Netflix kämpft nicht nur damit, dass Zuschauer bei einer zweiten oder dritten Staffel einer Serie abspringen, der Dienst hat grundsätzlich ein wachsendes Problem mit der Aufmerksamkeit der Nutzer, wie das Wall Street Journal schreibt.
Grundsätzlich geht es Netflix gerade sehr gut, das Management ist mit den Zahlen laut Quelle zufrieden, nur eine Metrik passt nicht: Engagement. Zuschauer springen immer früher ab und daher könnte man zwei Maßnahmen in der App einleiten.
Streaming kopiert lineares Fernsehen
Zum einen denkt man laut Quelle über Live-Kanäle nach, wie beispielsweise auch bei Disney+, die euch dann einfach immer irgendwelche Inhalte zeigen. Am Ende, wenn man das Abo mit Werbung nutzt, ist das fast schon lineares Fernsehen.
Der zweite Punkt wäre die Integration von anderen Streamingdiensten, die man direkt über Netflix buchen und schauen kann, wie Peacock, so das WSJ. Netflix würde am Abo verdienen und man würde die Zuschauer in der App behalten.
Das ist ein Ansatz, den andere schon länger verfolgen, die Amazon bei Prime Video oder Apple mit der TV-App. Investoren sind jedenfalls zunehmend beunruhigt, wie Netflix weiter wachsen will und solche Probleme angeht, das zeigte auch das Interesse an Warner, damit erhoffte sich Netflix wohl etwas Wachstum zu kaufen.
Das Problem mit dem ewigen Wachstum
Am Ende hat jeder Streamingdienst das gleiche Problem: Die Aufmerksamkeit der Nutzer hat eine natürliche Grenze, der Tag hat nur 24 Stunden, und es gibt auch eine natürliche Grenze an Haushalten, die ein Abo bei einem Dienst buchen können.
Doch der Aktienmarkt kennt nur einen Weg, und der geht nach oben. Egal wie gut es also läuft, ein Stillstand ist für Dienste wie Netflix keine Option, man muss sich überlegen, wie man dauerhaft wächst. Das Problem ist, dass man so riskiert, dass man teure Fehlentscheidungen trifft, die langfristig einen negativen Effekt haben.
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