Wenn man es genau nimmt, dann hat Polestar im ersten Halbjahr 2026 wirklich einen „Verkaufsrekord“ aufgestellt, damit wirbt man in der Pressemitteilung zu den neuen Quartalszahlen. Im ersten Halbjahr waren es 30.423 Einheiten, so Polestar.
Nachfrage nach Polestar bricht wieder ein
Im zweiten Quartal kam man auf 17.296 Einheiten und wenn man sich die Zahlen genau anschaut, dann gibt es eigentlich keinen Grund zum Feiern. Das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr war gering, im zweiten Quartal ging es sogar runter.
Im ersten Halbjahr 2025 konnte Polestar nämlich auch schon 30.289 Einheiten ausliefern, ein plus von 0,4 Prozent ist also vernachlässigbar, und in Q2 2026 ging es sogar 4 Prozent nach unten, denn im Vorjahr waren es noch 18.026 Einheiten.
Man vermarktet den Stillstand und Einbruch also als „Verkaufsrekord“ für das erste Halbjahr, was nicht falsch ist, denn so viele Einheiten waren es bisher noch nicht bei Polestar, aber die Zahlen müssten mittlerweile eigentlich schon besser aussehen.
Hoffnungsträger dauern noch eine Weile
Mit dem Polestar 3 und Polestar 4 gibt es mittlerweile nämlich ein größeres Lineup und vor allem der 4er war die große Hoffnung. Mal schauen, ob die SUV-Version im Herbst die Rettung bringt, aber die wird es gegen den Volvo EX60 schwer haben.
Die Lage bei Polestar dürfte also angespannt bleiben, vor allem ohne US-Markt. Es dürfte eine Weile dauern, bis die echten Hoffnungsträger kommen, wie der ganz neue Polestar 2 für 2027 und vor allem der kompakte SUV Polestar 7 für 2028.
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