Ein „elektrischer 911er“: Renault will Porsche zeigen, wie es geht

Porsche überlegt, ob man den elektrischen 718er doch nicht auf den Markt bringt, und einen elektrischen 911er schließt man seit Jahren aus. Zwar nicht mehr ganz so vehement wie am Anfang, aber Verbrenner stehen derzeit wieder hoch im Kurz.
Diese Lücke wollen einige Marken nutzen, denn ohne einen „echten“ Sportwagen mit Elektroantrieb von Porsche wittern viele ihre Chance. Wie Renault, die mit dem Alpine A110 sowas wie einen elektrischen 911er für die Zukunft aufbauen wollen.
Der A110 ist die Ikone der Performancemarke, die immer mehr in den Fokus von Renault rückt, und mit dem Schritt zu einem Elektroauto, will man das Modell fit für die Zukunft machen. Basis ist ein etwas älteres Konzept, der Renault 5 Turbo 3E.
Alpine A110: Ein leichter Elektro-Sportwagen
Zwei Elektromotoren, über 500 PS, wenig Gewicht (unter 1,5 Tonnen), ein Akku mit 70 kWh, das sollen die Eckpfeiler der Alpine Performance Platform (APP) sein, wie Autocar nach einem Gespräch mit Philippe Krief, dem Chef der Marke, berichtet.
Der Alpine A110 soll das werden, was Porsche derzeit wohl nicht hinbekommt, oder nicht (im Falle des 911er) realisieren möchte, weil man noch fest an die Zukunft mit Verbrenner glaubt. Alpine plant hier einen echten und sehr leichten Sportwagen.
Und der Vergleich mit Porsche ist von Philippe Krief so gewollt, man möchte, dass Kunden von Porsche kurz „zögern“ und über Alpine nachdenken. Der Alpine A110 wird 2027 als Elektroauto erneuert, könnte allerdings noch 2026 enthüllt werden.
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Ein elektr. 911 wird nie funktionieren. Sportwagen fährt man wegen den Emotionen und die bringt ein E Auto nicht. Wenn man Beschleunigung will, kann man günstiger E Autos kaufen.
Kompletter Käse so eine Aussage. Für mich weckt ein Elektroauto nicht weniger „Emotionen“ als ein Verbrenner.
Habe gerade für zwei Tage einen Verbrenner als Werkstattwagen. Kann es kaum erwarten, diese Emotionen wieder abzugeben…
Wer mit ölverschmierten Fingern am Vergaser oder Ventilspiel gefummelt hat, darf mir gern was von Emotionen erzählen. Wer aber beim Porsche so gerade eben noch weiß, dass er vorn unter der Haube keinen Motor findet, sollte mit diesem Wort vorsichtig sein.
Mit Blick auf unseren Planeten ist Emotion echt ne komische Kategorie.
Ich denke eher das es um die Emotionen beim Fahren geht und nicht ob irgendwas ölverschmiert am Vergaser ist. Am Starkstromkabelstrang will man auch nicht rumfummeln. Das Fahrverhalten und die Beschleunigung ist halt bei einem E-Auto ein ganz anderes. Entweder man mag es oder nicht. Bisher würde ich da stets einen Verbrenner bevorzugen. Solange sich nicht großartig was an der Akkukapazität tut, werden nur die wenigsten, die sich einen Sportwagen auch leisten können auf ein E-Auto umsteigen oder eher einen Allrounder bevorzugen. Der hat dann meist auch ordentlich Leistung und Akkulaufzeit ist für ein E-Auto auch okay. Von daher werden nur wenige Sportwagenhersteller auch wirklich ein E-Fahrzeug entwickeln. Momentan ist es vermutlich schon schwer die Entwicklungskosten reinzuholen.
Das war ja mein Punkt, dieses „Emotionen beim Fahren“ halte ich für ein wildes Konzept. Ich kann noch nachvollziehen, dass ein Verbrenner Freude macht, wenn man diese Technik noch richtig kennt und evtl. auch selbst beherrscht. Aber insbesondere Porsches sind doch in der Masse alte Männerautos, die einen „ich habs irgendwie geschafft“ Status vermitteln sollen. Und wie „Emotionen“ dann am verbrennen von Dinosauriersaft hängen sollen, erschließt sich mir einfach nicht.
Das ist für mich eher ein soziologisches Thema und wir müssen hier an die Konditionierung ran. Daher bin ich gespannt, ob der neue AMG das endlich schafft. Und sei es nur aufgrund der Verbrenner-Imitation.
Stimmt, wenn ich die wütenden schmerzverzerrten Gesichter im Verbrennerfahrzeug sehe, weil ihre Technik mal wieder gedemütigt wurde, dann sind diese Emotionen heftiger als mein Gelächter aus dem BEV heraus.