Tidal: Musikstreamingdienst wohl kurz vor der Pleite

Der Markt für Musikstreaming könnte schon bald das nächste Opfer fordern: Tidal soll kaum noch Kapital besitzen und kurz vor dem Aus stehen.

Der Markt für Musikstreaming boomt und die Nutzerzahlen der Dienste wachsen weiter. Allerdings nicht von allen, denn der Markt ist extrem hart umkämpft und die Gewinne sind wohl nicht besonders hoch. Wer gegen die Platzhirsche Spotify und Apple bestehen möchte benötigt ein Konzept. Und eine Idee, um gegen zukünftige Riesen wie Google – die 2018 wohl neu durchstarten – bestehen zu können.

Rdio hatte diese nicht und verabschiedete sich schon vor zwei Jahren. Kurz vor dem Ende von Rdio machte ein Dienst namens Tidal auf sich Aufmerksam, denn hinter dem Dienst steckt unter anderem Jay-Z. Der hat wohl im Jahr davor gesehen, wie viel Geld man damit machen kann und wollte auch sowas wie Dr. Dre haben.

Tidal: Es wird Geld benötigt

Tidal hatte auch eine Idee: Man wollte mit einer guten Qualität auf sich aufmerksam machen. Das kam anfangs auch ganz gut an und man gewann mit der Zeit auch den ein oder anderen Partner. Nun heißt es aber aus Norwegen, dass die Nutzerzahlen nicht wie erwartet wachsen und auch das mit den Einnahmen nicht so gut klappt. Das Unternehmen hat wohl nur noch Geld für 6 Monate übrig.

Gegenüber The Verge lies man verlauten, dass man bisher jedes Jahr gewachsen ist. Das kann aber alles heißen. Tidal selbst gibt an, dass man Mitte 2018 profitabel werden möchte, aktuell schreibt man rote Zahlen. Man braucht aber wohl sehr bald mehr Geld (die letzte große Geldspritze gab es von Sprint im Januar), oder man wird sich nach einem Kaufinteressenten umschauen müssen.

Ich befürchte fast, dass Tidal das kommende Jahr nicht überstehen wird. Sowohl Apple, als auch Spotify sind zu dominant und wenn Google mit einem YouTube-Dienst ab Anfang 2018 noch Druck macht, dann wird es nicht leichter. Ich glaube aber ehrlich gesagt auch, dass sich zur Not ein Käufer finden wird. Die wollen jetzt aber vielleicht erst mal abwarten und schauen wie weit der Preis für Tidal in den kommenden Monaten sinkt. Ich könnte mir da unter anderem Samsung als einen potentiellen Käufer für Tidal sehr gut vorstellen.

Wird Tidal 2018 schwarze Zahlen schreiben? Wird man noch mal Geld von neuen Investoren einsammeln und weiter machen können? Gibt es 2018 eine Pleite? Oder wird man vielleicht auch einen Käufer finden? Wir werden es beobachten.

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