisch bewertet der HDE das geplante Kompensationsmodell, bei dem Händler die Aufwände der Banken tragen sollen. Laut Verband ähnele dies dem Interchange-System im Kreditkartengeschäft. Gefordert werden transaktionsbasierte Gebühren von maximal vier Cent statt prozentualer Entgelte.
Zudem spricht sich der HDE für praxisnahe Haltegrenzen und gegen eine generelle Akzeptanzpflicht aus, solange die Kostenstruktur nicht effizient geregelt sei. Ich halte die Debatte für richtungsweisend, weil sie zeigt, dass die konkrete Ausgestaltung über Erfolg oder Akzeptanz des digitalen Euro entscheiden dürfte.
Linktipps zum Thema
- EZB: Häufig gestellte Fragen zum digitalen Euro
- Deutsche Bundesbank: Auf einen Blick: digitaler Euro
- Podcast (Video): Digitaler Euro – einfach erklärt










Warum macht der Handel sich nicht unabhängig von den Kartenanbietern und ermöglicht das Bezahlen mit Kryptowährungen wie Bitcoin?
Der Handel sollte dafür sorgen das man überall mit Bargeld zahlen kann von Taxi, über Bustivket bis zum Cafe. Und nicht das inzwischen immer mehr dran steht nur mit Kartenzahlung.
Viel Spaß mit der totalen Überwachung! 🤢🤮🤮
WIR SIND VEROREN
Ja Dieter
Eine News über das Zahlungssystem in Deutschland, da werden wieder die Aluhut glühen um das Popcorn zu zubereiten.
Popcorn, frisches Popcorn – salzig und süß.
Bezahlung nur mit EC bzw. Kreditkarte möglich.
Das Bargeld wird schon durch systematisches Scannen der Seriennummern verfolgt und durch den digitalen Euro wird man zum gläsernen Bürger für Finanzamt und andere Akteure wie Krankenversicherung.
Kauft man eine Packung Pralinen am Kiosk bekommt man gleich einen negativen Social Score und negativen Eintrag bei der Krankenversicherung.
Stoppt den digitalen Euro.
Wo genau sind die Scanner eigentlich die das ganze Bahrgeld scannen?
Ich hab gestern erst bar bezahlt, sogar zweimal und ich hab extra darauf geachtet wann die scheinen gescannt werden, konnte es aber leider nicht erkennen. Auch beim Rückgeld ist mir kein Scannvorgang aufgefallen.
Und selbst wenn das Geld gescannt werden würde, woher weiß denn dieses System wer das Geld da gerade übergibt?
Sehr wichtig zu wissen wäre auch noch ob das Trinkgeld auch gescannt wir. Dann würde ich in Zukunft noch ein paar Euro mehr geben.
Das Bargeld wird nicht gescannt
Geld wird an Automaten systematisch gescannt beim Abheben.
Oder was meinst du wie Ermittler Dieben via Seriennummern auf die Schliche kommen ? Kassen scannen die Scheine ohne grossen Aufwand via Scanner oder direkt in der Kassette unter dem Ladentisch.
Nein, Geldautomaten scannen bei Abhebungen nicht systematisch Seriennummern – das erfolgt technisch möglich, aber nicht standardmäßig. Ermittler kommen Falschgeld-Dieben meist über Einzahlungen, gezielte Kassenscanner oder Analysen bei der Bundesbank auf die Spur, nicht routinemäßig über Automaten-Auszahlungen.
Ach Kassenscanner gibst du auf einmal zu. Auch beim Einzahlen werden Geldscheine systematisch an Automaten gescannt und auf Falschgeld überprüft und der Kontokarte zugeordnet.
Versuch mal Falschgeld am Automaten einzuzahlen. Viel Spass anschließend mit der Polizei und Staatsanwaltschaft.
Warum auf einmal? 😁 Man muss doch ganz klar zwischen dem Unsinn, den manche verbreiten, und den Fakten unterscheiden. Kassenscanner werden nur bei Verdacht eingesetzt. Das ist ein gängiges ermittlungstaktisches Mittel. Sie werden nicht flächendeckend eingesetzt. Bei Einzahlungen ist es etwas anderes als bei Auszahlungen, hier kommen auch andere Automaten zum Einsatz. Die Bank kann sich ja schlecht Falschgeld einzahlen lassen, daher erfolgt bei diesen Automaten eine Prüfung auf Echtheit der Banknoten. Hier ging es aber um das Abheben und nicht ums Einzahlen. Von daher bitte genau lesen und nicht alles durcheinander werfen.
Weiß nicht ob der Link durchgeht, aber ich denke der Netzpolitik Artikel schafft da eine ziemlich gute und zwischen den Ländern differenzierte Übersicht.
https://netzpolitik.org/2025/bargeld-tracking-du-hast-ueberwachungsinstrumente-im-portemonnaie/
Und was wenn ich das Geld nicht vom Automaten habe?
