Samsung Galaxy S3 Testbericht

Auf den Testbericht vom Samsung Galaxy S3 haben sicher einige von euch sehnsüchtig gewartet, allerdings wollte ich meiner Linie treu bleiben und einen Schnellschuss vermeiden. Als ich vor ein paar Jahren mit dem Bloggen angefangen habe, veröffentlichte ich Testberichte meist nach wenigen Tagen Nutzung. Wie sich später herausstellte ein Fehler, den ich meist mit nachträglichen Ergänzungen ausbügeln musste. Die ein oder andere News kann ich gar nicht schnell genug verschlingen, aber ein Testbericht ist für mich eine astreine Alltagsangelegenheit.

Ein Smartphone ist unser täglicher Begleiter, der mit uns so viele verschiedene Situationen erlebt und diesen stand halten muss, dass eine Bewertung, welche am Schreibtisch entsteht, in meinen Augen wenig taugt. Dies sieht sicher jeder anders, ich wollte im Vorfeld einfach nochmal drauf hinweisen, denn dieser Testbericht enthält wie immer meine rein subjektiven Erfahrungen mit dem Samsung Galaxy S3, die in den letzten drei Wochen gesammelt wurden.

Das Samsung Galaxy S3 wurden nicht nur von vielen Android-Fans sehnsüchtig erwartet, sondern zog auch bereits vor seiner Veröffentlichung die Blicke der Medien sowie der Konkurrenz auf sich. Durch die Erfolge der ersten zwei Flaggschiff-Geräte der Galaxy-Serie waren die Erwartungen hoch. Teilweise zu hoch, denn auch wir Blogger träumen ab und an etwas zu sehr in unseren Beiträgen. Samsung war dieser Umstand bewusst, was der Grund dafür war, dass man ganze drei Galaxy S3-Modelle entwickelt hat, das Team bei der Entwicklung klein hielt und dann erst kurz vor der Veröffentlichung das finale Design bestätigte. Diese Idee hatte Erfolg, denn bis zur Vorstellung des Gerätes tappten alle Medien noch so halbwegs im Dunkeln.

Dann war es soweit. Das Samsung Galaxy S3 erblickte das Licht der Öffentlichtkeit, aber diesmal wurde nicht nur ein Smartphone vorgestellt, sondern ein Konzept. Eine Richtung, welche Samsung in Zukunft einschlagen will, um Apple und Co. die Stirn zu bieten. Der Fokus wurden mehr auf die Bedienung und Funktionen des Gerätes gelegt, als auf die reinen technischen Spezifikationen, auch wenn diese sich durchaus sehen lassen können. Auch der offizielle TV-Spot versucht diesen Nerv zu treffen:

Technische Daten

In Sachen Technik hat Samsung vieles richtig gemacht, wenn auch einige das fehlende LTE-Modul sowie das Display bemängeln. Über LTE kann man sicher streiten, beim Screen habe ich persönlich wenig Grund zur Beschwerde, dazu aber später mehr. Solltet ihr weitere Informationen benötigen, so könnt ihr das deutsche Handbuch des SGS3 direkt hier herunterladen. Werfen wir erstmal einen Blick darauf, was beim Galaxy S3 alles verbaut wurde bzw. an Bord ist.

  • 12,19 cm / 4,8 Zoll HD Super AMOLED-Screen mit 16 Mio. Farben
  • Android 4.0.4 + TouchWiz (vorinstalliert)
  • 1,4 GHz Quad-Core-Prozessor Exynos 4412 (Cortex-A9)
  • 1 GB RAM (Arbeitsspeicher)
  • Quad-Band + W-CDMA (UMTS)
  • HSUPA: Bis zu 5,76 MBit/s, HSPA+: Bis zu 21 MBit/s
  • Akku: Li-Ion mit 2.100 mAh
  • Kamera: 8 Megapixel (3.264 x 2.448 Pixel + 1080p-Video), Frontkamera: 1,9 Megapixel (1.392 x 1.392)
  • Bluetooth 4.0
  • interner Speicher 16 GB bzw. 32 GB (teilweise durch Betriebssystem belegt, 64 GB laut Samsung-Webseite noch nicht)
  • microSD bis zu 64 GB kompatibel
  • TV-Ausgang über optionales HDMI-Adapterkabel
  • W-Lan 802.11 a/b/g/n, 2,4 GHz, 5 GHz
  • UKW-Radio
  • 3,5 mm Klinkenanschluss
  • Farben: pepple-blue, marble-white
  • Größe: 137 x 71 x 8,6 mm
  • Gewicht: 133 Gramm

Klingt ganz lecker, wird allerdings dadurch gedämpft, dass das Galaxy S3 in anderen Teilen dieser Welt mit einer anderen Ausstattung auf den Markt kommt. Angetrieben wird zum Beispiel die US-Version von Qualcomms Snapdragon S4 1,5 GHz Dual-Core-Prozessor, der auch im HTC One XL werkelt und ziemlich leistungsfähig ist. Diesem stehen 2 GB RAM zur Seite, zudem wird auch LTE unterstützt, aber es ist dadurch etwas dicker, nämlich 9 mm statt 8,6 mm.

Hardware

Kleine Box, großer Inhalt, so könnte man kurz und bündig den ersten Eindruck zusammenfassen. Inklusive Akku, Ladeadapter, Headset (In-Ear, weiß), Datenkabel und Kurzanleitung kommt es zum Kunden. Die Schachtel ist unscheinbar, der Inhalt nicht.

