Banken-Ranking 2026: Sparkasse vor ING und Volksbanken

Die Sparkasse ist laut dem Markenradar Banken 2026 Deutschlands „stärkste Bankmarke“ und liegt knapp vor der ING.

Für die Studie des Marktforschungsinstituts Delphi Research bewerteten 4.400 Bankkunden zwischen 16 und 70 Jahren insgesamt 18 Bankmarken. Im Markenstärke-Index erreicht die Sparkasse 67 Punkte, gefolgt von der ING mit 66 und den Volksbanken Raiffeisenbanken mit 65 Punkten. Trade Republic landet als stärkste Neobank mit 52 Punkten auf Rang vier.

Banken-Ranking 2026: Sparkasse punktet bei Jung und Alt

Bemerkenswert sind die Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Die Sparkasse führt sowohl bei der Generation Z mit 78 Punkten als auch bei den Babyboomern mit 66 Punkten. Bei den 30- bis 61-Jährigen liegt dagegen die ING vorne.

Revolut schafft es bei der Generation Z auf Rang drei, während die Neobank bei der Generation X lediglich Platz 14 erreicht. Die ING kommt bei jungen Kunden nur auf Platz fünf.

Rang Bank Index
1 Sparkasse 67
2 ING 66
3 Volksbanken Raiffeisenbanken 65
4 Trade Republic 52
5 Targobank 51
5 DKB 51
7 Commerzbank 50
8 Revolut 48
9 Deutsche Bank 46
9 Santander 46
11 Comdirect 43
11 Postbank 43
13 Consorsbank 38
13 N26 38
13 HypoVereinsbank 38
16 C24 33
16 Scalable Capital 33
18 Flatex 18

Weitere Ergebnisse der Untersuchung:

  • 89 Prozent der Befragten kennen die Sparkasse.
  • Bei der reinen Markenattraktivität führt die ING vor Trade Republic, Scalable Capital, Revolut und C24. Die Sparkasse gewinnt das Gesamtranking vor allem durch ihre hohe Bekanntheit.
  • Glaubwürdigkeit und Fairness beeinflussen die Markenattraktivität besonders stark.
  • Günstige Konditionen stehen unter 22 untersuchten Eigenschaften nur auf Platz 15.

Junge Bankkunden sind risikofreudiger und wechselbereiter

Die Studie liefert auch interessante Einblicke in das Finanzverhalten der Generation Z. Rund jeder Dritte ist bereit, für höhere Renditen größere Risiken einzugehen. Mehr als jeder Dritte gibt außerdem an, häufig keinen genauen Überblick über die eigenen Finanzen zu haben.

Fast die Hälfte der jungen Befragten kann sich einen Wechsel der Hauptbank vorstellen. Für mehr als jeden Dritten wäre ein gutes KI-Angebot dafür ein Grund. Allerdings lehnen ähnlich viele einen solchen Wechselgrund ab.

KI im Banking: Unterstützung ja, Kontrolle nein

Obwohl vier von fünf Befragten zumindest gelegentlich KI nutzen, vertrauen ihr nur 15 Prozent grundsätzlich bei Finanzentscheidungen. Zwei Drittel sehen es kritisch, wenn KI zunehmend eigenständig Entscheidungen trifft.

Besonders gefragt sind KI-Anwendungen zum Schutz vor Betrug. Automatisierte Anlageberater stoßen dagegen auf das geringste Interesse. Nur etwa jeder Sechste hält KI-Agenten für geeignet, eigenständig Geld zu bewegen.

Interessant ist zudem, dass knapp zwei Drittel der grundsätzlich für Finanz-KI offenen Befragten eher einer KI ihrer Bank als einer allgemeinen KI wie ChatGPT vertrauen würden. Gleichzeitig zweifeln fast ebenso viele aller Befragten an der Unabhängigkeit einer Bank-KI.

Für Banken ergibt sich daraus ein durchaus interessantes Bild: Digitale Innovationen können gerade jüngere Kunden ansprechen. Bei der Markenstärke spielen Vertrauen und Glaubwürdigkeit aber weiterhin eine größere Rolle als günstige Konditionen oder möglichst viel KI.


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