Wenn mein Vater mir 50 Euro schenkt und ich damit Schnapps kaufe, denken dann das Überwachungssystem, mein Vater ist Alkoholiker?
Und wo genau sind denn diese Scanner? Das Geld wandert direkt von meiner Hand in die Hand der Kassiererin und dann in die Kasse.
Die einzige Möglichkeit ist ja dann in der Kassette. Das würde bedeuten, in jedem Geldfach der Kassette ist ein Scanner eingebaut. Dieser Scanner müsste in der Lage sein durch einen Stapel von Geldscheinen immer den obersten erfassen zu können.
Demnach müsste der Boden der Kassette mit Sensoren oder Optiken ausgestattet sein. Das konnten mir aber weder jemand der an der Kasse im Supermarkt gearbeitet hat noch jemand aus der Gastronomie bestätigen.
Und wie wird das Geld beim herausgeben einer Person zugeordnet? Wird es automatisch der Person zugeordnet die den letzen eingelegten Geldschein besaß? Wo wir wieder bei der Frage währen, was wenn der Geldschein der eingelegt wurde gar nicht dem übergebene zugeordnet war?
Ab wann werden denn diese Scanner für Bargeld verbaut?
Sind alle Kassen in Deutschland bereits umgerüstet?
Dann würde ich mir nämlich einfach Mal so eine Kassette kaufen um mir die Technik die dahinert steckt genauer ansehen zu können.
Auch interessant wäre zu wissen, welche Software verwendet wird um die Mengen an Daten zu verarbeiten. Ist das was von SAP oder eher was ausländisches?
Netzpolitik hat ganz gute Artikel zu dem Thema. Einer mit dem Titel „Reise eines Zwannis: Diese Geräte tracken deine Geldscheine“
Kurz gesagt erfassen viele Zählmaschinen die Seriennummern, und teils andere optische Merkmale um auch zu erkennen wann Scheine wieder durch neue ausgetauscht werden müssen. Die Lebenszeit von Scheinen beträgt oftmals nur wenige Jahre – bei -5ern und 10-ern teils noch weniger.
– Geldschein kommt in den Umlauf – wird erfasst
– Geldschein geht durch die Transportfirmen – wird erfasst
– Geldautomat (hier in Deutschland glaub ich noch nicht, in vielen anderen Ländern aber schon. Die technische Möglichkeit steckt in vielen Automaten und manche würden es gern weiter ausbauen. Dadurch dass die Transportfirmen aber jedes Geld separat lagern kann man so aber zum Beispiel schon nachvollziehen welche Scheine sich in welchem Automaten befanden (interessant bei Sprengungen), aber noch nicht wer genau was legal abgeholt hat – also „noch“ keine Verknüpfung der individuellen Abhebung zum Konto)
– bei großen Einzelhändlern / Supermarkt wiederholt sich dann wieder das Prozedere durch die Geldzählmaschinen dort oder den Geldtransport der es bei sich pro Geschäftspartner / Filiale separat zählt und scanned
Also super transparent ist es hier noch nicht, aber es liegen schon ziemlich viele Metadaten vor mit denen man in gezielten Fällen einiges anfangen kann. Gerade wenn es um größere Bargeld Summen geht (was nun ja eh eingeschränkt ist) wie die Käufe von PKWs, Immobilien etc hätte man früher schon ganz gut allein anhand dieser Daten den Fluss nachvollziehen können.
Aktuell ist die japanische Firma Glory Ltd international groß im Game. Wenn ich mich richtig erinnere bauen die Japaner auch einen Teil der Technik die in den Automaten und Geldzählmaschinen steckt.
Aber auch hier in Deutschland gibt es die Elephant & Castle IP GmbH, die das Bargeldtracking auf ein neues Level heben möchte.
Am Ende liegt die aktuelle Faktenlage also so in der Mitte. Es ist nicht so drastisch wie manche es sich vorstellen / darstellen, aber es entstehen schon viele Metadaten und wenn man das damit kombiniert dass Geldscheine in der Regel auch kein langes Leben haben dann haben sie schon eine überschaubare Menge an Knotenpunkten. Würde man in gezielten Fällen die Spur zurückverfolgen wollen wäre da sicher viel möglich – gerade wenn man es dann auch noch mit Kundenkonten, Payback, Kameradaten, Standortdaten etc kombiniert.
Da ist man dann am Ende wieder bei der Palantir / Analyse Thematik, und den erweiterten Möglichkeiten die gerade auch in Sachsen Anhalt von CDU, SPD und FPD durchgeboxt und von der AFD am liebsten noch weiter ausgeweitet werden. Gerade unter Berücksichtigung des Punktes dass die Polizei da auch Daten einbeziehen darf die nicht aus dem polizeilichen Datensatz besteht (aktueller Netzpolitik Artikel).