Geschmäcker sind verschieden, so natürlich auch beim Galaxy S3. Der eine finden das rundliche Design weniger ansprechend, ein andere freut sich darüber, weil es dadurch so gut in der Hand liegt. Eines kann ich mit Sicherheit sagen, auf den Pressefotos von Samsung schaut es nicht so gut aus, wie es in der Realität rüberkommt. Von billigem Kunststoff kann meines Erachtens keine Rede sein, allerdings liegt es in der Natur der Sache, dass sich stumpfer Kunststoff, wie er zum Beispiel beim HTC One X genutzt wird, etwas wertiger anfühlt. Samsung selbst spricht von Polycarbonat als Material, was eine spezielle Art von Kunststoff ist.

Mit einem oftmals gelesenem Punkt möchte ich allerdings nicht übereinstimmen, denn auch wenn mir persönlich eine Riffelung auf der Rückseite  etwas fehlt, wirkt der hintere Akkudeckel nicht billig. Ich hatte noch kein Samsung-Smartphone, bei dem der Akkudeckel so gut sitzt, so leicht einrastet und exakt gar kein Spiel hat, wenn ich ihn drücke. Das wir ein Gerät aus Kunststoff vor uns haben, darum muss man nicht herumreden, der Akkudeckel passt sich aber meines Erachtens erstmalig nahtlos in das Design des Gerätes ein, ohne eben wie ein Akkudeckel zu wirken. Das gefällt mir.

Die restliche Hardware sagt mir spontan zu, zumindest deckt sie alle Kritikpunkte ab, die man im Vorfeld von diversen Nutzer hören konnte. Zwar setzt Samsung beim Galaxy S3 erstmals auf eine microSIM-Karte, dafür kann man weiterhin den Akku nach Belieben austauschen und auch den internen Speicher per microSD-Karte erweitern. Zudem ist nun eine mehrfarbige Benachrichtigungs-LED an Bord, die sich oben links neben der Hörmuschel befindet und auch der Headsetanschluss an der Oberseite ist durchaus praktisch.

Auch Tasten hat man verbaut. Es gibt eine Powertaste an der rechten Seite, eine Lautstärke-Wippe auf der linken Seite, eine große Home-Taste unten in der Mitte und zwei Sensortasten unten, wobei links die Menü-Taste und rechts die Zurück-Taste ist. Auf eine Taste für den Taskmanager hat man verzichtet, um diesen aufzurufen, drückt man etwas länger die Home-Taste. Die Reaktionen und der Druckpunkt der Tasten ist Ideal, zudem wirkt die Form der minimal rausstehenden Home-Taste deutlich angenehmer, als noch beim Galaxy S2.

Das Samsung Galaxy S3 funktioniert nicht mehr mit den bisher verfügbaren MHL-Adaptern (ermöglicht ein HDMI-Kabel über den microUSB-Port zu betreiben), das hatten wir bereits verbloggt und unseren Unmut darüber geäußert. Dies liegt daran, dass die Pinbelegung des Anschlusses von 5 Pin auf 11 Pin geändert wurde und rein zufällig ist der neue Adapter als eines der ersten Zubehörteile bereits lieferbar.

Samsung hat von mir zu diesem Thema bereits eine Fragen erhalten, welche nachfolgend eingebunden sind. Die Antworten darauf sind leider recht unbefriedigend. Zumindest bietet man auf der US-Webseite bereits einen Adapater für den Adapter an. Diese Sache ärgert mich persönlich besonders, vor allem, weil man keine Info bekommt, warum die Änderung vollzogen wurde.

Fragen an Samsung bzgl. MHL (Klicken zum Anzeigen)

Ist es generell richtig, dass der offizielle Samsung MHL-Adapter, der bereits für das Galaxy S2 und Galaxy Nexus vertrieben wurde nicht mehr mit dem Samsung Galaxy S3 funktioniert?

Das ist richtig. Der alte Adapter funktioniert nur mit den Modellen wie Galaxy Note und Galaxy S II. Der neue Adapter funktioniert bis dato mit dem Galaxy S III.

Sollte dies der Fall sein, ist es generell richtig, dass dies an der geänderten Belegung von PINs im Anschlusskabel begründet ist?

Die pin-Belegung wurde wie folgt geändert 5pin auf 11pin

Sollte dies der Fall sein, warum wurde diese Änderung vorgenommen?

Dazu gibt es leider kein Statement

Ergänzend zum “warum”: MHL ist laut dem MHL-Konsortium (http://www.mhlconsortium.org/) dem auch Samsung angehört, ein standardisierter Anschluss. Wurden die Rahmenspezifikationen geändert, sodass eine Änderung im Anschluss/Adapter notwendig wurde, oder hat Samsung MHL beim Galaxy S3 “eigenständig” abgeändert?

Dazu gibt es leider kein Statement

Die Größe vom Galaxy S3 geht gerade so in Ordnung, dies liegt allerdings immer an den persönlichen Vorlieben. Ich war bisher mit einem Samsung Galaxy Nexus unterwegs, welches fast genau so groß war, daher fiel mir der Umstieg leicht. Erfreulich ist hier, dass man ein sichtbar größeres Display in ein Gehäuse verbaut hat, welches kaum gewachsen ist. Wirklich handlich ist es ganz klar nicht, es ist ein Displaymonster, keine Frage, aber handlich? Nein, dass kann ich nicht sagen. Ich habe keine Probleme bei der Bedienung, will aber nicht wegreden, dass ich bei manch ungünstig gelegenem App-Button meine Finger etwas verrenken muss.

