Ferrari zieht nach Elektroauto-Debakel erste Konsequenzen
Das hat sich Ferrari in diesem Jahr sicher anders vorgestellt, denn das erste Elektroauto der Marke, welches man mit dem ehemaligen Chefdesigner von Apple entwickelte, wurde nach der Ankündigung letzten Monat komplett zerrissen.
Diese Kritik wirkte sich negativ auf den Aktienkurs aus und Ferrari scheint der Meinung zu sein, dass es am Marketing lag. Das war nicht optimal, immerhin wurde der Luce zu sehr in den Mittelpunkt gerückt, Ferrari ist sonst eher zurückhaltend bei neuen Autos, aber grundsätzlich lag es natürlich einzig und alleine am Design.
Ferrari zieht dennoch erste Konsequenzen aus dem Debakel und trennt sich ab dem 1. Juli von Enrico Galliera, der neue Marketingchef des Unternehmens wird Massimiliano Di Silvestre. Enrico Galliera leitete diese Sparte übrigens 16 Jahre, man merkt also, dass dieses Elektroauto eine kleine Krise bei Ferrari ausgelöst hat.
Und man fackelt auch nicht lange, der Luce scheint vorerst vergessen, jetzt rückt der Fokus wieder auf neue Verbrenner, die bald bei Ferrari anstehen. Der HC25 soll ein besonderes Auto auf Basis des F8 Spider werden, ein „purer Ferrari“ eben.
Kurz vor seinem Abschied räumte Enrico Galliera übrigens noch mit dem Gerücht auf, dass Ferrari den Luce in den Markt „drücken“ möchte, in dem man Kunden ein exklusives Modell verspricht, wenn sie das Elektroauto kaufen. Nicht unüblich bei Ferrari, als Stammkunde bekommt man mehr, aber diese Meldung sei falsch.
Würde Ferrari das machen, dann würde der Luce schnell auf dem Gebrauchtmarkt landen und dessen Preis zu schnell fallen. Also nein, Stammkunden dürften gerne zuschlagen, aber der Luce soll nur von denen gekauft werden, die ihn wollen.
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Wie überraschend, man präsentiert ein urhässliches (e)Auto, das wird völlig unerwartet medial in der Luft zerrissen und am Ende und dann lag es natürlich nicht am urhässlichem Design, sondern am eAntrieb.
Es macht halt auch die Kombination aus.
Wenn der Luce nicht direkt der teuerste Ferrari im aktuellen Portfolio geworden wäre (auch wenn der Preis bei der Kundschaft wahrscheinlich eher nebensächlich ist), wäre die mediale Berichterstattung sicher auch nicht so unfassbar eskaliert.
Ja, das Design ist auch ein sehr großes Thema, aber es sind auch die Specs in Bezug auf den Preis.