Schock bei Audi: Flaggschiff wird offiziell eingestellt

Der Audi A8 war viele Jahre das Vorzeigemodell aus Ingolstadt und zeigte immer mal wieder, was im VW-Konzern technisch möglich ist. Modelle wie ein A8 oder auch die S-Klasse von Mercedes und der 7er von BMW sind Flaggschiffe, die für das Image da sind und mit der gerne ganz neue Technologien eingeführt werden.

Der Audi A8 hat keine Zukunft

Doch jetzt ist offiziell Schluss, was Audi diese Woche final bestätigt hat und ein „Schock“ für den Standort in Neckarsulm war, wo der Audi A8 gebaut wird. Doch das Problem war leider abzusehen und deutete sich letztes Jahr an. Porsche hat das Interesse an Elektroautos verloren und bringt sein Modell nur mit Verbrenner.

Audi wollte mit dem neuen A8 e-tron aber ein Vorzeigemodell für Elektroautos auf den Markt und die 2021 vorgestellte Studie „Grandsphere“ in Serie bringen. Doch man macht das, was auch Porsche macht, statt eines neuen Audi A8 wird es einen Audi Q9 als Flaggschiff der Marke geben, einen 5+ Meter langen Verbrenner-SUV.

In China wird der A8 noch produziert, Ende des Jahres ist aber auch dort Schluss, so die Automobilwoche. Dieses Jahr wird also das Ende für die Ikone sein. Und ich sage es jetzt knallhart: Ich will kein Jammern hören, wenn die deutschen Marken in ein paar Jahren wirklich ernste Probleme bekommen und dann nach Hilfe rufen.

Der Verbrenner hat keine Zukunft

China läuft uns gerade massiv den Rang ab und ja, man wird nochmal ein paar der Verbrenner verkaufen können, aber diese Technologie ist nicht die Zukunft und der Wandel wird kommen, es ist nicht klug, wenn man das Geld bei Vorzeigemodellen, die neue Technologien einführen können, in eine veraltete Technologie steckt.

Der Vergleich passt nicht immer, aber die Parallelen sind da. Nokia investierte kurz vor dem Ende viel Geld, um Symbian für die Zukunft vorzubereiten, aber iOS und Android waren da nicht mehr einzuholen. Dann folgte externe Hilfe (Windows Mobile), eine Übernahme (Microsoft) und selbst mit Android scheiterte die Marke.

Die Innovationen wurden in den USA und Asien entwickelt und eine Aufholjagd ist möglich, aber sie ist extrem teuer und darf nicht zu spät eingeleitet werden. Im VW-Konzern werden meiner Meinung nach gerade Fehlentscheidungen getroffen, die langfristig für das Aus von einigen Marken sorgen könnten – oder sogar werden.

Wer bei einer Disruption nicht den Mut mitbringt, dass er das Alte dem Neuen opfert, der verliert. Sollte das Management bei Audi und Porsche als zum Beispiel an den Klimawandel glauben, dann ist es schlicht dumm, wenn man eine Strategie entwickelt, die dagegen arbeitet. Auch, wenn man kurzfristig mehr Geld verdient.

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