Amazon Prime Video Ultra: Das steckt hinter dem neuen Abo

Amazon stellt sich mit Prime Video neu auf und macht den Streamingdienst mal wieder etwas unattraktiver, in dem man Preis anhebt und Funktionen entfernt. Aber man macht ihn auch ein bisschen übersichtlicher, denn es gibt eine neue Struktur.
Amazon Prime Video Ultra: Das sind die Vorteile
Ab dem 10. April gibt es, beginnend in den USA, zwei Abos. Wobei, wenn man es ganz genau nimmt, gibt es mit Amazon Prime Video Ultra ein neues Abo. Man kann Amazon Prime Video immerhin nicht mehr ohne Amazon Prime buchen.
Für 4,99 Dollar pro Monat, also vermutlich 4,99 Euro pro Monat, gibt es mehrere Vorteile. Der Umfang ist allerdings bei beiden Abos identisch, es gibt also alle Filme und Serien, das Ultra-Abo bringt lediglich ein paar Vorzüge bei der Qualität mit:
- Steaming in 4K, ohne gibt es maximal FHD. HDR ist allerdings bei beiden Abos enthalten, sogar Dolby Vision.
- Sound in Dolby Atmos, eine Angabe zum Sound für die Basisversion gibt es allerdings nicht bei Amazon.
- Keine Werbung, ohne Ultra gibt es Werbung und Amazon baut die Länge und Anzahl der Anzeigen immer weiter aus.
- Man kann auf 5 Geräten gleichzeitig streamen, in der normalen Version von Prime Video erlaubt Amazon aber auch 4 Streams.
- 100 Downloads können offline gespeichert werden, ohne das teurere Abo sind es 50 Downloads.
Wer Amazon Prime jährlich bezahlt, der kann Amazon Prime Video Ultra übrigens für 45,99 Dollar pro Jahr buchen und spart dabei 23 Prozent. Deutsche Preise und Details gibt es noch keine, ich rechne aber noch 2026 mit dem Ultra-Abo bei uns.
Amazon Prime Video Ultra: Schritt war abzusehen
Schlechte Nachrichten gibt es immer an einem Freitag, wenn sie geplant sind, und die Meldung ging sogar für eine solche Meldung sehr spät online, da hat Amazon den letzten Zeitpunkt abgewartet. Wir haben daher erst am Samstag berichtet.
Amazon weiß genau, dass das so ziemlich alle Kunden verärgern wird.
Doch der Schritt kommt nicht überraschend, denn Amazon will seine Dienste schon seit einigen Monaten lukrativer gestalten. Vermutlich hat man erkannt, dass am Ende nicht so viel bei Prime selbst hängen bleibt und ändert daher das Konzept.
Bei anderen Anbietern, soweit ich weiß bei allen, ist es übrigens normal, dass es 4K nur im teuersten Abo gibt, und auch Werbung in der Basis hat sich durchgesetzt. Die 5 Euro Aufpreis sind im Vergleich zu Netflix und Co. sogar gar nicht mal so schlecht und mich überrascht, dass es ohne Ultra jetzt sogar Dolby Vision gibt.
Aber man muss auch sagen, und wir haben es gerade erst wieder erlebt, dass die Werbung bei Amazon Prime Video schon extrem viel und mittlerweile lang ist. Mit den anderen Einschränkungen können viele leben, das dürfte entscheidend sein.
Ich vermute aber auch, wenn ich mir die restlichen Angebote von Amazon und deren Entwicklung so anschaue, dass dieser Stand nicht bleibt. Die Zeiten von extrem billig und subventioniert und dennoch guter Qualität sind jetzt vorbei.
Der Schritt zu diesem neuen Aufbau hat sich übrigens schon vor langer Zeit bei guten Quellen angedeutet, ein drittes Abo für Amazon Prime Video wäre denkbar.
Amazon Prime Video Ultra: Meine Meinung
Mich persönlich stört das alles gar nicht so sehr, ich nutze seit Jahren kein Prime mehr, überlege, ob ich mich bis Ende des Jahres von Alexa distanziere (weil die neue Version ohne Prime zu teuer ist) und Prime Video hat für uns kaum Inhalte.
Ab und zu schauen wir eine Serie, da ich das Abo für Prime Video mitbenutzen darf, aber da lebe ich dann mit Werbung. Und da es keine ganz großen Highlights sind und es HDR in der Basis gibt, werde ich eben auf 4K verzichten. Aber ich bin mir sicher, dass Amazon mehr macht, damit das Ultra-Abo in Zukunft attraktiver wird.
Amazon Prime bietet vollen Zugriff auf die Inhalte von Prime Video und kann über eine kostenlose Probemitgliedschaft 30 Tage getestet werden.
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Boooo … Next.
Der ewig währende Kreislauf geht weiter. Die Piraterie wird wieder zunehmen und die Umsätze werden mit steigender Fragmentierung pro Service abnehmen. Anschließend konsolidiert sich der Markt hoffentlich wieder und wir haben wieder 2-3 Services. Ich verstehe nicht wieso das Musikstreaming kein Vorbild ist. Dort kann ich auch mit Spotify, Apple Music, Deezer etc. auf so gut wie alles zugreifen (Nischen mal außen vor) und jeder kann den Dienst nutzen den er mag.
Weil das hier ein anderes Konzept ist, bzw. es viele gibt. Amazon will nur Prime-Kunden, Apple will Prestige/Werbung, Netflix will Geld verdienen und so weiter. Bei Musik gibt es das auch, aber es ist simpler. Und dann gibt es eben nur 3 Labels und nicht zig Filmstudios.