Elektroauto-Förderung: Tesla führt vor Škoda

Das Umweltministerium veröffentlicht erstmals Zahlen zur E-Auto-Prämie, die deutliche Unterschiede zwischen den Herstellern zeigen.

Bis Ende Juni wurden nach Angaben des Umweltministeriums Fördermittel in Höhe von 53,9 Millionen Euro aus dem insgesamt drei Milliarden Euro umfassenden Programm bewilligt. Jetzt gibt es auch Details, wie sich diese Förderung verteilt.

Die nun bekannt gewordenen Daten gehen auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Julian Joswig (Grüne) zurück. Berücksichtigt sind ausschließlich bereits genehmigte Anträge, sodass sich die Rangfolge im weiteren Jahresverlauf noch verändern kann.

Tesla führt die Statistik derzeit mit 2.086 bewilligten Förderungen an. Dahinter folgen Škoda sowie weitere Hersteller mit vergleichsweise ähnlichen Werten. Auffällig ist, dass Leapmotor mit 613 bewilligten Anträgen aktuell vor Volkswagen liegt, das bislang auf 593 genehmigte Förderungen kommt.

Bisher bewilligte Anträge für die Elektroauto-Prämie nach Hersteller

E-Auto-Prämie begünstigt bislang vor allem günstige Modelle

Laut den vorliegenden Zahlen entfällt auf Leapmotor gemessen an den Verkaufszahlen ein vergleichsweise hoher Anteil geförderter Fahrzeuge. Das Unternehmen setzte im ersten Halbjahr rund 7.800 Fahrzeuge in Deutschland ab.

Volkswagen verkaufte im gleichen Zeitraum rund 50.000 Elektroautos. Als möglicher Grund gilt das günstigere Preisniveau vieler Modelle von Leapmotor und BYD. Da die Förderung an das Haushaltseinkommen gekoppelt ist, könnten preiswerte Fahrzeuge häufiger die Fördervoraussetzungen erfüllen.

Auch Tesla weist bislang einen höheren Förderanteil als Volkswagen auf. Nach Unternehmensangaben dürfte ein großer Teil der geförderten Fahrzeuge aus der Produktion in Brandenburg stammen, da insbesondere das Model Y in Deutschland stark nachgefragt wird.

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