Facebook: Akzeptiert Tracking, dann bleiben unsere Dienste kostenlos

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Nichts ist kostenlos, das sollte man im Internet immer wieder bedenken. Wenn ein Dienst also „kostenlos“ ist, dann seid ihr in der Regel das Zahlungsmittel, oder um genau zu sein eure Daten. Die werden für Werbung benötigt und eine beliebte Methode dafür ist das Tracking außerhalb einer App (wenn man diese verlässt).

Apple hat mit iOS 14.5 eine Option eingebaut, mit der man das App-Tracking nach dem Verlassen einer App unterbinden kann. Es ist weiterhin möglich, aber die Apps müssen euch dann fragen, ob sie das dürfen. Das ist eine heikle Situation für die Apps von Facebook, denn das Tracking ist hier ein wichtiger Bestandteil.

Facebook zeigt neues Pop-up an

Neben dem Pop-up von Apple hat man daher ein eigenes gebaut, welches vor dem von Apple gezeigt wird. Hier nennt man drei Punkte und greift dabei in eine meiner Meinung nach nicht ganz faire Trickkiste. Der erste Punkt stimmt, das Tracking ist dafür da, dass euch personalisierte Werbung angezeigt wird, die zu euch passt.

Facebook Instagram Tracking

Doch mit dem zweiten Punkt deutet Facebook so ein bisschen an, dass Facebook und Instagram nur dann kostenlos bleiben können, wenn man das Tracking bei den Apps akzeptiert. Nutzer, die sich nicht so gut mit dem Internet auskennen, werden das vielleicht so interpretieren. Die Dienste werden aber nicht kostenpflichtig.

Der dritte Punkt drückt dann noch ein bisschen auf die Tränendrüse, in dem man damit argumentiert, dass die kleinen Geschäfte leiden würden. Interessant ist, dass Facebook mit keiner Silbe erwähnt, dass vor allem der eigene Umsatz mit Werbung leiden könnte, wenn man das nicht akzeptiert – man schickt aber andere vor.

Facebook hat Angst um Umsatz

Was dürfte passieren, wenn man das Tracking deaktiviert? Werbung wird nicht mehr so personalisiert sein und der Umsatz von Facebook könnte dadurch sinken. Es ist aber unwahrscheinlich, dass die Dienste dann kostenpflichtig werden. Denn diese Strategie dürfte weiterhin lukrativer, als ein kostenpflichtiges Abo sein.

Für einen Dienst wie Spotify und Netflix zahlt man sicher gerne mal ein paar Euro, aber für Facebook? Vielleicht auch, aber mit Werbung verdient man sicher mehr.

Und was ist mit den kleinen Unternehmen? Da die Werbung nicht mehr ganz so personalisiert ist, erreichen sie vielleicht wirklich weniger Kunden. Doch die Nutzer teilen ja auch so genug Daten mit den Apps, um dennoch passende Zielgruppen zu erreichen. Und die Daten außerhalb der App haben sie nicht zu interessieren.

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