Das Displayglas nennt sich Gorilla Glass 2 und soll noch solider sowie widerstandsfähiger als sein Vorgänger sein, was aber nicht automatisch heißt, dass es “unkaputtbar” ist. Das Gorilla Glass hat sich gerade im Smartphone-Bereich als solides Displayglas durchgesetzt, was aber nicht zuletzt daran liegt, dass Hersteller gerne mit dem Markennamen werben. Die Erfahrungen in der Praxis sind meist ernüchternd, denn umso vieles solider wie Konkurrenzprodukte scheint das Displayglas nicht zu sein.

Besonders bei einem Sturz, ist die Gefahr ähnlich groß, dass es springt, wie bei iPhone und Co. Hinzu kommt, dass Samsung beim Galaxy S3 die komplette Front minimal nach außen gewölbt hat. Das fühlt sich richtig geil an, könnte bei einem Sturz aber fatale Folgen haben. Dieser Test blieb mir bisher zum Glück erspart.

Ansonsten kann man sagen, dass man mit dem Galaxy S3 ein dünnes und mit 133 Gramm auch recht leichtes Gerät in die Finger bekommt, welches durch seine Form generell sehr gut in der Hand liegt. Die Geschwindigkeit rockt ebenso, wobei ich als Nicht-Gamer auch mein Galaxy Nexus noch an keine Grenze getrieben habe.

Der 1,4 GHz Quad-Core-Prozessor Exynos 4412 scheint seine Arbeit gut zu erledigen, laut dem Benchmark Quadrant schafft das Gerät in meinem Test 6219 Punkte und im Benchmark AnTuTu konnte es 11885 Punkte erreichen. Das ist zumindest immer einen Tick besser, als das HTC One X, allerdings unterscheidet sich der gefühlte Speed nicht.

Auch die Sensoren möchte ich noch kurz bewerten, denn diese scheinen recht genau zu sein und funktionieren in allen von mir getesteten Apps optimal.

Das Display

Das Display ist die Nutzerschnittstelle schlechthin, kein Bauteil befummelt man öfter, kaum ein Bauteil ist elementarer bei einem Smartphone. Die Kritik nach der Vorstellung vom Galaxy S3 war heftig, denn Samsung setzt bei diesem Gerät auf einen 4,8 Zoll HD Super AMOLED-Screen, der nur ein Problem hat, nämlich seinen Namen. Viele wünschten sich einen HD Super AMOLED Plus-Screen, also ein Display ohne Pent-Tile bzw. Subpixel.

PenTile beruht im Wesentlichen auf dem sogenannten Subpixel-Rendering, bei welcher die RGB-Subpixel nicht nur gemeinsam, sondern auch einzeln angesprochen werden können. Wird bei normalen LCDs ein Bildpunkt aus jeweils drei Subpixeln zusammengesetzt (Rot Grün Blau), benötigt die PenTile-Technologie nur zwei Subpixel. Wie sich das in der Praxis äußert, könnt ihr euch im Beitrag Makroaufnahmen: Samsung Galaxy Nexus, HTC One X, iPad 3 und weitere Geräte im Direktvergleich anschauen.

Mir geht es natürlich in erster Linie darum, wie ein Display ausschaut und da gibt es beim Galaxy S3 nichts zu bemängeln.

Ich will nicht abstreiten, dass es vereinzelt Personen geben mag, die unter gewissen Umständen irgendwelche Pixel sehen. Ich kann es nicht, trotz Brille und auch in meinem privaten Umfeld habe ich unter diversen Leuten keinen gefunden, der es geschafft hat. Der Screen ist scharf, die Farben sind knackig und ja, ich muss es zugeben, er ist sichtbar besser, als der 4,65 Zoll Screen vom Samsung Galaxy Nexus.

Kein Plan an welcher Schraube Samsung hier gedreht hat, aber im Direktvergleich gewinnt das Galaxy S3 deutlich gegenüber dem Nexus. Keine Verfälschungen, keine Schlieren bei grauen Flächen, perfektes Leuchten, strahlende Farben, einfach top.

Wer sich für die technische Seite interessiert, sollte mal in den Beitrag: Display-Makroaufnahmen vom Samsung Galaxy S3 klicken. Dort gibt es weitere Infos und hochauflösende Fotos von dem Screen. Diese haben zwar wenig damit zu tun, was ein menschliches Auge wahrnehmen kann, zeige aber einige Unterschiede in der “Bauart” der Screens auf.

Software

In Sachen Software dreht Samsung richtig dick auf, denn schließlich weiß man, dass sich Smartphones nicht nur mit den tollen Spezifikationen verkaufen, sondern in erster Linie mit Funktionen, mit Einfachheit bei der Bedienung und auch auch mit der ein oder anderen unverwechselbaren Idee. Den Einstieg macht man bereits vorm Verkauf, denn es gibt 50 GB Dropbox-Speicher kostenfrei zum Galaxy S3 dazu, allerdings gehört der dem Besitzer nicht dauerhaft, sondern muss nach zwei Jahren wieder abgegeben werden.

