Halo Campaign Evolved auf der PS5 Pro: Meine 10 Stichpunkte zum Test
Als ich vor ein paar Tagen gefragt wurde, auf welcher Plattform ich Halo Campaign Evolved testen möchte und die PlayStation 5 ausgewählt habe (da es für die PS5 Pro optimiert wurde), da wirkte es doch ein bisschen surreal. Aber es kam ein Code für die PlayStation und ich habe das Remake des ersten Halo-Spiels gezockt.
Dabei sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die ich heute mit euch teilen möchte. Das ist noch nicht mein finales Fazit, aber schon sehr nah dran. Und ich gehe es, wie so oft, etwas anders als klassische Gaming-Medien an. Ein Spiel ist subjektiv und so auch jeder Test dazu. Das hier sind meine Erfahrungen mit dem Halo-Remake.
- Ich höre gleich auf, aber es fühlte sich wirklich komisch an, als ich meinen Microsoft-Account auf der PS5 Pro mit dem PlayStation-Account verknüpfte und direkt danach den Halo-Bildschirm auf einer PlayStation sah. Für mich ist Halo DIE Xbox-Marke, mit der ich aufgewachsen bin. Es wäre, als würde Nintendo ein Super Mario oder Zelda für die PS5 veröffentlichen. Gleichzeitig sehe ich diese Entwicklung kritisch, denn Exklusivspiele sind wichtig für Konsolen und es ist vielleicht das einzige Halo, welches wir jemals auf einer PlayStation sehen werden. Man sollte sich also nicht daran gewöhnen. Das Remake von Halo 1 ist womöglich nur eine einmalige Sache, die Microsoft (weil das Spiel schon für die PS5 angekündigt war) als Fehler einstuft.
- Doch ich bin froh, dass ich Halo auf der PS5 Pro zocken kann, denn es ist für die Konsole optimiert und sieht dort nicht nur knackig scharf aus, es läuft auch butterweich und flüssig. Die Halo Studios haben Halo gut für die PS5 optimiert, inklusive haptischen Feedback beim Controller und anderen Dingen wie PSSR, wenn auch nicht ganz optimal (andere Spiele holen noch mehr heraus, auch aus dem Controller). Aber man hat sich „bemüht“, das ist nicht einfach nur eine 0815-Kopie der Xbox-Version, die man portiert hat (die Xbox-Version habe ich nicht gespielt).
- Benötigt es überhaupt ein Remake für Halo? Ja. Manchmal hat man ein Spiel etwas besser abgespeichert, als es eigentlich gealtert ist, aber nach 25 Jahren hat „Kampf um die Zukunft“ durchaus eine neue Grafik verdient. Wobei ich auch sagen muss, dass es die aktuellen Konsolen nicht komplett ausreizt, hier und da wären mehr Details möglich gewesen. Man hat sich doch sehr stark an das Original gehalten, dem man nach über zwei Jahrzehnten anmerkt, dass es für eine ganz andere (Konsolen-)Generation entwickelt wurde. Als Remake gelungen, vor allem mit Blick auf das Original, doch Halo 1 ist gar nicht so gut gealtert, denn man merkt beim Leveldesign und anderen Dingen durchaus, dass die Entwicklung vor 2000 gestartet wurde. Nicht schlimm, aber Halo hat damals definitiv imposanter als jetzt gewirkt. Vielleicht muss man ja auch nicht alles Alte neu auflegen.
- Bei Halo Campaign Evolved bekommt ihr die Kampagne von Halo 1 (inklusive neuen Inhalten und Änderungen, die halten sich aber in Grenzen), aber nicht den Multiplayer, daher auch der Titel des Spiels. Wer einen neuen Multiplayer im Halo-Universum möchte, der muss sich noch gedulden, damit ist erst mit dem nächsten Hauptspiel der Reihe zu rechnen.
- Was es hingegen gibt, ist ein Koop-Modus, wahlweise im Splitscreen oder online mit bis zu vier Spielern. Habe ich aus Zeitgründen aber nicht ausprobieren können.
- Die klassische und tolle Atmosphäre von Halo kann das Remake aber meiner Meinung nach sehr gut wecken, die Welt, die Story, vor allem die Musik hat mir gut gefallen. Beim Gameplay merkt man dem Spiel das Alter an, beim Rest muss ich sogar sagen, dass es gut gealtert ist und mir besser als manch aktuelles Halo gefallen hat. Wobei ich Infinite gar nicht so schlecht fand, eine zu tiefgründige Story und Welt darf man bei einem Halo natürlich nicht erwarten.
