Volkswagen sprach Ende 2025 noch von einem reibungslosen Ablauf bei Scout, aber das mit dem geplanten Marktstart im Sommer 2027 wird wohl nicht klappen, wenn man einem Bericht des Spiegel glaubt. Mittlerweile peilt man eher 2028 an.

Scout: Verbrenner und Software-Probleme

Gründe gibt es mehrere, aber vor allem das Klima auf dem US-Markt hat sich jetzt geändert und Verbrenner rücken wieder in den Fokus. Bei Scout hat man darauf reagiert und zieht den Range Extender der vollelektrischen Version vor, aber diese Entscheidung bringt eben die Probleme bei der Entwicklung mit. Das kostet Geld.

Rivian, die auch für Scout die Software liefern sollen, entwickeln in erster Linie für die vollelektrische Version die Basis, nicht für den Range Extender. Und man hat wohl auch kein großes Interesse, das zu ändern. Daher soll laut Quelle jetzt sogar Cariad, die Software-Sparte des VW-Konzerns, einspringen und das alles retten.

Volkswagen: Die Sache mit den Kosten

Doch die neue Strategie macht die Sache komplexer und teurer, was im Konzern gerade gar nicht gut ankommt, da man noch mehr sparen möchte. Eigentlich sollte es das große US-Comeback im Sommer 2027 werden, doch jetzt ist auch Scout auf einmal ein Problemkind im Konzern – von dem übrigens auch Audi abhängig ist.

Immerhin möchte die VW-Marke den Standort nutzen, um selbst einen Premium-SUV (Projekt „Audi Rugged“) zu produzieren (ist noch nicht offiziell bestätigt).

Das Management im VW-Konzern dürfte also mit Spannung auf die kommenden Monate blicken und hoffen, dass die Einflüsse auf dem Weltmarkt und die Probleme bei der Software nicht direkt für die nächste Krise sorgen. Wer weiß, ob Range Extender ab 2028 noch so beliebt sind, vielleicht sind es dann wieder Elektroautos.


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  1. gast 🏆

    Da sieht man ja schön Technologieoffenheit in Aktion. Planungssicherheit ist bei mehrjährigen Zyklen einfach vollkommen überschätzt…

    1. Hans ☀️

      Gibt es wirklich Leute die so denken?
      Der Staat lässt Autos bauen, die keiner möchte. Das ist der Grund.
      Deine Aussage wäre wahr, wenn die Welt aus Deutschland bestehen würde.

      1. P45 💎

        Der Staat lässt überhaupt keine Autos bauen, noch sind dafür ausschließlich die Hersteller verantwortlich. Und falls du andeuten willst, dass „keiner“ BEV kaufen will, frage ich mich ernsthaft, warum zum Beispiel die gesamte Jahresproduktion des BMW iX3 für 2026 ausverkauft ist…

        1. gast 🏆

          Danke. Der Rest um diesen Satz herum lässt mich vemuten, dass meine Ironie nicht erkannt wurde. Aber was weiß ich schon. Ich frage mich manchmal wirklich, ob wir alle auf demselben Planeten leben und diese Welt durch die gleichen Augen und Ohren wahrnehmen.

  2. Thomas G 👋

    Was für eine schöne Überschrift!
    Eine Krise ist nächste Woche im Iran zu erwarten. Die Zulieferer haben eine Krise.

    Rivian und seine Aktionäre haben einen festen Standpunkt: sehr nachhaltig zu sein.
    Daher großen Respekt, keine Verbrenner-Software zu unterstützen.

    Das wusste VW eigentlich
    Die Frage lautet eher: Warum ist das jetzt erst aufgefallen?

    Ob sich das jetzt als Megakrise für VW darstellt?
    Aus vier Gründen nicht wirklich.
    1. Bis dahin ist PowerCo in St. Thomas in Betrieb. Die Batterien sind deutlich günstiger, als sie aus der EU zu produzieren.
    2. Trump ist dann am Ende seiner Amtszeit. (Danach werden BEVs wieder gefördert.)
    3. Audi wird das Werk dann mitbenutzen = Synergien
    4. VW kann seine F&E und Abschreibungen strecken.
    Was in der jetzt unklaren Zukunft nicht das Schlechteste ist.

    Also, jedem seine Krise.

    1. P45 💎

      Punkt zwei würde ich so nicht unterschreiben. Wenn es in den USA so weitergeht, wird der nächste MAGA-Trottel übernehmen, im schlimmsten Fall J.D. Vance. Der wird von P. Thiel und einigen anderen Akteuren fremdgesteuert und es kann noch schlimmer kommen, als es jetzt schon ist.

      1. gast 🏆

        Die sollten auf jeden Fall ein Szenario im Risk Management haben, dass die USA als Markt ähnlich abschreibt wie China. Im Worst Case können sich in ein paar Jahren nur noch die Leute da ein Auto leisten, die ganz sicher nichts elektrisches wollen.

        Ich musste da letztens an Anno 2070 denken. Es war für mich damals im Spiel unverstellbar, wie neben dieser schönen grünen Welt parallel eine solche fossile Hölle entstehen konnte. Jetzt elektrifiziert sich die ganze Welt, nur Amerika suhlt sich in Öl, Gas und Kohle.

        1. P45 💎

          Ich bin sehr gespannt, ob Kalifornien irgendwann beschließt, als Bundesstaat aus den USA auszusteigen und ein eigenständiger Staat werden will. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, welche Reaktion dann aus Washington käme. Dann werden Truppen entsandt….

  3. Dom 🏆

    Das muss sich ja unfassbar für VW lohnen, da jetzt so eine Rolle rückwärts zu machen und nochmal einen Haufen Geld nachzuschießen.

    1. Michel. 👋

      man hat ja noch 6 Milliarden gefunden.

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