Erfreulich ist auf jeden Fall, dass Samsungs hauseigene Oberfläche namens TouchWiz wieder einen Schritt auf Android zu macht, anstatt sich davon zu entfernen. Wie man es auch von anderen Androiden mittlerweile kennt, wird man beim Einrichten brav vom Smartphone an die Hand genommen, um sämtliche wichtigen Einstellungen zu tätigen. Nach ca. drei Minuten begrüßt einen dann der Homescreen in seiner vollen Pracht. Ein Android von der Stange, wie Google es von Haus aus veröffentlicht, wäre mir dennoch lieber. Ich stehe nicht so auf die asiatisch angehauchten (in meinen Augen) comicartigen Symbole und auch die vielen Apps, welche einen extra Samsung-Account benötigen missfallen mir.

Homescreen und Programmmenü

Der Homescreen und das Programmmenü sind aufgeräumt und kommen schlicht daher. Samsung hat darauf verzichtet, die Google-Suchleiste zu fixieren, was mir gefällt, dennoch lassen sich auch hier nur vier mal vier Symbole ablegen, die Schnellstartleiste am unteren Rand nicht mitgezählt. Etwas verwirrend, aber nach kurzer Suche klar, die Symbole auf dem Lockscreen entsprechend nicht den Symbolen der Schnellstartleiste. Unter Einstellungen -> Sicherheit -> Optionen zum Sperren des Bildschirms -> Schnellzugriff lassen sich diese extra festlegen. Widgets, die Suche, das Sywpen, Programme verstecken oder deinstallieren, Ordner direkt im Programmmenü erstellen und mehr läuft alles problemlos und flott.

Nützliche Erweiterungen

Das Samsung Galaxy S3 bietet nun auch von Haus aus die Funktion, die Akkustands-Anzeige in Prozent darzustellen. Dies kann man ganz einfach über Einstellungen -> Anzeige -> Akkustatus in Prozent aktivieren. Über Einstellungen -> Ton -> Gerätevibration -> Erstellen kann man auf dem Samsung Galaxy S3 ein eigenes Vibrationsmuster erstellen. Nette Spielerei, für alle die das normale Vibrationsmuster in der Tasche sonst nicht bemerken würden.

Ein weiteres Spezial-Feature, welches Samsung dem Galaxy S3 spendiert hat, ist der intelligente Schlafmodus. Dieser deaktiviert das Display des Galaxy S3 unter optimalen Bedienungen nicht nach dem voreingestellten Zeitraum, sofern das Gerät “aktive” Augen mittels der Front-Kamera bemerkt. Einschalten kann man diese Funktion über Einstellungen -> Anzeige -> Intelligenter Schlafmodus. Das funktioniert erstaunlich gut und führt ab und an sogar zu Verwunderungen, nämlich dann, wenn das Smartphone im Dock den Besitzer (unbeabsichtigt) so im Blick hat, dass es einfach nicht ausgehen will.

Über Einstellungen -> Bewegung können diverse Funktionen in Zusammenhang mit Bewegungen festgelegt werden. Hier aktiviert man unter anderem die Screenshot-Funktion per Wischen mit der Handkante über das Display (normalerweise Home+Power drücken), Stummschalten beim Umdrehen des Handys, SmartStay (Handy vibriert bei einem verpassten Anruf sobald das Handy aufgenommen wird), oder Tippen auf die Oberkante des Handys bringt einen direkt zum Anfang einer Liste (Telefonbuch z. B.).

Unter dem Namen Assistenz-Licht und Negative Farben wurden von Samsung recht große Widgets vorinstalliert, welche einmal die Kamera-LED als Taschenlampe aktivieren und einmal die Farben des Bildschirms invertieren. Letzteres ist besonders bei starker Helligkeit im Freien eine Empfehlung und erleichtert teilweise das Ablesen des Displays bei direkter Sonneneinstrahlung.

Wer über das Icon Weitere Dienste im Drawer die Samsung Apps aufruft kann dort einige kostenlose und nicht vorinstallierte Anwendungen nachträglich installieren. Mit dabei ist ein wirklich guter Foto-Editor, den man in abgespeckter Form schon vom Samsung Galaxy S2 kennt, ein Familien-Tagebuch, Flipboard, KiesCast (Podcast-App) und auch eine Barometer-App.

Im Samsung Galaxy S3 stecken noch weitere, teilweise verstecke Funktionen, welche sicher nicht jeder gleich entdeckt. Im Beitrag: Samsung Galaxy S3: Umfangreiche Sammlung mit Tipps & Tricks sammeln wird diese. Gerade für Einsteiger dürfte dort der ein oder andere nützliche Tipp dabei sein.

S Voice

Das Samsung Galaxy S3 kommt mit einer Funktion namens S Voice, welche im Grunde das Gegenstück zu Apples Sprach-Assistent Siri sein soll. Teilweise (wohl in englischer Sprache) steckt die semantische Suchmaschine Wolfram Alpha hinter den Antworten, teilweise nur simple Websuchen. Meine Stimme erkannte S Voice im Test immer problemlos und auch die Funktionen bzw. Aktionen, die man per Sprachkomando auslösen kann, sind beachtlich.

Ich muss allerdings ehrlich gestehen, dass ich keinen Befehl gefunden habe, bei dem ich schneller gewesen wäre, als wenn ich das mit meinen Fingern auf dem Screen gemacht hätte. Irgendwie werde ich nicht so richtig warm mit diesen Sprachassistenten, außer eventuell im Auto beim Fahren fehlt mir persönlich (noch) der Nutzwert. Nachfolgender Screenshot ist rein exemplarisch für mein Erlebnis mit S Voice.

