Das Statistische Bundesamt meldet für 2025 einen leichten Rückgang bei der Produktion von Fleischersatz in Deutschland.

Laut Destatis wurden 2025 rund 124.900 Tonnen vegetarische und vegane Fleischalternativen produziert. Das entsprach einem Minus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der Produktionswert sank demnach leicht auf 632,6 Millionen Euro. In den Jahren zuvor war die Herstellung solcher Produkte kontinuierlich gestiegen.

Trotz des aktuellen Rückgangs hat sich die Produktion von Fleischersatz laut den Angaben innerhalb von sechs Jahren mehr als verdoppelt. Im Jahr 2019 wurden demnach noch 60.400 Tonnen hergestellt. Erfasst werden unter anderem Tofu-Produkte, vegetarische Brotaufstriche sowie vegane oder vegetarische Wurstalternativen.

Fleischproduktion bleibt wirtschaftlich deutlich größer

Nach Angaben von Destatis lag der Produktionswert von Fleisch und Fleischerzeugnissen 2025 bei gut 45,2 Milliarden Euro. Damit übertraf die Fleischproduktion den Wert der Fleischersatzprodukte um mehr als das 70-Fache. Bereits 2019 hatte der Abstand laut Behörde deutlich höher gelegen.

Auch der Fleischkonsum stieg laut vorläufigen Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung leicht an. Der rechnerische Pro-Kopf-Verzehr lag 2025 bei 54,9 Kilogramm und damit über den Werten der beiden Vorjahre.

Info

Fleischersatzprodukte werden in der Kategorie „Vegetarische und vegane Lebensmittelzubereitungen, zum Beispiel vegetarischer Brotaufstrich, Tofuprodukte, vegetarische oder vegane Lebensmittel, die dem äußeren Anschein nach Wurst ähneln“ unter der GP-Nr. 1089 19 508 erfasst. Dazu zählen neben vegetarischen Brotaufstrichen, Sojabratlingen oder Tofu zum Beispiel auch vegetarische Wurst.

Weitere Jahresdaten zur Produktion findet ihr in der Datenbank GENESIS-Online in der Tabelle 42131-0004.


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  1. RolliC 🏆

    Hat es je einen Boom gegeben? Wohl eher einen Aufschwung. Es ist schön zu sehen, dass viele Leute ihren Weg zurück in die Normalität zu finden scheinen.

    Sehr häufig gehts ja gar nicht um das Tierwohl. Man muss die psychologische Komponente bedenken: Als Veganer hat(te) man plötzlich eine Bedeutung. Andere mussten Rücksicht nehmen, sich anpassen. Plötzlich war man der „Star“ auf jeder Gartenparty, nur Autogramme wollte halt Niemand. Veganismus als sichtbares Aushängeschild für die eigenen Minderwertigkeitsgefühle…

    Ja, hart formuliert. Wär es nur um das Tierwohl gegangen… Aber nein, idiologischer Klassenkampf zwischen Gut und Böse…

    Jetzt haben wir den „Salat!“

    1. Neuhier 🔆

      Boah ist das billig, Rolle!

    2. Genau solche Kommentare sind für mich eher ideologischer Natur, denn du framst schon, was „normal“ ist. Man könnte auch sagen, dass manche gerne in der Vergangenheit festhängen und nicht wollen, dass sich irgendwas ändert. Das Auto wurde von Kutschern auch belächelt und als abnormal bezeichnet.

      Und das von dir angesprochene Tierleid und der Einfluss auf die Umwelt werden von Fleischessern oftmals eben einfach weggelächelt, mit kleinen Witzen, weil sie es sich selbst nicht eingestehen wollen und können.

  2. Christian 🔆

    Tja….das hippe Grün sein, gibt der Geldbeutel wohl bei vielen nicht mehr her.

    1. Neuhier 🔆

      Naja, Arschloch sein kostet halt bedeutend weniger…

      1. RolliC 🏆

        Komisch, muss man gleich beleidigend werden? Hier liegt doch genau das Problem. Jemand teilt die eigenen Vorstellungen nicht und schon ist er für dich ein Arschloch??? Genau dieser Sch*** hat ide Gesellschaft kaputt gemacht.

        1. Neuhier 🔆

          Wo habe ich denn jemanden beleidigt?
          Ich habe lediglich behauptet, dass „ Arschloch sein“, für einen selbst, erfahrungsgemäß weniger Kosten verursacht, als solidarisch zu sein.
          Darfst das gerne wiederlegen.

    2. rot 🌟

      Das hippe Grün ist aber günstiger als das blutig Rote. Gibt aber halt Subventionen auf letzteres. Wenn man den echten Preis zahlen würde, sähe die Welt an vielen Stellen anders aus.

