VW ID Buzz: Der Elektro-Bulli wird zum Problem für Volkswagen
Eigentlich wollte Volkswagen über 100.000 Einheiten des VW ID Buzz in Hannover produzieren, wie das Handelsblatt berichtet, doch mit 60.000 Einheiten pro Jahr ist man von diesem Ziel immer noch entfernt. Und das wird zu einem Problem, denn (in Kombination mit anderen Fehlentscheidungen) dieses Werk ist viel zu teuer.
Die Fixkosten sind viel zu hoch für den Standort, so die Quelle, daher steht das Werk auch ganz oben auf der Liste der Werke, die man schließen könnte. Es wäre sogar denkbar, dass man Volkswagen Nutzfahrzeuge nach Polen auslagert, da die Kosten dort geringer sind. Dem Werk fehlt ein neues Modell für die Auslastung.
Wichtiges Audi-Projekt für Hannover fehlt
Eigentlich sollte das einst der „Landjet“ von Audi werden, ein Luxus-Elektroauto, doch die Kosten dafür sind explodiert und es wurde einkassiert. Hannover hofft daher auf die nächste Bulli-Generation, die neben einer vollelektrischen Version auch mit Range Extender kommen könnte (der Buzz hat zu wenig Reichweite).
Doch die neue Plattform (SSP) dauert noch ein paar Jahre und selbst wenn man sich in Hannover dafür beworben hat, so könnte der VW ID Buzz 2.0 etwas zu spät kommen. Aktuell „läuft die Zeit gegen den Standort in Hannover“, so die Quelle. Mit einem ganz neuen Elektro-Bulli ist derzeit sogar erst in den 2030ern zu rechnen.
VW-Chef macht einen Umweg um Hannover
Nächste Woche tourt VW-Konzernchef Oliver Blume durch die Werke und stellt sich den Fragen vor Ort. Laut Handelsblatt wird er aber einen Bogen um Hannover machen, diesen überlässt er am 31. August lieber Finanzchef Arno Antlitz. Klingt so, als ob dieser also die schlechten Nachrichten für das VW-Werk überbringen darf.
Das Problem ist am Ende der Preis, denn der VW ID Buzz ist viel zu teuer und auch die Modellpflege für 2026 dürfte ihn kaum attraktiver machen. Ende des Monats will man zwar auch einen elektrischen Camper als erstes Konzept zeigen, aber so eine Version ist noch mehr Nische, diese wird das VW-Werk auch nicht retten.
Die Erwartungen bei Volkswagen Nutzfahrzeuge waren mit Blick auf die Technik und den Preis vermutlich einfach nur zu hoch, letztes Jahr musste man sogar eine Produktionspause beim VW ID Buzz einlegen. Und in den USA, wo der VW ID Buzz neue Kunden anlocken sollte, wird der elektrische Bulli aktuell gar nicht verkauft.
Der VW ID Buzz ist grundsätzlich kein schlechtes Auto, aber er ist einfach viel zu teuer, denn mit dem großen Akku, der bei der schlechten Reichweite durchaus wichtig ist, und ein paar Extras, steht da schnell eine 6 vorne. Ich hoffe aber, dass Volkswagen den VW ID Buzz im Rahmen der Sparmaßnahmen nicht einkassiert.
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Hübsch von außen reicht halt nicht. Der Innenraum gehört gründlichst aufpoliert, mehr Wertigkeit und mehr Flexibilität. Von unten drückt der KIA PV5 über den Preis, von oben der Xpeng X9 mit Luxus. Außer dem Knuffelfaktor spricht da nichts für den Buzz.
Also ich würde sagen, dass nicht nur schnell eine 6 vorne steht, sonder eine 7, und das macht ihn doch zu unattraktiv. Zusätzlich ist das Design zwiespältig und der Verbrauch ist viel zu hoch.
VW hätte beim New Beetle schon lernen müssen, dass Retro nicht in der Masse geht. Wenn dann noch der Preis unattraktiv ist und die Technik nicht überzeugt wird das nichts mit Volumenmodell.
Das Gegenbeispiel ist der T6, der war auch nie billig, hat die Kunden jedoch mit seinen Werten und Aussehen überzeugt.