 

Einstellungen

Die Optionen, welche einem das System bietet sind umfangreich, allerdings manchmal etwas unübersichtlich. Wer bereits mit Android hantiert hat, weiß, unter welchem Punkt sich welche Option befinden könnte, für Neulinge könnte das schon schwieriger werden. Viele Funktionen bedeuten bei Samsung eben auch viele Optionen. Das ist nicht schlecht, aber auch nicht gut, man sollte nur wissen, dass man sich als Einsteiger etwas Zeit nehmen sollte, um alles zu erkunden.

AllShare

Samsung nennt Vieles was irgendwie mit drahtloser Medienübertragung zu tun hat AllShare. Dahinter stecken dann so Dinge wie DLNA-Unterstützung, die es ermöglicht Medien auf externe Geräte wie z.B ein TV-Gerät zu senden, aber auch das Teilen des aktuellen Bildschirminhaltes an mehrere Geräte im Umfeld ist so möglich. Zu AllShare Play direkt gibt es zudem einen Onlinedienst, der sich selbst so erklärt:

AllShare Play ist ein Dienst, mit dem Benutzer Inhalte wiedergeben können, die auf verschiedenen Geräten im Internet gespeichert sind. Obwohl die verschiedenen Inhalte auf unterschiedlichen Geräten gespeichert sind, können Sie alle Inhalte der verschiedenen Geräte mit AllShare Play anzeigen, wiedergeben und an andere Geräte, Websites oder Webspeicher senden.

AllShare Play muss allerdings erst eingerichtet werden, hat man dies aber einmal getan, könnt es ganz nützlich sein. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich brauch es nicht, wer alles aus einer Hand möchte, findet bei Samsung aber nicht die schlechteste Lösung.

Galerie und Videoplayer

Die Galerie ist ganz okay, nichts Besonderes, aber okay. Sie läuft flott, aber nicht so flott wie QuickPic, was auch der Grund ist, warum ich sie nicht benutze. Eine Gesichtserkennung für Fotos ist vorhanden, funktionierte aber zumindest in meinem Test eher zufällig. Der Videoplayer gefällt mir, da er nicht nur jedes Video als Popup (genau heißt das “Pop Up Play“) über allen anderen Apps abspielen kann, sondern auch Kurzwahlsteuerungen für die Lautstärke, Vollbild und DLNA beinhaltet.

Browser

Der vorinstallierte Browser ist schnell, Google Chrome ist schneller und da Android 4.0 auf dem Galaxy S3 läuft, hat man glücklicherweise die freie Wahl. Ich mag beide Browser, wobei mir bei Chrome die ein oder andere Aktion, welche sich per Geste steuern lässt, besser gefällt. Im Großen und Ganzen läuft der Browser allerdings wirklich astrein. Das Scrollen geht flott von der Hand, der Zoom ist nahtlos und auch hier wieder per Geste umsetzbar. Die Helligkeit lässt sich separat für den Browser und somit unabhängig von der allgemeinen Displayhelligkeit einstellen.

 

Musikwiedergabe

Die Musikwiedergabe lässt sich mit dem vorinstallierten Musik-Player bewerkstelligen, oder aber auch über die nachinstallierbare App Google Play Music. Die hauseigene Lösung von Samsung ist schon wirklich gut umgesetzt und klinkt sich zudem nahtlos in die Benachrichtigungsleiste ein. Optisch eher schlicht gehalten, dafür aber mit allerhand Funktionen, die im Detail zu überzeugen wissen. Über die optional installierbare App Music Hub kann mit Hilfe eines Samsung-Accounts zudem Musik gekauft werden.

S Memo

Eine weitere Samsung-App ist S Memo, was im Grunde eine Art Notiz-App ist, in der man herummalen kann. Sie ist ansprechend gestaltet und in dieser Art bereits vom Galaxy Note bekannt. Filigranes Zeichnen ist mit dem Finger natürlich nicht möglich, später soll es noch den “C Pen” zu kaufen geben, der eine etwas feinere Spitze bietet. Wer nicht kritzeln mag, kann natürlich auch ganz normal Text in S Memo eintippen.

S Suggest

Mit S Suggest bietet Samsung dem Nutzer eine App, welche selbst App-Tipps beinhaltet. Für mich persönlich ziemlich überflüssig, für den ein oder anderen Android-Neuling aber eventuell nützlich. S Suggest selbst aktualisiert sich nach dem Start auf die neuste Version und bietet dann eine bekannte Auswahl an Programmen. Klickt man die Apps an, gelangt man fast immer in den Google Play Store, vereinzelt können sie aber auch in den Samsung App-Shop schicken.

Samsung Apps

Hier gibt es ähnlich wie im Google Play Store ganz normale Android-Apps. Klar, was auch sonst? Zum Beispiel Aktionsangebote, welche euch als Nutzer ein paar Gratis-Apps verschaffen, oder Updates für System-Apps. Ob man das unbedingt alles über einen eigenen App-Shop laufen lassen muss, sei mal dahingestellt. Ich bin kein Freund solcher Lösungen, denn man benötigt nicht nur einen extra Samsung-Account für diese ganzen Samsung-Apps, sondern muss seine Apps eben auch wiederum in zwei verschiedenen App-Shops verwalten. Nicht mein Fall, tut aber auch nicht weh, es einfach zu ignorieren. Da die Samsung Apps auch einen Bereich “Empfohlen” haben, finde ich o.g. S Suggest umso überflüssiger.

