Wero bekommt von DHL vorerst eine Absage: Das steckt dahinter

WERO (KI)

Die DHL Group sieht derzeit keinen ausreichenden Mehrwert darin, die europäische Bezahllösung Wero als Zahlungsmethode einzuführen.

Das geht aus einer Stellungnahme hervor, die das Unternehmen auf Anfrage von mobiFlip abgegeben hat. Wir wollten wissen, ob DHL beziehungsweise DHL Paket Deutschland Wero künftig etwa beim Onlinekauf von Versandmarken oder für andere digitale Dienstleistungen unterstützen möchte.

Eine konkrete Einführung oder einen Zeitplan nennt DHL nicht. Stattdessen verweist das Unternehmen auf seine bisherige Zahlungsstrategie und die noch schwer einzuschätzende Entwicklung von Wero.

DHL beobachtet Wero und verweist auf den digitalen Euro

DHL setzt nach eigenen Angaben auf etablierte Zahlungsmethoden, um einen möglichst einfachen und sicheren Bezahlvorgang zu gewährleisten. Neue europäische Zahlungslösungen begrüße man grundsätzlich, sehe bei Wero aktuell aber keinen ausreichenden Nutzen für die eigene Plattform und Kundenstruktur.

Interessant ist dabei ein weiterer Punkt aus der Stellungnahme. DHL verweist ausdrücklich auf den geplanten digitalen Euro der Europäischen Zentralbank, der aus Sicht des Unternehmens in gewisser Weise zu einem Konkurrenzangebot für Wero werden könnte.

Die zukünftige Bedeutung von Wero lasse sich deshalb derzeit nicht seriös abschätzen. Vollständig ausgeschlossen ist eine Integration allerdings nicht.

DHL erklärt dazu gegenüber mobiFlip:

Wir setzen auf etablierte und bewährte Zahlungsmethoden, um unseren Kunden einen reibungslosen, sicheren und möglichst einfachen Checkout-Prozess zu bieten. Grundsätzlich begrüßen wir neue, innovative und insbesondere europäische Zahlungslösungen.

Zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir bei Wero jedoch noch keinen ausreichenden Mehrwert für unsere Plattform und unsere Kundenstruktur. Zudem ist eine Abschätzung der zukünftigen Entwicklung und Relevanz aktuell nicht seriös möglich, zumal mit dem digitalen Euro der Europäischen Zentralbank in gewisser Weise ein Konkurrenzangebot zu Wero entstehen soll.

Wir beobachten die weitere Entwicklung aufmerksam und stehen regelmäßig im Austausch mit dem Anbieter, um bei zunehmender Marktdurchdringung entsprechend reagieren zu können.

Damit macht DHL deutlich, dass die weitere Verbreitung von Wero eine wichtige Rolle bei möglichen Entscheidungen spielt. Für Kunden ändert sich zunächst nichts, die bisherigen Zahlungsmethoden bleiben maßgeblich.

Die Stellungnahme verdeutlicht zugleich eine Herausforderung für Wero: Eine europäische Alternative allein reicht offenbar nicht aus, um große Unternehmen oder Banken zu überzeugen. Sie muss auch im Bezahlalltag einen erkennbaren zusätzlichen Nutzen bieten.

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