Und wo bleibt Android 4.3?

  • AutorOliver Schwuchow
    Veröffentlicht am 16. Mai 2013 unter Firmware, Google

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Wie bei jeder I/O von Google wurde auch in diesem Jahr wieder fest mit einem Update für Android gerechnet, welches allerdings nicht so groß ausfallen und eher in Form von Android 4.3 vorgestellt werden sollte. Schon Wochen vorher tauchte die Version in zahlreichen Server-Logs auf und kurz vor der Keynote gab es dann sogar Hinweise bei Google selbst. Doch dann wurde während der dreistündigen Keynote zwar ein neuer Dienst und ein neues Design nach dem anderen vorgestellt, von einer neuen Android-Version war allerdings nicht die Rede. Keine neuen Nexus-Geräte (mit Ausnahme des Galaxy S4 in der Google-Version) und auch kein großes Android-Update.

Man hatte zwar schon im Vorfeld angekündigt, dass es dieses Jahr anders wird, aber ein kleines Update für Android sollte doch immer drin sein bei einem solchen Event, oder? Google hat sich dazu entschieden seine Strategie zu ändern und das nicht erst seit gestern, schon seit einigen Monaten versucht man die Update-Zyklen für Android besser an die Hersteller und Nutzer anzupassen. Und schauen wir uns doch mal die Ankündigungen von gestern an, eine neue Maps-Version, ein neuer Gaming-Dienst, ein neuer Messenger, mehr Optionen für Play Books und ein Service für Musik-Streaming. Noch ein paar kleine optische Änderungen und wir haben Android 4.3 Jelly Bean.

Mit einer Ausnahme: Google hat all diese Neuerungen angekündigt, oder teilweise auch schon online gestellt, muss allerdings kein Update für Android verteilen. In der Vergangenheit wäre das so nicht möglich gewesen und ich glaube in Zukunft wird dieser Prozess weiter anhalten. Ich kann mir zwar gut vorstellen, dass wir vor Android 5.0 noch mal ein kleines Update in Form von Android 4.3 sehen werden, doch in ein paar Monaten wird alles auf große Updates hinaus laufen. Google wird im Hintergrund sicherlich schon fleißig an Android 5.0 Key Lime Pie arbeiten, das ist aber wohl einfach noch nicht fertig und kommt dann eben zu einem späteren Zeitpunkt.

Hersteller haben den Vorteil ihre Geräte erst mal in Ruhe auf Jelly Bean, auch wenn es hier natürlich auch Unterschiede gibt, denn die einen setzen noch auf Android 4.1 und andere schon auf Android 4.2, zu bringen und können ein bisschen durchatmen. Nutzer mit einem neuen Flaggschiff (zum Beispiel HTC One oder Samsung Galaxy S4) müssen sich nicht ärgern, dass ihr neues Gerät schon wieder mit einer alten Version von Android läuft, gleichzeitig kommen sie in den Genuß der neuen Dienste und Updates. Eine Win-Win-Situation, die irgendwann für ein Ende dieser Diskussion sorgen wird. Jetzt muss Google seinen Fokus nur mal verstärkt auf den internationalen Markt ausrichten, denn die USA sind nicht der Mittelpunkt der Erde und Dienste wie All Access für Musik würden wir in Deutschland auch ganz gerne zum Start nutzen.

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