Taschenrechner und Barometer

Das Barometer kann man wie bereits weiter oben erwähnt nachträglich installieren, um mit Hilfe von Onlinedaten die ungefähre Höhe des aktuellen Standortes auszulesen. Samsung gibt an, dass die Genauigkeit bei +/- 15 Metern liegt, was auch so in etwas hinkommt. Der Taschenrechner bietet keine Überraschungen, kommt in schlichter Optik daher und lässt sich nützlicherweise so zusammenstauchen, dass man seine eingegebene Rechnung sozusagen im Vollbild ansehen kann.

  

Sprach-memo und UKW-Radio

Mit der App Sprach-memo lassen sich wie der Name schon sagt Soundmitschnitte aufnehmen. Die Qualität ist dabei nicht überragend, aber taugt für die kurze Notiz in Audioform allemal. Optional kann man die Qualität auch noch verringern, um Speicherplatz zu sparen. Nachfolgend gibt es mal eine Testaufnahme, welche direkt von meiner Schreibtischbox aufgenommen wurde, leider liegt diese nur in einer .3ga-Datei vor. Das Radio funktioniert, wie man das bereits kennt, nur mit eingestecktem Headset, dann aber astrein. Klarer Empfang und schnelle Sendersuche, sowie eine Aufnahmefunktion sprechen für diese App.

 

Download Sprachmemo Testaufnahme

Kalender und Uhr

Der Kalender von Samsung, welcher sich S Planner nennt, ist nicht sonderlich übersichtlich, tut aber was er soll. Es werden sämtliche Termine angezeigt, es lassen sich problemlos neue Einträge erstellen und auch beliebige persönliche Kalender aus dem Google- und Samsung-Konto aktivieren. Die Ansicht lässt sich vom kompletten Jahr, über den Monat bis zum Tag hin umstellen. Die Uhr  beinhaltet neben dem normalen Alarm (Wecker), auch eine Weltuhr, einen Stoppuhr, einen Timer und eine Tischuhr, welche eine Art Dockmodus mit Uhrzeit und Wetter bietet.

 

Benachrichtigungsbereich

Der Benachrichtigungsbereich ethält wieder die typischen Samsung-Schnellsteuerungen, mit denen man diverse Dinge an seinem Smartphone auf die Schnelle regeln kann. Mir gefällt das ganz gut und es ist mir bisher auch nicht verständlich, warum Google das noch nicht in Android von Haus aus integriert hat, zumindest optional wäre es sehr nützlich und spart ein Widget auf dem Homescreen.

Ansonsten schaut der Benachrichtigungsbereich zwar etwas anders aus, funktioniert aber genau so, wie von Google vorgegeben. Einzelne Einträge lassen sich rausschieben, alle auf einmal löschen und die Systemeinstellungen sind auch schnell erreichbar.

Video Hub und Game Hub

Ein Hub steht bei Samsung in der Regel für Geld ausgeben, denn sowohl im Video Hub, als auch im Game Hub kann man sich mit allerhand kostenpflichtigen digitalen Gütern eindecken. Ganz billig ist das nicht und rein für die mobile Nutzung wird da wohl kaum einer zuschlagen, da man das Galaxy S3 aber auch an einem TV betreiben kann, könnte das schon wieder lohnen. Neben aktuellen Filmen finden sich da auch Serien. Kostenpunkt wäre hier zum Beispiel für eine Folge Two and a Half Men 1,99 Euro.

Weitere

ChatOn und einige “Partner-Apps” von Bild, myTaxi, kaufDa und n-tv sind bereits vorinstalliert. Eine Unart, die man bereits von Computern kennt. Zum Glück lassen sich diese deinstallieren, oder optional, wie auch jede andere App, verstecken. Ganz nützlich ist hingegen der vorinstallierte Dateimanager. Dieser gehört zwar nicht zu den schönsten Apps seiner Art, aber er erledigt die wichtigsten Aufgaben problemlos und ist wie gesagt, im Gegensatz zum “reinen” Android, bereits vorinstalliert.

 

Abschließend lässt sich sagen, dass sich Samsung ziemlich viel Mühe gegeben hat, die Software und damit natürlich auch Android zu erweitern und zu optimieren. Nicht immer ist mehr auch gut, im Fall vom Galaxy S3 sind viele nützliche Dinge vor allem auf Systemebene zu finden. In Sachen Apps könnte ich auf einen Großteil verzichten, zudem lassen sich die meisten in wenigen Augenblicken über den Play Store nachinstallieren.

Dennoch ist es gut, dem Nutzer eine handvoll Programme mit auf den Weg zu geben. Nicht alle davon kann er deinstallieren, wenn er sie nicht braucht, aber zumindest im Programmmenü optional komplett ausblenden.

Modding

Was wäre Android ohne die Modding-Community? Auf jeden Fall einen Tick langweiliger. Auch wenn ich persönlich überhaupt keinen Nerv für Rooten, Flashen und Modden habe, so bekomme ich natürlich mit, dass das Galaxy S3 sehr schnell in den Fokus der Community gerückt ist. Samsung hat rasch den Quellcode des Gerätes veröffentlicht, was solchen Entwicklungen natürlich zu Gute kommt.