- Bei den Gegnern merkt man den Sprung in die heutige Zeit aber nicht, leider, denn die sind schon sehr dumm, auch auf einem höheren Schwierigkeitsgrad. Ich habe immer wieder beobachtet, wie sie sich schön „angestellt“ und gewartet haben, bis ich andere Gegner erledigt hatte. Es ist unterhaltsam, weil es oft mit lustigen Sprüchen untermauert ist, aber die einzige Schwierigkeit besteht am Ende darin, dass man die Masse steigert. Ich hätte auch nichts gegen eine moderne und clevere Gegner-KI gehabt, denn in Kombination mit dem doch recht alten Leveldesign wirkte das manchmal zu „stumpf“. Ich bin aber auch jemand, der lieber ein paar Änderungen mehr bei einem modernen Remake sieht, das darf gerne vom Original abweichen.
- Zu den drei neuen Bonusmissionen kann ich gar nicht so viel sagen, für mich fühlte sich dieses Remake allgemein sehr oft wie ein „neues“ Spiel an, denn es ist über ein Jahrzehnt her, dass ich Halo das letzte Mal gezockt habe. Manchmal kommen einem Remakes ja vertraut vor, weil sie gar nicht so alt (und daher nicht zwingend notwendig) sind. In diesem Fall war es zwar ein vertrautes Gefühl meiner Kindheit, aber gleichzeitig auch neuer als ich erwartet habe.
- Es gibt eine neue Remix-Funktion, die einen „endlosen Wiederspielwert“ bieten soll, denn mit „optionalen Modifikatoren“ soll Abwechslung geboten sein. Habe ich nicht intensiv getestet, ich muss aber gestehen, dass mich weitere Durchläufe weniger reizen. Dann wäre der Multiplayer-Modus vielleicht die bessere Option gewesen. Ich vermute nur, dass man sich nicht sicher war, ob das Remake ein Erfolg wird und man den dann, auch wenn es sich nicht lohnt, pflegen muss. Oder das neue Halo kommt zeitnah und man will die Multiplayer-Spieler dort haben. Jedenfalls…
- … sind 59,99 Euro ein durchaus fairer Preis für die heutige Zeit, das ist kein Remake, was einen Vollpreis rechtfertigt. Für einige sind vielleicht auch die 60 Euro noch etwas viel, wenn ein Blockbuster wie GTA 6 nur 20 Euro mehr kostet. Es würde mich nicht wundern, wenn das Remake von Halo zeitnah bei Aktionen dabei ist und schnell bei unter 50 Euro landet. Bei einer Kampagne, die man auch in unter 10 Stunden durchspielen kann, würde es mich jedenfalls nicht überraschen, wenn das viele auf ihre Liste packen, beobachten und ein gutes Angebot im Winter mitnehmen. Vielleicht würde ich das sogar empfehlen, wenn man nicht der größte Halo-Fan ist. Vielleicht habt ihr aber auch einen Xbox Game Pass, in dem das Spiel enthalten ist, dann ist das ein No-Brainer im Abo.
Halo 1 war damals definitiv ein Meilenstein für mich und hat die Xbox als Marke bei mir geprägt. Wenn ich die objektiven Kritikpunkte mal weglasse, dann hat mir das Remake sehr viel Spaß gemacht und es fühlte sich immer wieder komisch an, dass ich die PlayStation-Taste auf meinem Controller kurz vor dem Start gedrückt habe.
Ich kann Halo: Campaign Evolved empfehlen, nicht nur für Halo-Fans, die damals das Original gespielt haben, aber ich finde auch, dass man seine Erwartungen ein bisschen anpassen sollte. Nicht alles ist gut gealtert. Für mich aber ein Meilenstein der Gaming-Ära und es ist schön, dass wir eine moderne Version davon haben.
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Gott sei Dank kann man Halo endlich mit dem besten Gamepad aller Zeiten spielen. Nicht nur sind die Sticks bei den Playstation Controllern seit jeher richtig angeordnet, es gibt auch noch das beste Feedback welches es je in einem Controller gab. Von der allgemeinen Form die seines gleichen sucht ganz zu schweigen.
Leider muss man es dann mit dem PS Controller spielen. Für einen Shooter haben sie zum einen die falsche Anordnung der Analogsticks und dann auch noch diese nervigen Vibrationsfeatures. Unabhängig davon sollte man einen Shooter ohnehin mit Maus und Tastatur spielen, damit auch ein Shooter feeling aufkommt. Ohne Multiplayer ist das neue Halo ohnehin eher uninteressant. Gerade das war immer eine der Stärken von Halo.
Ohne Multiplayer ist Maus und Tastatur echt überflüssig bei Halo 1.