Ein iPhone für 15 Euro pro Monat: Apple startet Leasing-Programm
Apple hat heute „Apple Upgrade“ angekündigt, ein ganz neues Modell, bei dem man ausgewählte Produkte der Marke leasen kann. Dieser Schritt hat sich bereits angedeutet, bisher ist aber unklar, ob das Angebot auch in Deutschland startet.
In den USA kann man ein iPhone ab umgerechnet knapp 15 Euro im Monat leasen, eine Apple Watch gibt es ab knapp 10 Euro und ein iPad ebenfalls. Aber man kann auch 28 Euro für ein Apple iPhone 17 Pro zahlen und ein Mac Studio liegt dann schon bei über 40 Euro im Monat. Apple Upgrade hat vor allem aktuelle Produkte.
Je nach Produkt kann man ein bis drei Jahre leasen und am Ende gibt man es bei Apple zurück oder kauft es. Partner ist Klarna und die Details gibt es bei Apple.
Damit reagiert Apple auf die massiv gestiegenen Preise, bei denen noch kein Ende in Sicht ist. Wer sich jetzt kein iPhone mehr leisten kann, der least es sich, wie bei einem Auto. Ich bin mal gespannt, wie das angenommen wird, ob sich das lohnt und ob es Apple später global anbieten wird, aktuell gibt es das nur in den USA.
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„Lohnt“ sich das in euren Augen?
… sollte sich auch keines leasen!
Apple Watch für einen 10er im Monat klingt natürlich nett. Die Rückgabe wird aber dann vermutlich teuer, so schnell wie eine Apple Watch Kratzer / Macken bekommt. War jedenfalls bei mir so und ich gehe sehr pfleglich mit meinen Produkten um.
Exakt, da sollte man sich überlegen, ob man Titan wählt, meine S10 sieht wie neu aus, vor allem das Saphirdisplay hat bei mir in all den Jahren keinen Kratzer bekommen.
„you will own nothing and you will be happy“ diese Utopie, auch wenn das jetzt weit hergeholt ist, aber dass das nun nicht nur bereits für Software Standard ist und nun auch für Materielles Einzug nimmt, könnte einem zu Denken geben.
Will hier nicht den Teufel an die Wand malen 😂 für den ein oder andere bestimmt interessant, mal ein iPhone auszuprobieren, ohne es gleich kaufen zu müssen
Wobei das in der digitalen Welt schon seit Jahren der Fall ist. Ein falsches Update oder eins zu wenig, was für die Zukunft benötigt wird, und das „Produkt“ ist ein Briefbeschwerer. Ein Ersatzteil, was nicht mehr produziert wird, und ein Auto bleibt für immer stehen. Eigentlich ist es sogar schon immer eine Thema im Kapitalismus.
Und im Kontext „Besitz belastet“ klingt das auch nicht mehr so schrecklich. Wenn einem allerdings die Option auf tatsächlichen Besitz gar nicht mehr geboten wird, dann sehe ich das Problem auch.
Vor allem, wenn wir immer mehr auf Pump leben und den Kapitalismus bis ins Extrem ausreizen, weil alles teurer werden muss, damit Unternehmen wachsen können.
Hinweis zu der sehr simplifizierten Aussage:
https://ibb.co/Jwvxq5yd
Kann man sowas heute nicht mehr selbst schreiben?
Ich hatte nicht viel Zeit – ich gestehe, das Einbinden hat nicht so ohne Weiteres funktioniert.
Deshalb hier nun einmal einige Zahlen und Fakten, nur um der grassierenden „gefühlten Wahrheit“ zu begegnen.
Also – wir leben keineswegs immer mehr auf Pump. Die private Verschuldung in Deutschland ist im Verhältnis zum BIP) seit Jahrzehnten stabil bis rückläufig (Privatverschuldung im Verhältnis zum BIP um das Jahr 2000: über 100 %, heute bei ca. 72 %. Die Sparquote deutscher Haushalte gehört zudem mit rund 10–11 % zu den höchsten weltweit.
Und auch in den USA, Höhepunkt vor der Finanzkrise 2008 bei 100%, jetzt 68-70%.
Und auch wenn es beim Unternehmenswachstum vielschichtig ist und es sich von Unternehmen zu Unternehmen unterscheiden mag: Es entsteht primär durch mehr Menge oder Qualität, nicht durch höhere Preise. Unternehmenswachstum (reales Wachstum) bedeutet, dass eine Firma mehr Produkte verkauft, neue Märkte erschließt oder effizienter produziert. Gerade Elektronik ist tendenziell effektiv sehr viel günstiger geworden, wenn man nicht gerade sehr kurze Zeiträume anschaut.
Apple verdient im Vergleich zu 2015 mit den iPhones tatsächlich ca. 10 Prozent mehr (kaufkraftbereinigt) – was aber vor allem am oberen teureren Ende liegt. Das Standard-iPhone ist seitdem ca. 3 Prozent günstiger geworden.
Der Börsenwert ist davon entkoppelt, ist von 2015 bis heute gewachsen von ca. 583 Mrd. USD auf ca. 5000 Mrd. USD.
Noch andere Zahlen, die man vielleicht nicht auf dem Schirm hat, jetzt für Deutschland:
Die Bruttolöhne sind seit 2007 um rund 57 % bis 60 % gestiegen, die Reallöhne (kaufkraftbereinigt) immerhin noch 12-13 Prozent.
Das scheint aber nicht für die eher jungen und eher alten Menschen zu gelten, siehe: https://www.creditreform.de/aktuelles-wissen/pressemeldungen-fachbeitraege/news-details/show/berufsende-und-konsum-altersarmut-und-junge-ueberschuldung-steigen-drastisch#:~:text=Wie%2520der%2520im%2520November%2520vorgelegte%2520%E2%80%9ESchuldnerAtlas%2520Deutschland,von%2520sogenannten%2520%E2%80%9Eharten%E2%80%9C%2520F%C3%A4llen%252C%2520also%2520solchen%2520mit