Porsche legt Taycan neu auf: Das Elektroauto wird zum „Verbrenner“

Porsche traf mit dem Taycan damals voll ins Schwarze, das erste Elektroauto aus Zuffenhausen verkaufte sich direkt zum Start hervorragend. Dann kam der Absturz und Porsche glaubt seit dem, dass die Kunden lieber einen Verbrenner wollen.

Daher macht man den Taycan zu einem „Verbrenner“, also nicht wirklich, aber er soll sich mehr wie einer anfühlen. Dafür gibt es zwei Neuerungen. Einmal E‑Shift, eine Fake-Gangschaltung, über die man bei Hyundai erst lachte, sie aber später lobte und jetzt kopiert. Es gibt sogar „Schaltwippen“ beim neuen GT-Sportlenkrad.

Aktiviert wird E-Shift über einen Knopf am Lenkrad, beim Porsche Taycan GT ist diese Option serienmäßig verbaut, bei den anderen Modellen kostet sie aber extra.

Der zweite Punkt ist ein neuer Porsche Electric Sport Sound, den ihr euch übrigens im Pressebereich von Porsche anhören könnt. Dieser klingt jetzt noch mehr nach einem Verbrenner und er unterstützt die Fake-Gangwechsel. Diese Kombination soll „mehr Emotionen“ wecken, so Porsche. Das ist nötig, der Taycan ist eingebrochen.

Technisch tut sich auch etwas, wenn auch nicht viel, denn die 700 km Reichweite knackt man jetzt, aber wohl nur durch neue Reifen, es klingt nicht so, als ob man im Taycan neue Akkus nutzt. Und ein neues Porsche Communication Management (PCM) ist ebenfalls mit dabei, das bringt vor allem eine bessere Performance mit.

Und es klingt so, jedenfalls gibt es jetzt „Drittanbieter-Apps“, als ob da endlich auch Android Automotive die Basis ist, wie beim Macan und Cayenne. Aber es bleibt bei einem kleinen Display in der Mitte und darunter gibt es auch wieder nur Touch. Das hätte Porsche ändern müssen, beim Macan zeigte man ja, dass es nicht gut ist.

Aber vermutlich wäre das zu teuer bei der Entwicklung geworden und der Taycan bekommt nicht mehr die Liebe und Aufmerksamkeit, wie noch vor ein paar Jahren.

Der neue Porsche Taycan für das Modelljahr 2027 kann ab sofort bestellt werden und jetzt wird sich zeigen, ob das die richtigen Ansätze sind, um die extrem stark eingebrochene Nachfrage wieder anzukurbeln. Ich glaube es nicht, auch wenn es ein Schritt in die richtige Richtung ist, aber das werden die Kunden entscheiden.

Ich persönlich hätte versucht die Reichweite weiter zu optimieren, hätte das Display in der Mitte größer gemacht, Apple CarPlay Ultra hinzugefügt, das Touchpanel in der Mitte bei der Klimaanlage gestrichen und die Optik überarbeitet, der Taycan vor dem Facelift gefällt mir virl besser. Mal schauen, was die Zahlen zeigen werden.


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  1. zoula 👋

    Die sollten den Blick lieber nach vorne – in die Zukunft – richten.

  2. Axel ☀️

    Der Taycan und vor allem das Infotainment basiert auf einer uralten Plattform, so einfach kann man da keine Sachen die Du dir wünscht ändern. Und das ist auch das Problem am Taycan, den Chinesen ist er zu alt, und hier gibt es zu viele Probleme damit. Das wird erst besser, wenn er mal komplett neu wird. Ob das Porsche macht ist fraglich,

    1. Oh, das geht schon, unter der Haube steckt ja auch ein neues PCM. Das mit dem Aufbau in der Mitte könnte man durchaus optimieren. Ja, das mit dem Touch für die Steuereinheiten ist schwieriger, aber machbar, die Plattform des Macan (PPE) baut ja auf der des Taycan (J1) auf. Eine neue Generation mit SSP Sport muss man da nicht abwarten. Aber man muss es wollen und das Geld in die Hand nehmen und neue Bauteile bestellen.

      Porsche will es nicht.

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