      1. RolliC 🏆

        Nein, weil die Ersatzprodukte immer noch relativ ungesund sind, viel zu viele Geschmacksverstärker enthalten und einfach selten schmecken…

        1. Ersatzprodukte haben nicht mehr oder weniger Zusatzstoffe als Fleisch, es gibt auf beiden Seiten die puren Optionen und die verarbeiteten Optionen.

        2. Neuhier 🔆

          Darauf n Tillmanns Toasty… das is sowas von simpel.

  3. Julian II. 🌟

    Das eine Art „Sättigung“ (Wortwitz :D ) ist vermutlich erwartbar.

    Ich kenne viele die sich vegetarisch/vegan ernähren und die Ersatzprodukte nicht anfassen. Somit kein Absatzwachstum.
    Gleichzeitig haben wir Menschen, die einfach gerne Wurst/Fleisch essen und darauf nicht verzichten wollen. Oder bisher nicht auf die Idee kamen, dass man sich mit dem Thema Fleischkonsum auseinandersetzt.

    Die nächsten Jahre werden sehr spannend. Die Fleisch“produktion“ wird auf lasten vieler Faktoren betrieben. Ob das noch ewig weiter geht bezweifle ich.

    1. rot 🌟

      Für mich waren „Ersatzprodukte“ eher die Übergangstechnologie, wenn man so will. Jetzt greife ich direkt zum Tofu oder esse direkt Gemüse ohne den chemischen Umweg über „Fake-Wurst“.

      Man muss aber daraus keine Grundsatzdiskussion machen. Preislich stelle ich immer wieder fest, dass ich an der Kasse weniger bezahle, wenn der Einkaufwagen viel „Grün“ enthält. Packe ich aber Fleisch oder anderes verarbeitetes Zeug rein (erst recht Süßigkeiten), dann wird es sehr schnell sehr teuer.

    2. Tim 🌟

      Zunächst ist das Pflanzen und Ausbeuten von Soja mit massiver Rodung und Vernichtung von Regenwald / Wald / nutzbaren Acker in Brasilien und Co. verbunden.

      Energetisch ist der Flächenverbrauch viel zu hoch, wenn man die Kalorienratio / Fläche bertrachtet.

      Rinder können auf Grasland/Grünland grasen, das sonst keinerlei anbautechnischen Nutzen hat. Rinder können also aus für Menschen nicht nutzbaren Acker Fleisch, Milch und Dünger/Biomasse erstellen.

      Und ja, Rinder erzeugen CO2. Das nachwachsende Grüngras verbraucht CO2.

      1. Neuhier 🔆

        Du bist also der Meinung, dass tierische Produkte besser für die Umwelt sind als pflanzliche?

  4. Neuhier 🔆

    Fleisch ist halt einfach billig! Und die Leute fahren dann fürs Geld doch lieber in den Urlaub.
    Allerdings muss ich auch ehrlich gestehen, dass ich letzte Woche seit wahrscheinlich 6 Monaten mal wieder bei McDonald’s war… der Veggieburger ist da ne Katastrophe!… und es gibt mittlerweile echt gute Alternativen

    1. Als Vegetarier darf man auch echt nicht zum goldenen M, da ist Burger King schon seit Jahren deutlich besser.

      1. rot 🌟

        Das Angebot vom M ist mittlerweile echt eine Katastrophe mit sehr vielen $$$ dran. Aber ist BK besser? Immer wenn ich es versuche, werde ich davon abgeschreckt, dass alles extra kostet und man am Ende direkt ins „richtige“ Restaurant gehen kann.

        1. Du, ich esse bei diesen Ketten 1-2 im Jahr. Gerade erst wieder gemacht und vergessen, wie miserabel das mittlerweile für diesen Preis ist. Wenn mir aber einmal im Halbjahr nach Junkfood ist, und irgendwie kommt diese Lust dann doch mal auf, dann finde ich BK schon deutlich besser. Auch gerade erst gemerkt, weil wir keinen in der Nähe haben und Mägge anfuhren, was ich so schnell nicht wieder machen werde.

          1. Hans Wurst 🍀

            Long Chicken vs. Long Chicken plant based: Ich finde ersteres mittlerweile einfach nur noch ekelhaft. Der plant based schmeckt richtig gut, wenn man noch Käse drauf macht. Aber insgesamt einfach zu teuer, egal welcher. Letzterer ist ja ein paar Cent günstiger.

  5. Matze51 💎

    Iwann sind die Pflanzen ja auch mal aufgegessen 😔

    1. Robert 💎

      Warum kommentierst du eigentlich immer so einen Quatsch? Denkst du nicht nach vor dem Schreiben oder willst du witzig sein?

        1. Robert 💎

          Hast du ein Problem damit? Ich werde auch immer darauf angesprochen, was ich hier poste. Wenn andere irgendwelchen Schwachsinn posten darf man doch mal nachfragen, was hier los ist

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