Wie man darüber denkt und wo man die Grenze zwischen Anonymität bzw. Überwachung und einer effektiven Bekämpfung der hohen Steuerhinterziehung, Schmiergelder, organisierte Kriminalität etc steht ist dann sicherlich wieder eine eigene Thematik. Meiner Meinung nach ist das größte Problem die Verknüpfung mehrerer Dinge (ala Palantir) und dass diese Dinge dann auch im stillen geschehen ohne das der Bürger irgendwann darüber informiert wird. Neben den ganzen Skandalen in der Vergangenheit wo selbst die Polizei angeblich nicht nachvollziehen konnte welche Mitarbeiter unbegründete Datenabfragen getätigt hatten da dies offenbar nicht 100%ig nachvollziehbar geloggt wird bzw nicht bei jeder Abfrage eine Identifizierung des Beamten erfolgt.
Ich danke dir für den ausführlichen Text.
Mit dem was hier aber immer behauptet wird hat das was du beschreibst nichts zutun. Wahrscheinlich liegt aber in dem was du schreibst der Ursprung dieses hier verbreiteten Blödsinns, dass mit Bargeld nicht anonym bezahlt werden kann.
Falls irgend Jemand meint, der bequeme Kunde würde Zeit investieren und auch nur eine Sekunde daran verschwenden, sich mit irgend welchen „neuen“ Zahlungssystemen / Karten etc. auseinander zu setzen… Ich spars mir…
Keine Veränderung ohne Mehrwert… Bringt es dem Kunden nix, gibts keine Veränderung und auch keine Bereitschaft, sich mit „neuen“ Dingen auseinander zu setzen. Deshalb wird z. B. WERO zwar von immer mehr Banken angeboten, aber im Endeffekt niemals von Bedeutung sein.
Ehhh wie gehe ich den jetzt einkaufen bei den Supermärkten? Inzwischen werden über 70 Prozent digital via Girocard oder Kreditkarte abgewickelt und da ist der Euro auch digital auf dem Referenkonto des Händlers?
Lohn, Online Einkäufe und Verträge von Miete bis Strom werden digital abgewickelt.
Der digitale Euro ost seit 25 Jahren Realität . Wahrscheinlich meint man den Kryptoeuro den keiner braucht.
Im letzten Abschnitt des Beitrags gibt es weitere Informationen, was man unter dem digitalen Euro versteht
Ich verstehe nicht, warum Transaktionsgebühren immer so ein riesen Problem sind? Gibts das Bargeld kostenfrei in die Läden und Firmen transportiert? Sind die Kassensysteme und die Tresore kostenlos? Warum wird dafür keine Gebühr erhoben?
Zum einen Kostenhoehe und zum anderen Kostenenstehung sind unterschiedlich.
Bargeld = primär interne Kosten beim EH + Kosten für Transport + Kosten für Einzahlung. Aber Alls bei der jeweiligen Gesamtbank und da gibt es dann Vereinbarungen.
Kartenzahlung = man ist den externen Kosten komplett ausgeliefert. Werden die Gebühren erhöht habe ich unmittelbar je Vorgang weniger Marge. Ich kann nicht mit einem Institut etwas vereinbaren da die Kosten durch die jeweiligen Herausgeber oder Zahlungsdinstelsitwr (Kreditkarteninstitute) vorgegeben werden.
Aus Händlersicht ist das nun eine perfekte Möglichkeit die eigene Abhängigkeiten zu reduzieren und die Kosten zu minimieren.
Alles wertfrei
„staatlich garantiertes, neutrales Zahlungsmittel“
inklusive staatlich garantierter Inflation und Durchleuchtung?
Dir ist bewusst, dass Inflation gewollt ist? Und was meinst du mit Durchleuchtung?
Natürlich ist mir das bewusst.
Daher hinterfrage ich auch die „Unabhängigkeit“ der EZB und plädiere für einen freien Währungswettbewerb bzw die Trennung von Staat und Geld.
Umsonst warnen Verbraucherschützer, Sozialverbände und Handel nicjt vor Abschaffung des Bargeldes. Es garantiert Anonymität und im Krisenfall weiterhin Zahlungsmöglichkeit.
Schweden rudert deswegen bereits zurück.
Wer spricht von einer Abschaffung des Bargelds?
Seine Wahnvorstellungen, der Typ lebt in einer anderen Realität
Verbraucherschützer, Sozialverbände und sogar Bäckereihandwerk warnen vor Einschränkungen und Verlust von Barzahlungsmöglichkeit.
https://www.mobiflip.de/bargeld-muss-bleiben-verbaende-fordern-gesetzlichen-schutz-fuer-bargeld/
https://www.mobiflip.de/alltagshindernis-kasse-verbraucherschuetzer-warnen-vor-bargeld-verdraengung/
Im Berlin kannst nicht mal mehr im Bus, mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel Euro, ein Ticket kaufen.
Der Bullshit mit dem Busticket wurde hier schon auseinandergenommen → https://www.mobiflip.de/girocard-dominiert-deutschland-zahlt-schnell-und-digital/ lass dir mal was Neues einfallen, deine Copy&Paste-Müll nervt.
Der Handel bzw vor allem der Staat soll eher flächendeckend Kartenzahlung anbieten als über den digitalen Euro zu diskutieren