Xiaomi Band 7 im Test: Lohnt sich ein Fitness-Tracker noch?

Xiaomi Band 7 Header

Xiaomi schickt auch in diesem Jahr einen Fitness-Tracker ins Rennen, das Xiaomi Band 7 startete Ende Juni bei uns in Deutschland. Der Preis liegt eigentlich bei 60 Euro, aber den kann Xiaomi kaum halten, die Tendenz geht in Richtung 50 Euro.

Das ist kein absolutes Schnäppchen mehr, aber Xiaomi unterbietet damit auch 2022 die Konkurrenz, jedenfalls viele bekannte Hersteller. Ein Xiaomi Band 7 Pro wurde übrigens auch schon vorgestellt, wäre für mich aber nicht so spannend.

Zum einen, weil es noch teurer sein wird, und dann sieht das nicht mehr wie ein Band, sondern wie eine Uhr aus. Oder eine Mischung aus Uhr und Band. Dann lieber direkt eine richtige Smartwatch, wenn es kein Fitness-Tracker sein soll.

Xiaomi Band 7: Test als Video

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Xiaomi Band 7: Stichpunkte im Alltag

  • Das Highlight ist in diesem Jahr das größere Display, was eine wirklich gute Qualität besitzt. Es ist ein OLED-Display und es kann sehr hell werden, was wichtig für den Einsatz im Freien ist. Es gibt kräftige Farben, gute Blickwinkel und ein allgemein tolles Display für einen kleinen Tracker. Das Display kann mit meiner Apple Watch Series 7 mithalten, was mich durchaus gewundert hat, denn das Display ist oft der teuerste Part im Einkauf.
  • Ebenfalls neu ist das Always-On-Display, was auch sehr hell ist und in der Regel schon zum Ablesen der Uhrzeit reicht. Je nach Watchface werden andere Inhalte angezeigt, das können die Entwickler festlegen. Eine sinnvolle Neuerung, ein Wearable ohne AOD käme für mich nicht mehr infrage.

Xiaomi Band 7 Aod

  • Die Aufzeichnungen beim Sport waren bisher recht zuverlässig, was Schritte, Puls und Co. angeht. Am Ende weichen alle Wearables immer etwas ab, meine Apple Watch und das Xiaomi Band 7 waren sich aber grob einig. Am Ende gilt immer: Ein Wearable tragen, diesen Wert als Richtwert nehmen und sich nicht 100 Prozent darauf verlassen, aber mit der Zeit bekommt man ein Gefühl für die Angaben. Liegt ein Wearable 500 Schritt daneben am Tag, dann liegt es meistens jeden Tag die 500 Schritte daneben.
  • Xiaomi gibt bis zu zwei Wochen bei der Akkulaufzeit an, was auch grob hinkommt. Diese variiert natürlich immer mal und hängt auch davon ab, was man macht und wie oft die Sensoren genutzt werden, wie oft das Display an ist, wie hell es ist und so weiter. Und das neue AOD kostet auch Akku. Volle zwei Wochen schaffe ich mit intensiver Nutzung vielleicht nicht, aber so um die 8-9 Tage sind realistisch. Reicht mir aber aus, da ich das Band einfach einmal die Woche zu einem festen Zeitpunkt laden und mir dann nie Gedanken darüber machen würde.

Xiaomi Band 7 Watchface

  • Geladen wird übrigens über einen proprietären Standard und ich sage es mal so: Ich bin froh, wenn die USB-C-Pflicht kommt. Ganz kleine Gadgets sind raus, aber das Xiaomi Band ist vermutlich groß genug und wird dabei sein. Entweder Qi oder USB C, eins von beidem will ich haben.
  • Es gibt zahlreiche Sportmodi, laut Xiaomi sind es bereits über 110 Optionen. So viel Sport mache ich nicht, es ist maximal Rad oder Laufen und meistens das Gym. Da aber gerade Sommer ist und einige sicher gerne ins Wasser gehen: Ja, das Xiaomi Band 7 ist wieder wasserdicht und es gibt einen Sportmodus zum Schwimmen.

Xiaomi Band 7 Farben

  • Neben dem Puls werden auch SpO2 und euer Schlaf getrackt und ihr könnt euch den VO2max-Wert anzeigen lassen. Sowas wie EKG fehlt natürlich bei dieser Preisklasse, aber abgesehen davon ist das ein rundes Gesamtpaket an Sensoren.
  • Xiaomi bezeichnet das Band 7 genau genommen als Smart Band 7, es gibt nämlich auch Apps wie einen Timer, das Wetter und euch werden Nachrichten oder Anrufe vom Smartphone angezeigt. Die smarten Möglichkeiten sind aber sehr stark eingeschränkt, einen Assistenten gibt es zum Beispiel nicht. Alexa war mal geplant, das wäre auch eine schöne Ergänzung gewesen. Außerdem muss man sagen, dass die Bedienung zwar immer flüssiger wird, aber doch noch ein Stück von „flüssig“ entfernt ist. So richtig viel Spaß macht die Nutzung der Apps nicht, wenn man mit den Denkpausen nach einer Eingabe leben muss.

Xiaomi Band 7 Smart

  • Ich persönlich zahle mittlerweile zu 95 Prozent mit der Apple Watch, mobiles Bezahlen ist für mich bei einem Wearable in der heutigen Zeit klar Pflicht. In China geht das mit dem Xiaomi Band, denn es besitzt theoretisch NFC. Das war auch mal für Europa geplant, ist aber dann doch nicht gekommen. Schade, das wäre mal eine große Neuerung für 2022 gewesen.
  • Man findet zwei Apps im Apple App Store, Mi Fitness und Zepp Life ehemals Mi Fit. Was? Ja, die Einrichtung, das Anlegen des Xiaomi-Kontos (wird benötigt) und allgemein das Erlebnis bis zum Start war nicht gerade intuitiv und angenehm.

