Mit Gadgets und Apps fit in den Sommer

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Passend zum aktuellen CoCast und dem Twitter-Blogger-Trend zum gesünderen und aktiveren Leben, möchte ich euch heute ein paar gadgetverwöhnte Strategien aufzeigen, mit denen auch ihr euch von der Couch in Bewegung bringen könnt.

Dabei möchte ich gar nicht so sehr auf Ernährung, Lebensgewohnheiten oder Diäten eingehen, sondern mir mit euch vielmehr einfach mal die technische Seite ansehen. Dabei fließt viel von meinen persönlichen Erfahrungen und Eindrücken ein, die ich in den letzten zwei Jahre sammeln konnte. Doch der Reihe nach.

Hardware

Wer seine Bewegungen und Lebensgewohnheiten genau erfasst und analysiert, der wird ziemlich schnell und sehr genau sehen, wo es hängt um fitter zu werden oder sich überhaupt mehr zu bewegen. Denn Butter bei die Fische, Bewegung ist das A und O bei einem halbwegs gesunden Lebenswandel. Insbesondere für Sitz-Arbeiter ist die mangelnde Bewegung ein Belastungsfaktor, sowohl generell für den Gesundheitszustand, als auch für die Balance.

Deshalb boomt auch aktuell der Markt für tragbare Technik und Fitness-Gadgets. Das beginnt bei Komplettlösungen, wie dem Samsung Galaxy S5 samt Samsung Gear Fit, geht über Stand-Alone Gadgets wie etwa das Fitbit oder das Jawbone Armband bis hin zur Multi-Gadget Lösung, wie etwa das Withings Pulse samt Withings WS-50 Waage.

Samsung Gear Fit Test (4)

Bei der Auswahl der richtigen Technik solltet ihr auf eure Ansprüche achten und eure Ziele hinterfragen. Wollt ihr ein neues Smartphone samt Fitness-Einschlag, greift ihr wahrscheinlich eher zur Samsung-Komplettlösung. Wollt ihr lediglich ein wenig Schritte zählen und euren Schlaf überwachen, so tendiert ihr sicherlich mehr Richtung Fitness-Armband. Wollt ihr euren Körper genau tracken, vom Ruhepuls, über den Fettanteil, hin zu Gewicht, Bewegung und Schlaf, so dürfte eine kombinierte Lösung das Richtige für euch sein.

Ich selbst erfasse meinen Körper auch mit einer Kombination aus verschiedenen Gadgets. Zum einen dient mir das Jawbone Up als ständiger Begleiter. Es zählt meine Schritte, stoppt Aktivitätszeiten, erfasst meinen Schlaf, weckt mich intelligent und animiert mich zur Bewegung. Die letzten beiden Punkte erledigt das schmale Immerdran-Armband über Vibrationen. Dazu kommt, dass das Up sowohl IFTTT Unterstützung hat, als auch die UP-Community, denn der soziale Faktor ist bei mir und bei vielen anderen auch entscheidend. Doch dazu später mehr.

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Das Jawbone Up ist für mich mein „Kauf des Jahres“. Ich bin nachhaltig zufrieden und begeistert von dem Armband und gebraucht für 60€ auf eBay geschossen, hat sich dieses Gadget schon doppelt bewährt. ;)

Um dieses Bild von mir zu vervollständigen benutze ich noch eine intelligente Waage von der Firma Withings. Diese kommt mit einer hervorragenden App ins Haus, ist ebenfalls mit IFTTT Unterstützung gesegnet und lässt sich dadurch prima mit der Anwendung des Jawbone Up „verheiraten“.  Mit ihrer W-LAN-Schnittstelle teilt sie der App nicht nur euer Gewicht mit, sondern auch den Körperfett-Anteil, den Ruhepuls und den Sauerstoffgehalt eures Schlafzimmers während der Nacht. Außerdem lassen sich mehrere Profile einrichten und so ist die ganze Familie mit dieser intelligenten Waage ausgerüstet

Mit diesen zwei Gadgets und den beiden Anwendungen dazu, lassen sich eigentlich alle meine Belange abbilden. In der Jawbone UP Anwendung könnt ihr dazu noch eure Mahlzeiten und somit euren Kalorienhaushalt ebenso erfassen, wie eure sportlichen Aktivitäten. Bei den Mahlzeiten funktioniert das sogar recht bequem mit einem Barcode Scanner und einer sehr umfangreichen Datenbank.

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Apps

Wer von dem Gadgetkram nichts wissen will und sich rein aufs Sport-Tracking verlegen möchte, dem stehen auch einige tolle Programme zur Verfügung. Allen voran der hammerharte Trainingsplan von Freeletics, dem auch immer mehr Blogger verfallen. Mit der Freeletics-App bekommt ihr einen drei Wochen einen kostenlosen Trainingsplan per Newsletter, der es mächtig in sich hat. Ihr könnt euer Training nach euren Wünschen wählen und so zwischen Ausdauertraining, Krafttraining und Fettverbrennung wechseln.