In Sachen CustomROMs und Mods empfiehlt es sich auf jeden Fall immer mal wieder hier im Blog vorbeizuschauen, denn unser Autor Michael fühlt genau in diesem Bereicht pudelwohl. Vom Kamera-Mod über CustomROMs, bis hin zum Hack für den Massenspeichermodus war schon alles dabei. Auch CyanogenMod 9, AOKP und CheckROM sind bereits am Start. Wer keine Ahnung hat, was das bedeutet sitzt mit mir in einem Boot und vernachlässigt dieses Abschnitt einfach. ;)

Kamera

Die Kamera an einem Smartphone nimmt immer höheren Stellenwert ein, denn auch wenn bisher kaum eine mobile Linse an Systemkameras herankommt, hat sie doch den enormen Vorteil, dass man sie meist dabei hat. Die Kamera im Samsung Galaxy S3 löst super schnell aus, wie man es bereits vom Galaxy Nexus gewohnt ist, allerdings ist hier die Qualität deutlich besser. Während das Nexus noch mit starkem Rauschen zu kämpfen hatte, kommt man hier auch bei schwachem Licht zu ganz guten Ergebnissen.

Die Kameraoberfläche schaut von Haus aus aufgeräumt aus und lässt sich vom Nutzer nach Belieben anpassen. Im Grunde kann jeder beliebige Optionspunkt links in das Menü gepinnt werden. Auch positiv zu erwähnen ist die tolle Qualität der Frontkamera, sowie der HDR-Modus. Der Panoramamodus hingegen konnte mich nicht überzeugen, da die Ergebnisse nie optimal ausschauen. Könnte auch an mir liegen.

Einstellbar sind die üblichen Optionen wie Szenen, Belichtung, Selbstauslöser, Effekt, Weißabgleich, Auflösung u.v.m. Auch ein Marko-Modus ist vorhanden, der bei Nahaufnahmen auch zwingend genutzt werden sollte, da der Autofokus ab einem gewissen Abstand so seine Probleme bekommt.

Testaufnahme Kunstlicht

Testaufnahme LED-Beleuchtung

Testaufnahme ohne Beleuchtung

Ein paar erste Testbilder habe ich in unseren Google+ Account hochgeladen, welche ich immer mal wieder erweitern werde.

Testfotos Samsung Galaxy S3 bei Google+

Telefonie

Die Telefonie, ein Thema, welches ich ehrlich gesagt mittlerweile in den Hintergrund rücke, weil ich mit meinem Smartphone kaum noch telefoniere. Aber man soll ja nicht immer von sich ausgehen, daher möchte ich allen Dauerquasselstrippen eines sagen: alles bestens. Euer Gesprächspartner wird auch aller Wahrscheinlichkeit nach immer glasklar verstehen und ebenso kommen umgekehrt seine Worte größtenteils unverfälscht an euer Ohr. Zudem macht der intere Speaker wirklich was her, sodass man ihn problemlos zum Freisprechen nutzen kann. Getestet habe ich das allerdings nur im Vodafone- und o2-Netz.

In Sachen Kontaktevertwaltung hat sich leider wenig getan. Über die Suche findet man alles ziemlich schnell, eine gewisse Unordnung herrscht dennoch vor. Keine Ahung, wie man das effektiv verbessern könnte, aber das Zusammenführen der Kontakte aus verschiedenen Quellen klappt nicht in jedem Fall wie es soll.

Der Empfang im 2G- und auch 3G-Netz war stets gegeben und reichte zum Telefonieren aus. Auch die W-Lan-Verbindung ist für ein Samsung-Gerät recht stabil. Was mir nicht so gefällt war die Performance mit EDGE. Während das Galaxy Nexus und Xperia Arc S an gleicher Stelle mit gleicher SIM-Karte ihre Daten per EDGE übertrugen, gönnte sich das Galaxy S3 immer wieder Pausen, in denen es teilweise bis zu 90 Sekunden gar keine Daten übertragen hat. Zum Glück bin ich kaum in EDGE-Gegenden unterwegs, merkwürdig war es dennoch.

Zu Recht fragen sich die ersten Nutzer auch, warum wir hierzulande noch keine LTE-Version sehen, wobei alleine Vodafone bereits 40 Prozent von Deutschland mit LTE versorgt und weitere Netzbetreiber aktuell ausbauen (siehe auch Breitbandatlas). Gute Frage, derzeit schaut es in den Ballungsgebieten noch recht dünn mit LTE aus, bis zum Ende des Jahres könnte es da anders ausschauen und ich würde fast darauf wetten, dass wir zum Weihnachtsgeschäft ein Galaxy S3 LTE und eventuell sogar mit 2 GB RAM auch in Deutschland auf den Markt sehen.

Akkuverbrauch

Ich muss es wohl kaum extra sagen, der Akkuverbrauch ist so subjektiv wie der Spritverbrauch bei eurem Auto. Der Nutzer bestimmt die Laufzeit, so ist es auch beim Samsung Galaxy S3. Ich persönlich komme mit dem 2100 mAh starken Akku fast 2 Tage hin, bin allerdings auch viel im W-Lan und habe den Push-Abgleich nur unterwegs an. Bin ich mit Mail, Twitter, Facebook, Google+ und Co. von früh an auf Achse, dann sind ca. 10 Stunden drin. Das variiert aber halt wirklich je nach Apps und Nutzung. Im Vergleich zum Samsung Galaxy Nexus (1750 mAh Akku) packt der Akku im Galaxy S3 in meinem Fall ca. 10 Prozent mehr. Der bereits integrierte Energiesparmodus hilft nochmal etwas mehr rauszuholen.

