Dehoga lehnt Pflicht zur Kartenzahlung in der Gastronomie ab

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Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga lehnt eine verpflichtende Bereitstellung digitaler Bezahlmöglichkeiten in der Gastronomie ab.

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga, Ingrid Hartges, hat sich gegen eine gesetzliche Pflicht zur Kartenzahlung ausgesprochen.

Sie verwies darauf, dass insbesondere bei sehr kleinen Beträgen wie einer Kugel Eis, einem Kaffee oder einem Bier zusätzliche Gebühren anfielen, die wirtschaftlich nicht verhältnismäßig seien. Entsprechende Verpflichtungen könnten nach ihrer Darstellung vorwiegend kleinere Betriebe belasten.

Auslöser der Debatte ist eine Forderung aus Niedersachsen, digitale Zahlungsoptionen in Gaststätten verpflichtend vorzuschreiben. Laut Hartges sei Kartenzahlung in der Branche bereits weitverbreitet.

Sie verwies auf eine Erhebung von Mastercard, wonach fast 90 Prozent der gastronomischen Betriebe bargeldloses Bezahlen anböten. Eine gesetzliche Vorgabe hält der Verband dennoch nicht für erforderlich.

Experten wie die DSTG (Deutsche Steuer-Gewerkschaft) weisen seit geraumer Zeit darauf hin, dass Barzahlungen in der Gastronomie eine Einladung zur Steuerhinterziehung sind.

Position des Dehoga zu Kartenzahlung und Digitalisierung

Zentrale Aussagen des Verbands:

Laut einer älteren Erhebung wünscht sich etwa die Hälfte der Deutschen eine Kartenzahlungspflicht. Wie neulich bereits angemerkt, erhoffe auch ich mir eine solche Regelung. Für mich ist nur diese Wahlfreiheit ein echtes Merkmal von Freiheit beim Bezahlen.

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