Audi A2 e-tron: Das neue Elektroauto überzeugt, hat aber ein Problem
Audi hat erste Medien eingeladen und sie einen Prototypen des kommenden A2 e-tron fahren lassen. Der Verbrauch war gut, aber man nutzte eine optimale Strecke und die kleine Version beim Akku und der Leistung. Da sagt also nicht so viel aus.
Audi A2 e-tron liefert wieder Qualität
Doch das Fazit zum Innenraum fand ich bei Edison durchaus interessant, denn die schreiben, dass der Audi „wieder jene Sorgfalt, mit der Audi über viele Jahre den Maßstab im Volkswagen-Konzern setzte“ vermittelt. Qualität „wie in alten Zeiten“.
Das ist doch mal eine gute Nachricht, denn mit der MEB-VW-Technik und der eher bescheidenen Qualität gab es nur wenige Argumente für einen Audi Q4 e-tron. Es sei denn, man will unbedingt Audi, aber so richtig abheben tut sich der SUV nicht.
Audi A2 e-tron nutzt die falsche Basis
Doch das neue Elektroauto „A2“, welches die Zielgruppe von Audi im elektrischen Segment nach unten erweitern soll, hat ein Problem, so der Bericht. Es erinnert sehr viel an den alten A2, nur nicht die Basis, das ist quasi ein VW ID.3 Neo von Audi.
Doch der alte A2 nutzte nicht den „Golf“ als Basis, sondern den „Polo“. Ein Audi A2 e-tron hätte also die gleiche Basis wie der kommende VW ID Polo nutzen müssen. Dieser elektrische Audi A2 startet allerdings bei fast 40.000 Euro in Deutschland.
Ein Audi A2 e-tron auf Basis des VW ID Polo für 30.000 Euro wäre die bessere Wahl gewesen, hätte aber eben für eine geringere Gewinnmarge gesorgt. Eigentlich ist es eher ein A3, aber den Namen will man nicht nutzen (wie VW beim Golf auch).
Der Audi A2 e-tron erinnert also durchaus an den alten Audi A2, der ein effizientes Auto war, aber er ist größer und vor allem viel teurer. Mit mehr Akku, Ausstattung und Leistung wird man schnell bei über 50.000 Euro liegen. Ob das wirklich klappt?
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Das wird der Verkaufsschlager
Bin der gleichen Meinung. Genau das, was Audi momentan braucht.
Unabhängig von meiner unten geäußerten Kritik an manchen Designentscheidungen denke ich das tatsächlich auch. Der Ur-A2 war seiner Zeit einfach um zehn bis fünfzehn Jahre voraus, so wie viele andere Autos, die später Kultstatus erlangten (z.B. NSU Ro80).
Immerhin hat es Audi mit der ikonischen Form einen neuen cW-Bestwert in der Kompaktklasse zu schaffen (0,24). Die ersten Verbrauchstests auf YouTube bestätigen die Effizienz. Leider gibt es noch keine Angaben zum Kofferraumvolumen und einer möglichen Anhängelast, zumindest habe ich nichts gefunden.
Alles in allem ein höchst interessanter Neuzugang im MEB(+) Bereich.
Man nimmt also das Flop-Design von damals, ergänzt mit ein paar „modernen“ generischen Elementen und macht das Auto, welches damals schon zu teuer war nochmal teurer.
Ich weiß man darf die Preise von vor 20 Jahren nicht eins zu eins vergleichen aber 16 000 vs 40 000 scheint mir doch eine leichte Preiserhöhung.
Schreit geradezu nach einem Erfolgsmodell.
Interessanter Ansatz um die MEB Plattform weiter zu optimieren. Aber es gibt aus meiner Sicht einige NoGo‘s an dem Modell. Da wären zunächst diese absolut unsäglichen Türgriffe (die Bezeichnung „Griff“ verbietet sich fast schon). Zum anderen finden sich am Lenkrad offensichtlich Touch Elemente. Ich hatte gedacht, dass der Konzern inzwischen kapiert hätte, dass sowas absoluter Müll ist. Die neuen Lenkstockhebel habe ich noch nicht ausprobieren können, sie scheinen aber auch nicht gerade der Hit zu sein. Beim Fahrerdisplay scheint Audi den gleichen Fehler zu machen wie beim neuen Q3. Riesiger Screen mit vergleichsweise kleinem Display umgeben von einem überbreiten schwarzen Rand. Sieht scheußlich aus. Das Top-Modell mit 79kWh und 326PS (S2?) dürfte dann schon weit jenseits der 60.000€ liegen. Könnte schwierig werden…