So will BYD bald Audi, Mercedes und BMW die Kunden klauen

Die Marken aus China werden zunehmend zu einem Problem für europäische Marken, bisher aber eher in China selbst. In Europa gewinnen sie zwar immer mehr an Einfluss, tun sich aber vor allem im hochpreisigen Segment doch schwer.

Kunden von BMW, Audi oder Mercedes sind treu, was nicht nur an der Technik liegt, da sind einige Konkurrenten aus China mittlerweile weiter, man „kennt“ eben das Design und die Marke. Und genau dieses Problem will BYD in Zukunft lösen.

Das Design wird „europäischer“

Man hat sich den deutschen Designer Wolfgang Egger geschnappt, der schon bei vielen Autos aus dem VW-Konzern (darunter sogar Lamborghini) oder Stellantis (wie Alfa Romeo) gearbeitet hat. Aktuell kümmert er sich um Denza, eine neue Marke von BYD, die für die Zukunft einen „europäischeren Ansatz“ geplant hat.

BYD baut gerade sein neues Zentrum in Mailand auf und will direkt vor Ort das Design in den Fokus rücken. Kommende Premiumautos sollen also den Geschmack der europäischen Kunden treffen und nicht mehr in China entworfen werden.

BYD tritt sehr selbstbewusst auf

Bei BYD, was die Abkürzung für Build Your Dreams ist, sei man „selbstbewusst“, so der Designer bei Autocar, dass man es mit den „traditionellen Marken aufnehmen kann“. Technisch sieht man sich schon vorne, aber es scheitert noch am Namen, was man mit Marketing lösen kann, und am Design, was man eben jetzt angeht.

Denza sorgte im Sommer für Aufsehen, als man sowas wie einen elektrischen 911er zeigte, der laut eigenen Angaben gut ankommt. Und das in einer Zeit, in der man in Zuffenhausen in der Krise ist und Porsche die Zeit viele Jahre zurückgedreht hat.

Man kann in der Automobilbranche so langsam den gleichen Trend wie bei den Smartphones, Kameras und anderen Produkten sehen. Die Hersteller aus China sind nicht einfach nur ein kurzes Phänomen, sie sind gekommen, um zu bleiben. Sie werden vor allem die deutschen Premiummarken noch mächtig unter Druck setzen.


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