Xiaomi Band 7 App

Xiaomi Band 7: Mein Fazit

Benötigt es im Jahr 2022 noch Fitness-Tracker? Es sieht so aus, denn es kommen ja immer noch neue Modelle auf den Markt. Die Nachfrage ist rückläufig, da viele (wie ich) eine Smartwatch haben, welche alle Fitness-Features abdeckt.

Für Xiaomi ist das Xiaomi Band aber weiterhin ein Bestseller, mit dem man nicht so viel verdient, der aber Kunden zur Marke lockt. Daher ist auch das Xiaomi Band 7 weiterhin (verhältnismäßig) günstig – jedenfalls mit Blick auf die Features.

Xiaomi Smart Band 7

Der Vibrationsmotor ist nicht angenehm, es fehlen smarte Features, die man von Smartwatches kennt, aber für ca. 50 Euro bekommt man hier einen wirklich sehr passablen Fitness-Tracker, der Fitbit und Co. auch 2022 die Show stiehlt.

Mein Highlight ist in diesem Jahr das OLED-Display, das ist wirklich sehr gut, scharf und hell. Es kann komplett mit dem Display der aktuellen Apple Watch Series 7 an meinem anderen Handgelenk mithalten, was ich nicht erwartet habe. Das Display ist in der Regel der teuerste Part bei den Trackern, hier hat Xiaomi nicht gespart.

Xiaomi Band 7 Header

Mir persönlich würde ein Fitness-Tracker, auch eine „smarte“ Option, im Jahr 2022 nicht mehr ausreichen. Doch wer sowas noch mag, der bekommt mit dem Xiaomi Band 7 meiner Meinung nach weiterhin mit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Also ja, es gibt weiterhin Schwächen und ich hätte mir mehr Neuerungen über das Display hinaus gewünscht, aber es gibt eine Kaufempfehlung für das Xiaomi Band 7.

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Fehler melden9 Kommentare

Bitte bleibe freundlich.

  1. Cress 🏅

    Fazit unterschreibe ich 1:1 – alleine ohne bezahlen ist es tot.

  2. max 💎

    "Benötigt man noch Fitness tracker?" Ich sage ja. Ich habe eines und ich denke viele andere Leute haben und wollen weiterhin eines. Alleine um die ganzen Einzelheiten zu lesen ist es perfekt.

  3. Tricki 👋

    Mein Argument gegen eine SmartWatch ist nach wie vor die Akkulaufzeit, mit oder ohne Bezahlfunktion.

  4. Kölner 🍀

    Ich habe ein Band 5, nutze es als Wecker, Nachrichtenanzeige und Uhr.
    Der Akku hält einen Monat.
    Und letzteres ist der Schwachpunkt jeder smarten Uhr.
    Keine Lust alle paar Tage laden zu müssen. Und nachts laden geht auch nicht, da die Uhr mich auch wecken soll.
    Ich werde also wieder ein Band kaufen, falls es notwendig wird.

  5. Gerd 👋

    Hab das mi band 6 und werde auch dabei bleiben, weil beim neuen Band die "notify for Mi band" App nicht mehr funktioniert. Xiaomi hat die Firmware so zugenagelt, dass Drittanbieter Apps keine Chance mehr haben. So einen Mist mache ich nicht mit.

  6. Matze74 🍀

    Ich trage schon seit Beginn der Handyzeit keine Uhr mehr am Handgelenk.
    Nur so ein graziles Band darf da ran!

  7. Chris 👋

    Habe noch ein Band 3 und es erfüllt mir alle Wünsche, die ich an ein smartes Accessoire habe, vor allem, da ich es generell nicht gerne mag, Gegenstände am Körper zu tragen. Ich trage es in erster Linie für den Schlafphasenwecker – den man sich zwar per doch recht mieser externer zusatzapp (notify for mi band) separat installieren muss, aber es funktioniert ausreichend gut.

  8. Wandrer 👋

    Selten einen Artikel gelesen, der so unsauber recherchiert und getestet wurde.

    Und in dem ein Test so sehr mit der eigenen Meinung versaut wurde.

    Alexa hat auf einer Uhr nichts verloren. NFC ist nicht nötig auf der Uhr, wenn man das Smartphone eh dabei hat, eher ist NFC dann eine Sicherheitslücke.

    Die Einrichtung eines Xiaomi Kontos sind zwei Klicks, was daran unangenehm sein soll, verstehe ich nicht.

    Eine SmartWatch ist eine andere Geräte- und Preisklasse wie ein Fitnesstracker.

    Der Vitationsmotor ist unangenehm, was sagt dies aus? Ist er zu laut? Vibriert er zu stark?

    Das Smartband hat ein formschönes, abgerundetes und wasserdichtes Gehäuse. Ein magnetisches Ladekabel ist in den Fall richtig toll.

    Und der Schrittzähler liegt vielleicht auf 1000 Schritte 30-50 Schritte daneben, das ist aber deutlich besser als etwa 30% Abweichung bei Google Fit.

    1. Bei uns ist jeder Test mit eigener Meinung „versaut“. Objektive Berichte in dem Sinne gibt es nirgendwo, da immer Testkriterien vorab festgelegt sind. Alle deine Punkte sind valide, aber auch rein subjektiv geprägt.

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