Und sonst noch?

  • Es wird offizielles Zubehör geben, welches auch bereits teilweise verfügbar ist
  • In Amerika wird es auch eine rote Version geben, ob die auch hierzulande auf den Markt kommt ist unklar
  • Es lässt sich mit einem kleinen Trick ein Firmware-Update für die Kamera installieren.
  • Olympia 2012 kann über eine Aktion mit Eurosport auf dem Samsung Galaxy S3 live verfolgt werden
  • Mit der zusätzlichen App TecTiles  und bestimmten NFC-Tags kann man NFC besser nutzen
  • Auf dem Gerät war zum Testzeitpunkt Android 4.0.4 Buildnummer IMM76D.I9300XXALE8 installiert
  • Fingerabdrücke? Ohne Ende, zum Glück nicht so stark auf dem Screen und auf dem weißen Gerät kaum zu sehen
  • Der Homescreen beim TouchWiz-Launcher ist endlich nicht mehr zwingend ganz links, sondern kann je nach Vorliebe festgelegt werden
  • Ordner lassen sich nur über ein Menü und nicht durch das Übereinanderziehen von Symbolen erstellen
  • Der Lockscreen entsperrt mir (egal mit welcher Methode) einen Tick zu langsam
  •  Home+Power drücken = Screenshot, alternativ wie oben erwähnt per nerviger Wischgeste
  • Diverse hauseigene Widgets für Uhr, Wetter, Nachrichten und Co. sind vorinstalliert. Meist groß, bunt und sicher nicht jedermanns Geschmack
  • Die Tastatur ist okay, ich komme mit Swiftkey allerdings besser klar. Wohl Gewohnheitssache. In den Einstellungen kann man für die Samsung-Tastatur auch Swype-Gesten aktivieren.
  • Die Google-App Nachrichten und Wetter fehlt, wäre aber via APK installierbar
  • Eine Office-App zum Erstellen von Dokumenten ist nicht vorhanden, nur der Polaris Viewer 4.0 zum Öffnen und Betrachten
  • Die Lautstärke, die über den Audioanschluss rausgeht ist ohne Tadel
  • Den Standort findet das Gerät über GPS erstaunlich schnell

Fazit

Alles was sich irgendwie Oberklasse-Smartphone schimpft ist durch meine Finger gewandert, davon hat es nur Samsung geschafft, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Gerade im Hinblick auf den Hauptkonkurrenten HTC One X schneidet das Galaxy s3 in diversen Belangen besser ab. Einige davon sind rein subjektiv, wie zum Beispiel HTC Sense vs. TouchWiz oder die Bewertung vom Display. Ich mag einfach die satten Farben von Super-AMOLED. Andere Punkte sind rein objektiv, wie zum Beispiel der austauschbare Akku, die Erweiterbarkeit per SD-Karte oder die pfiffigen Softwarelösungen, welche Samsung integriert hat.

Über Design lässt sich bekanntlich streiten, ebenso über Materialwahl. Das Galaxy S3 schaut schlicht aus, etwas rundlich, etwas zu wenig  markant, aber es liegt wahnsinnig gut in der Hand. Viel getraut hat sich Samsung meines Erachtens nicht, dafür hat man aber auch wenig wenig falsch gemacht, was die Optik angeht. Trotz Kunststoff nicht billig wirken, das hat das Galaxy s2 meines Erachtens gerade so geschafft, das Galaxy Nexus bereits etwas mehr und das Galaxy S3 bisher am besten. Es ist wie bei vergangenen Samsung-Modellen eine Grundsatzfrage, was man persönlich besser findet. Ein leichtes Gerät, welches gut verarbeitet ist, oder ein eher markantes Gerät mit Metall und mehr Gewicht. Ich persönlich sehe in beiden Ausführungen Vor- und Nachteile, greife aber im Zweifel zum leichteren Smartphone.

Die Schattenseiten liegen beim Samsung Galaxy S3 klar im fehlenden LTE, denn auch wenn es die Masse der Kunden noch nicht benötigt, so will sicher der ein oder andere so ein Gerät zwei Jahre oder länger nutzen. Die Technik scheint allgemein noch nicht so weit zu sein, es gibt auch noch vereinzelte Probleme in den Netzen, aber es wäre einfach schön gewesen. Obwohl das Gerät mit nützlicher Software vollgepumpt ist, fehlt eine richtige Office-App, was ärgerlich ist. Gerade mit solchen Basics könnte man als Hersteller bei einem Oberklasse-Smartphone punkten.

Ansonsten bleibt zu sagen, dass die Innereien bzw. die allgemeine Ausstattung in etwa dem Stand der heutigen Technik entsprechen und man für seine (aktuell) über 550 Euro ein solides Smartphone mit gut abgestimmter Software bekommt. Wer auf pures Android steht und etwas mehr auf den Preis achtet bzw. achten muss, der kann sich immer noch das Samsung Galaxy Nexus anschauen. Wer mit einem großen Smartphone klar kommt, in naher Zukunft kein LTE benötigt, gerne mobil fotografiert und vier CPU-Kerne benötigt, der kann ohne schlechtes Gewissen beim Samsung Galaxy S3 zuschlagen.

Das Samsung Galaxy S3 wurde uns freundlicherweise von getgoods für diesen Testbericht zur Verfügung gestellt. Das Gerät gibt es dort im Onlineshop in den Farben weiß und blau.

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