Die Standard-App ist kostenlos, und beinhaltet eine Basisauswahl an Übungen. Für 4,99€ gibt es die volle Übungsauswahl. Für 39,99€ kann man sich einen Coach zulegen, der gezielt trainiert. Die Übungen selbst werden per Video erklärt und können überall, ohne Geräte immer und jederzeit durchgeführt werden. Einzige Ausnahme, für drei bestimmte Trainingsgruppen benötigt man eine Klimzugstange, die es aber nahezu auf jedem Spielplatz hat. Mir persönlich liegt das allerdings so gar nicht und ich bin auch kein Fitness-Center Typ. Ich stehe eher auf Sportarten mit dem Trainingsgerät Ball in jeder Form und habe dazu noch das Fahrradfahren im Gelände für mich entdeckt. Auch das lässt sich herrlich mittels Software nachverfolgen.

Der Klassenprimus heißt hier „Runtastic“ und ist für iOS, Android und Windowsphone erhältlich. Diese App nutzt, wie auch die meisten seiner Konkurrenten, GPS zum Tracken von Aktivitäten oder bietet dem Anwender die Möglichkeit, sein Training von Hand zu erfassen und somit die Leistungskurve im Auge zu behalten. Das ganze gibt es dann als kostenlose Variante, oder als Pro-Applikation mit einigen Expansions.

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Ich selbst nutze Endomondo für meine Aktivitäten, das macht im Prinzip das selbe und ist ebenfalls für diese drei Plattformen erhältlich. Beide Apps bringen aber außer dem reinen Tracking noch etwas wichtiges mit sich. Eine starke und reich belebte Community. Ob ihr es glaubt oder nicht, die soziale Komponente spielt bei mir beim Training eine enorm wichtige Rolle, insbesondere in Sachen Motivation. Gerade in der Anfangszeit ist es so unglaublich wichtig, dass meine Freunde in meinen sozialen Netzen mir virtuell auf die Schulter klopfen, mir ein „gut gemacht“ oder „weiter so“ unter die Trackings posten oder mich sogar, wie bei Runtastic möglich, live anfeuern zu lassen. Das bringt uns zum nächsten Thema.

Go, and go social!

Diese denglische Phrase meint eigentlich nichts weiter als: wer sich von seinen Freunden motivieren lässt, hat eine größere Chance den inneren Schweinehund zu besiegen, als der der es auf die Einzelkämpferschiene versucht. Das kann sowohl auf der negativen, als auch auf der positiven Seite versucht werden. Ein Beispiel. Mein Tagesziel ist es, 10.000 Schritte zu laufen. Über IFTTT postet mein Jawbone UP auf Twitter und Facebook, wenn ich dieses Ziel erreicht habe. Virtuelles Schulterklopfen und Motivationsschub inklusive. Es gibt aber auch so genannte „Shame“-Rezepte. Wer da zum Beispiel unter 2000 Schritte läuft, der bekommt entsprechend einen Post von seinem Armband in den sozialen Kanälen und wird im besten Fall daraufhin von Freunden angefeuert.

Wie ihr das macht und welche Mittel ihr nutzt, bleibt euch überlassen. Ich für mich habe festgestellt, dass es mir wesentlich leichter fällt, mich zu zweit oder mit mehreren Menschen zu Bewegen und mein komplettes Leben hat sich dahingehend auch verändert. Ich schaffe meine Ziele sowohl in Ernährung als auch in Bewegung regelmässig und ohne größere Anstrengungen. Das war vor einiger Zeit noch ganz anders und so hat das ganze dazu bei getragen, dass ich fitter und gesünder lebe. Ich bin zwar für ein hartes Training wie das von Freeletics zwar immer noch zu weich, aber es liegt mir halt auch einfach nicht.

Samsung Gear Fit Test (1)

Fazit

Wer versucht gesund zu leben, nimmt damit seine Verantwortung gegenüber sich selbst und seiner Familie wahr. Auch die noch so kleinste Verbesserung in diese Richtung ist immer noch wertvoller als Stillstand oder Rückentwicklung. Ihr könnt es schaffen und selten waren die Möglichkeiten den Königsweg für sich selbst zu finden so zahlreich wie heute. Smartphones, mobile Gadgets, Apps und soziale Netzwerke können einen unheimlich pushen. Nutzt das und tut es einfach!

Selbst wenn ihr auf den ganzen Technik und Appkram verzichtet, gemeinsam schafft ihr mehr und es gibt immer jemanden, der auf dem selben Level ist und mit euch mit zieht und sei es nur virtuell. Das zu einer gesunden Lebensweise aber auch die passende Ernährung und die richtigen Schlafgewohnheiten gehören ist klar. Aber das einzige was zählt ist: fangt an. Fang an und habt Spaß an dem was ihr tut. Ohne Spaß an der Sache ist weder die Bewegung noch alles andere was ihr verändert nachhaltig.

Ich wünsche euch einen sportlichen Start in den Sommer!

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